Mercedes-Benz C 300 T
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Tiefgreifender verändert hat sich der Innenraum. Das Cockpit erlebte einen Digitalisierungssprung und wird nun dominiert von einem zentralen hochauflösenden Display, das leicht zum Fahrer geneigt ist. In unserem Testwagen war die größere der beiden verfügbaren Versionen mit 11,9 Zoll Bildschirmdiagonale verbaut (im Paket ab 1.309 Euro). Die zweite Generation des Infotainmentsystems MBUX bringt nun Flair der S- in die C-Klasse. Unschöner Nebeneffekt solch großer Monitore und glänzender Flächen rundherum: Jede Fingerberührung erzeugt einen leicht fettigen Abdruck.
Infotainment verbessert
Was haben wir in Auto&Reise schon geschimpft über das Verschwinden von Tasten und Reglern zugunsten der Touchscreens. Im Falle der C-Klasse gestehen wir: Der Bildschirm lenkt bei der Bedienung der einzelnen Funktionen viel weniger vom Fahren ab, als man vermuten würde. Durchdachte Führung durchs komplexe Menü, klare Strukturen, sinnvolle Belegungen der Schaltflächen, die sich mit dem Finger treffsicher ansteuern lassen, sind der Grund dafür. Hinzu kommt eine praktische durchgängige Schnellwahlleiste am unteren Bildschirmrand, deren Bedienfelder auf Druck reagieren. Zwar könnte die Reaktionsgeschwindigkeit des Monitors bei Berührungen etwas fixer sein, dafür kommt sein großflächiges Hochkantformat der Navigation zugute: Toller Überblick dank großem Kartenausschnitt, prima Live-Daten zum Verkehr, klasse Funktionalität insgesamt.
Optional sehr wendig
„Mehr Auto braucht man nicht“, lässt sich Chefingenieur Christian Früh zur C-Klasse zitieren. Nun, das trifft auf ziemlich viele Autos zu. Und es ist leicht gesagt, schließlich erhält man ohnehin ziemlich viel Auto für einen T-Modell-Grundpreis von knapp 46.000 Euro. Und noch mehr, wenn ab 54.799,50 Euro der 190 kW/258 PS starke Benziner mit Allradantrieb und ein paar schönen Sachen aus der Optionsliste vor der Tür steht. Dem sinnvollen Head-up-Display (1.178,10 Euro) etwa, dessen ausführliche Infos leicht erfassbar sind. Oder mit der Hinterachslenkung für 1.249,50 Euro, die den Benz trotz 2,87 Metern Radstand äußerst wendig macht. Die serienmäßige, nur im Sportmodus zuweilen etwas ruppige Neungang-Automatik, Einstellmöglichkeiten der Fahrmodi von angenehm komfortabel bis sportlich präzise und ein Praxisverbrauch von 7,7 Litern auf WLTP-Augenhöhe runden das souveräne Fahrerlebnis mit dem kernigen Vierzylinder-Turbobenziner ab.
Mehr Auto braucht man wirklich nicht. Weniger würde natürlich vollkommen genügen. Trotzdem schön für alle, die es sich leisten wollen.
Es ist eine Sache für Kenner, die äußeren Unterschiede zum Vorgänger-Kombi zu finden. Etwa die umgedrehte Trapezform des Kühlergrills – die lange Seite bildet nun die Unterkante –, oder die spitz zur Fahrzeugmitte hinzeigenden Heckleuchten.
Technische Daten Mercedes-Benz C 300 4Matic T-Modell
| Motor: | 2,0-l-Vierzylinder-Turbobenziner, 190 kW/258 PS, 400 Nm bei 2.000–3.200/min |
| Antrieb, Getriebe: | Allrad, Neungang automatisch |
| 0–100 km/h, Spitze: | 6,2 s, 250 km/h |
| Norm-/Testverbrauch: | 7,8 (WLTP)/7,7 l S |
| CO2-Ausstoß Norm/Test: | 181 (WLTP)/179 g/km |
| Länge x Breite x Höhe: | 4,75 x 1,82/2,03 x 1,46 m |
| Radstand, Wendekreis: | 2,87 m, 11,1 m (mit optionaler Hinterachslenkung: 10,6 m) |
| Kofferraum: | 490–1.510 l |
| Leergewicht, Zuladung: | 1.790 kg, 605 kg |
| Anhängelast: | 1.800 kg |
| ypklassen KH/VK/TK: | 16/26/22 |
| Kfz-Steuer pro Jahr: | 252 Euro |
| Tankinhalt | 50 l |
| Grund-, Testwagenpreis: | 54.799,50 Euro, 78.522,15 Euro |
| Preis ab: | 45.666,25 Euro |
| Auswahl Basis-Serienausstattung: | Acht Airbags, Notbremsassistent, aktiver Spurhalteassistent, Tempomat, Fahrprogramme wählbar, Digitalinstrumente, zentrales Touchdisplay (9,5 Zoll) Klimaautomatik, Voll-LED-Scheinwerfer, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Rückbanklehne umklappbar, elektrische Heckklappe, Laderaumabdeckung |
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