Eiin schwarzer Ford Mustang steht vor einem Geschäftsgebäude.

Testbericht: Ford Mustang Mach-E

3 min

14.07.2023Thomas Schreiner

Eine wichtige Prüfung eines E-Auto-Alltagstests hat der Ford Mustang Mach-E bestanden: die Reichweitenzuverlässigkeit. Doch nicht in jeder Hinsicht zeigte sich das unter Strom gesetzte Pferdchen gleichermaßen transparent.

Sehr viel Mustang steckt im Mach-E nicht – mit Ausnahme vielleicht der coupéartigen Dachlinie. Foto: Thomas Schreiner

Das geht schon mal als vertrauensbildende Maßnahme durch: Die laut Anzeige verlorene Reichweite unseres Mustang Mach-E entsprach im Alltag mit zehn Prozent Abweichung nach oben der tatsächlich zurückgelegten Strecke. Damit liegt der elektrische Ford in unserem persönlichen Toleranzbereich.

Allerdings leistete sich der hochbeinige Elektro-Crossover eine Ungenauigkeit anderer Art: Im Durchschnitt verbrauchten wir 19 kWh je 100 Kilometer. Ob es aber eher 19,1 oder 19,9 waren, wollte uns der Bordcomputer partout nicht verraten.

Grundsätzlich ist der Mustang Mach-E ab 62.900 Euro zu haben. Die von uns gefahrene Antriebsvariante mit großem Akku (98,7 kWh), Heckantrieb und 216 kW/294 PS kommt bereits auf einen Grundpreis von happigen 71.200 Euro, da dem Kunden hier die mittlere Ausstattungsvariante Premium aufgezwungen wird. Viel bekommt man für den Aufpreis nicht: 19- statt 18-Zoll-Räder, immerhin Matrix-LED-Scheinwerfer und dazu etwas optischen Schnickschnack
 

Riesiger Touchscreen (15,5 Zoll) zur Bedienung der meisten Funktionen im aufgeräumten Cockpit – leider mit viel Ablenkungspotenzial während der Fahrt. Foto: Thomas Schreiner

Schwung nutzen

Von den drei Fahrmodi „Zahm“, „Aktiv“ und „Temperamentvoll“ wählten wir meist den ersten – wegen seines Freilaufeffekts. Auf die Wunschgeschwindigkeit beschleunigt, den Fuß vom Pedal genommen, und das Auto gleitet lange ohne merklichen Tempoverlust durch die Lande. Die versprochenen 600 Kilometer Reichweite bleiben trotzdem auch bei wärmeren Temperaturen Theorie, 150 weniger sind realistisch. Und den Nachweis über die maximale Ladeleistung von 150 kW konnten wir selbst an einem 300-kW-Lader nicht führen. Ansonsten bietet der Mustang Mach-E vorne viel, hinten wenig Platz und ein paar Eigenheiten wie Drucktasten außen zum Öffnen der Türen. In der Summe seiner Eigenschaften bleibt er bei uns aber wohl auch weiterhin ein Exot.

 

Technische Daten Mustang Mach-E (Extended Range RWD)

Motor:E-Motor, 216 kW/294 PS, 430 Nm
Antrieb, GetriebeHeck, Ein-Gang automatisch
0–100 km/h, Spitze:7,0 s, 180 km/h
Normverbrauch:17,3 (WLTP)/19 kWh
CO2-Ausstoß Norm/Test:0 (WLTP)/80* g/km
Länge x Breite x Höhe:4,71 x 1,88/2,10 x 1,62 m
Radstand, Wendekreis:2,98 m, 11,6 m
Kofferraum: 402–1.420 l
Leergewicht, Zuladung:2.160 kg, 445 kg
Anhängelast:1500 kg
Stützlast, Dachlast60 kg, 75 kg
Akkukapazität98,7 kWh
Typklassen KH/VK/TK: 18/25/25
Kfz-Steuer pro Jahr: 0 Euro
Grund-, Testwagenpreis: 71.200 Euro/k. A. (Konfiguration nicht mehr verfügbar)
Modell verfügbar ab:62.900 Euro
Auswahl Basis-Serienausstattung:Acht Airbags, LED-Scheinwerfer, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, 360-Grad-Kamera, Rückfahrkamera, Einparkassistent, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Frontscheibe beheizbar, Lenkrad beheizbar, Außenspiegel beheizbar, Heckklappe elektrisch, aktiver Spurhalteassistent, Stauassistent, adaptiver Tempomat, Verkehrszeichenerkennung

*  gemäß dt. Strommix 2021 geschätzt lt. Umweltbundesamt: 420 g CO2/kWh

Impressionen

Alle Fotos: Thomas Schreiner


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