Xpeng P7+ fährt über eine Straße.

Fahrbericht: Xpeng P7+ – Luxuriöse Elektro-Limousine zum Kampfpreis

3 min

23.06.2026Wolfgang Sievernich

Der Xpeng P7+ bietet viel Platz, starke Fahrleistungen und eine beeindruckende Schnellladetechnik. Die chinesische Elektro-Limousine startet bereits ab 46.600 Euro und setzt etablierte Rivalen unter Druck.

 

Schon Basisversionen elektrischer Business-Limousinen kosten schnell 70.000 Euro. Größere Akkus und schnellere Ladetechnik treiben die Preise weiter nach oben. Deutlich günstiger positioniert sich der Xpeng P7+: Die 5,07 Meter lange chinesische Limousine startet bei 46.600 Euro und übertrifft etablierte Wettbewerber nicht nur bei der Ladeleistung. Je nach Version stehen 350 oder 446 kW bereit. 

Xpeng P7+ steht an einer Ladestation.
Bei einer Testladung schoss die Ladeleistung auf bis zu 359 kW hoch. Foto: Hajo Lücke

Schnellladen in zehn Minuten: 
Starke Ladeleistung im Alltag

So verkürzt sich ein Ladestopp auf pausentaugliche 10 Minuten (20–80 %), was eine Testladung glaubhaft bestätigt. Große Akkus werden damit entbehrlich: Laut Hersteller reichen die Kapazitäten für 455 bis 530 Kilometer. 

 

Bis zu 503 PS: 
Drei Antriebe für unterschiedliche Ansprüche

Auch bei der Leistung schöpft der Xpeng aus dem Vollen: Zwei Heckantriebsvarianten mit 180 kW/245 PS und 230 kW/313 PS sowie eine Allrad-Topversion mit 370 kW/503 PS stehen zur Wahl. Auf der Testrunde erweist sich die zweitstärkste Version als souveräner Gleiter mit reichlich Reserven.
 

Rückansicht des Xpeng P7+
Passagiere sitzen in der eleganten Fließheck-Limousine komfortabel. Foto: Wolfgang Sievernich

Komfortables Fahrwerk mit kleinen Schwächen bei der Lenkung

Das Fahrwerk ist klar komfortbetont, Schlaglöcher und Bodenwellen bügelt es weich aus. Die Lenkung dürfte allerdings mehr Rückmeldung geben. 

Innenraumansicht des Xpeng P7+
Die Bedienung erfolgt vorwiegend über den Touchscreen oder per Sprachbefehl. Foto: Xpeng

Digitales Cockpit: Bedienung vorwiegend per Touchscreen und Sprachsteuerung

Tasten? Fehlanzeige. Abgesehen von wenigen Knöpfen am Multifunktionslenkrad erfolgt die Bedienung über den 15,6-Zoll-Touchscreen oder per Sprachbefehl. Über diesen lassen sich etwa Navigation, Radio, Klimaautomatik, Sitzheizung oder Ambientebeleuchtung zuverlässig steuern. Weniger gelungen ist die grafisch überladene Oberfläche des Monitors – sie wirkt schnell unübersichtlich. 

Beinfreiheit auf der Rückbank des Xpeng P7+
Selbst bei komplett zurückgeschobenen Vordersitzen, genießen die Fond-Passagiere ausreichend Beinfreiheit. Foto: Wolfgang Sievernich

Großzügiges Platzangebot mit viel Beinfreiheit im Fond

Entspannt reisen alle Insassen, im Fond ist das Platzangebot aber besonders großzügig. Für eine fast fürstliche Beinfreiheit lässt sich der Vordersitz von der Rückbank aus per Touchscreen nach vorn schieben. 

 

Taschen im Kofferraum des Xpeng P7+
In den Kofferraum passen mehrere große Taschen und Koffer. Foto: Wolfgang Sievernich

Großer Kofferraum, aber kein Frunk vorhanden

Unter die große Fließheckscheibe passen mehrere große Taschen und Koffer; kleine Ablagen fehlen jedoch. Einen Frunk gibt es ebenfalls nicht – das Ladekabel landet im Kofferraum. 

Viel Ausstattung zum günstigen Preis

Preislich bleibt selbst die Topversion mit 53.600 Euro deutlich unter dem Niveau der Wettbewerber. Optional sind lediglich Außenfarbe (800 Euro) und Anhängerkupplung (1.190 Euro). Highlights: LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent, 20-Zoll-Alufelgen, digitaler Innenspiegel, beheizte und belüftete Massagesitze vorn und hinten, 360-Grad-Kamera und ein App-gesteuerter Parkassistent.
 

Technische Daten Xpeng P7+

Motoren

Elektro: 
180 kW/245 PS, 450 Nm
230 kW/313 PS, 450 Nm
370 kW/503 PS, 670 Nm 

Normverbrauch

15,2–17,4 kWh,0 g CO2/km (WLTP) 

L x B x H

5,07 x 1,94/k. A. x 1,51 m 

Kofferraum

573–1.931 l 

Zuladung

460–486 kg 

Anhängelast

1.500 kg 

Stützlast

75 kg

Akku-Kapazität

61,7 und 74,9 kW 

Reichweite lt. Hersteller

455–530 km 

Preis ab

46.600 €


Autor Wolfgang Sievernich.

„Xpeng verleiht der Elektromobilität mit der rasend schnellen Ladetechnik neuen Schwung. Europäische oder gar deutsche Hersteller bieten zu dem Preis nichts vergleichbares.“ 

Wolfgang Sievernich


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