Testbericht: Dacia Jogger Hybrid 140 – Sparen wird teurer
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Viel Platz für wenig Geld: Günstige Autos mit viel Stauraum gibt es schon länger bei Dacia. Was Logan MCV, Lodgy und Dokker boten, führt seit einem Jahr der Jogger weiter. Ein Benziner und eine Autogas-Version bereits am Start. Nun rollt 2023 ein Vollhybrid in den Handel.
Deutlich niedriger als klassische Hochdachkombis bleibt der Dacia Jogger in der Länge knapp hinter Skoda Octavia Combi und Co. Gleichzeitig bietet er aber spürbar mehr Innenraumhöhe. Kaum zu glauben, dass die gleiche Plattform wie bei den deutlich kleineren Dacia Sandero und Renault Clio als Basis für den 4,55 Meter langen Wagen dient.
Erstmals ein Hybrid
Die Technik dafür stammt von der Mutter Renault. Es ist das erste Mal, dass ein Hybrid unter dem rumänischen Blechkleid werkelt. Er kombiniert einen 1,6 Liter großen Benziner (69 kW/94 PS) mit zwei E-Maschinen (15 kW/20 PS und 36 kW/49 PS) zu einer Systemleistung von 104 kW/141 PS. Der größere der beiden E-Motoren sitzt im kupplungslosen Multi-Mode-Getriebe, das nach dem CVT-Prinzip arbeitet. Er dient dem Vortrieb und wechselt die Fahrstufen. Der schwächere E-Motor ist einerseits Startergenerator und sorgt außerdem während der Fahrt für die möglichst ruckelfreie Verbindung zum Verbrenner. Das funktioniert in der Praxis recht gut.
Los geht es immer sanft und rein elektrisch, ehe sich unterwegs bei Bedarf der Verbrenner fast unmerklich hinzuschaltet. Je nach Anforderung bewegt sich der Jogger im seriellen (Verbrenner liefert Energie für den elektrischen Fahrmotor) oder parallelen Hybridmodus (Verbrenner und E-Motor sorgen gemeinsam für den Antrieb) fort. Nur selten ist ein leichtes Ruckeln zu spüren, wenn das System automatisch eine der 15 Fahrstufen- und Antriebskombinationen wählt. Während unserer ersten Fahrt vorwiegend über Stadt- und Landstraßen nutzte der weich gefederte Hybrid 140 häufig elektrische Energie aus seinem 1,2-kWh-Akku. Der Lohn nach rund 140 Kilometern laut Bordcomputer: ein respektabler Durchschnittsverbrauch von 4,5 Litern. Wir fuhren den Jogger als optionalen Siebensitzer. Dann kostet der Wagen immer 1.000 Euro mehr, verträgt aber auch 142 Kilo mehr Zuladung.
Technische Daten Dacia Jogger Hybrid 140
| Motor: | Vollhybrid: 1,6-l-Vierzylinder-Benziner, 69 kW/94 PS, 148 Nm bei 3.200/min; E-Motor, 36 kW/49 PS, 205 Nm; Systemleistung 104 kW/141 PS |
| Antrieb, Getriebe | Front, Multi-Mode automatisch |
| 0–100 km/h, Spitze: | 9,8 s [10,0 s], 167 km/h |
| Normverbrauch: | 4,8 l S (WLTP), 108 g CO2/km (WLTP) [4,9 l S (WLTP), 111 g CO2/km (WLTP)] |
| Länge x Breite x Höhe: | 4,55 x 1,78/2,01 x 1,67 m |
| Radstand, Wendekreis: | 2,90 m, 11,4 m |
| Kofferraum: | 607–1.819 l [160–1.807 l] |
| Leergewicht, Zuladung: | 1.432 kg [1.460 kg], 393 kg [535 kg] |
| Stützlast, Dachlast: | 75 kg, 80 kg |
| Anhängelast: | 750 kg |
| Tankinhalt: | 50 l |
| Preis: | ab 23.800 Euro [24.800 Euro] |
Werte in eckigen Klammern: Siebensitzer
Impressionen
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