Testbericht: VW ID.7 Pro – Wo ist der Haken?
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Lassen wir uns auf die Frage ein, die bei E-Autos meist sofort gestellt wird: Wie groß ist die Reichweite? Dem VW ID.7 Pro mit 210 kW/286 PS, 77-kWh-Akku und Heckantrieb schreibt der Hersteller 548 Kilometer im gemischten Verkehr ins Datenblatt. Ein Versprechen, das uns der Bordcomputer regelmäßig bestätigte. Selbst auf Etappen mit hohem Autobahnanteil waren bei milder Witterung deutlich über 400 Kilometer problemlos drin, Richtgeschwindigkeit als Maßstab vorausgesetzt. Mit 20 Prozent Akkustand an die Stromtankstelle gerollt, schaffte unser ID.7 auch seine maximal 175 kW DC-Ladeleistung. Das klingt eher durchschnittlich. In weniger als einer halben Stunde konnten wir jedoch Energie für über 300 frische Kilometer einspeisen. Pausen soll man auf langen Strecken ohnehin machen. So empfanden wir die elegante Schräghecklimousine mit insgesamt nur 17,1 kWh Durchschnittsverbrauch und hohem Fahrkomfort als durchaus reisetaugliches E-Auto.
Alternative zum Passat
Das Raumgefühl vorne ist großzügig, geradezu verschwenderisch viel Platz bietet der Fond. Dahinter schließt das geräumige, glattflächige Gepäckabteil mit 532 Litern an. Praktischer Nutzen des Schräghecks: Kofferraumdeckel und Heckscheibe sind ein Teil, das weit nach oben schwingt und eine riesige Öffnung freigibt, um auch sperrige Gegenstände bequem ein- und auszuladen. Wer noch mehr Stauraum braucht, greift zum nur 800 Euro teureren, mindestens 605 Liter schluckenden Kombi namens Tourer.
Ab 53.995 Euro ist der ID.7 kein Sonderangebot, aber bereits gut ausgestattet. Das Exterieurpaket „Plus“ mit Panoramadach (5.095 Euro) und das Interieurpaket „Plus“ (4.475 Euro) machten unseren Testwagen zum Luxusschlitten. Verarbeitung, Innenraum, Fahrverhalten und Langstreckentauglichkeit hätten uns aber auch ohne diese Pakete vom ID.7 als Elektro-Alternative zum Passat – mit weniger Kofferraumvolumen – überzeugt.
Wo ist also der Haken? Wenn man 1.050 Euro investiert, am Heck – als anklappbare Anhängevorrichtung mit einer Tonne Anhänge- und 75 Kilo Stützlast. Wichtig für den Transport von Pedelecs. Und Achtung, Lücke: Eine Wärmepumpe zur Reichweitenoptimierung fehlt serienmäßig. Daran (990 Euro) sollte nicht gespart werden.
Das Panoramaglasdach bringt viel Licht in den Innenraum und lässt sich elektronisch von durchsichtig auf blickdicht umschalten.
Fotos: Thomas Schreiner
Technische Daten VW ID.7 Pro
| Motoren | E-Motor, 210 kW/286 PS, 550 Nm |
| Antrieb, Getriebe | Heck, Eingang automatisch |
| 0–100 km/h, Spitze: | 6,5 s, 180 km/h |
| Norm-/Testverbrauch: | 16,2 (WLTP)/17,1 kWh |
| CO2-Ausstoß Norm/Test: | 0 (WLTP)/65* g/km |
| Länge x Breite x Höhe: | 4,96 x 1,86/2,14 x 1,54 m |
| Radstand, Wendekreis: | 2,97 m, 10,9 m |
| Kofferraum: | 532–1.586 l |
| Leergewicht, Zuladung: | 2.250 kg, 380 kg |
| Anhängelast: | 1.000 kg |
| Stützlast, Dachlast: | 75 kg, 75 kg |
| Akku-Kapazität: | 77 kWh |
| KH/VK/TK: | 20/24/23 |
| Kfz-Steuer pro Jahr: | 0 Euro |
| Grund-/Testwagenpreis: | 53.995 Euro/65.890 Euro |
| Modell verfügbar ab: | 53.995 Euro |
| Auswahl Basis-Serienausstattung: | Sieben Airbags, adaptiver Tempomat, Rückfahrkamera, Spurwechselassistent, Ausparkassistent und Ausstiegswarnung, Head-up-Display, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorne, Außenspiegel beheizbar, LED-Scheinwerfer, Rücksitzlehne asymmetrisch geteilt umklappbar, 19-Zoll-Leichtmetallräder |
* gemäß CO2-Emissionsfaktor im dt. Strommix 2023 geschätzt lt. Umweltbundesamt: 380 g CO2/kWh
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