Fahrbericht: Nissan Qashqai – Verblüffend verändert
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Die Bugpartie des überarbeiteten Nissan Qashqai sieht mit lidstrichähnlichen Scheinwerfern samt darunter kleinteilig gezeichnetem Tagfahrlicht ziemlich raffiniert aus. Denn jenes schuppenartige Muster führt der Kühlergrill in klar gewachsener Größe fort. Mit anderen Worten: Von vorn wirkt der Qashqai verblüffend verändert
Ansonsten bleibt es außer leicht modifizierten Heckleuchten beim gewohnten Erscheinungsbild des Kompakt-SUV. Aufgeräumt und aufs Wesentliche ausgerichtet punktet das Cockpit mit Touchscreen und weiterhin vorhandenen Tasten und Reglern für den Schnellzugriff. Aktuelle Anpassungen betreffen in erster Linie Assistenzsysteme. Das Kamerasystem mit Vogelperspektive, bei der man das Fahrzeug rundum von oben beobachten kann, beinhaltet nun auch einen Querverkehrswarner (Serie ab N-Connecta). So kann man mittels Weitwinkelkamera auch vorne an schlecht einsehbaren Ausfahrten von links oder rechts kommende Fahrzeuge erkennen. Außergewöhnlich: Eine Kameraeinstellung zeigt sogar einen Blick wie durch die Motorhaube auf die Vorderräder, um ein Anrempeln beispielsweise an die Bordsteinkante zu verhindern. Zudem setzt Nissan ab sofort auf Google-Dienste fürs Infotainment, die nach ersten Tests auch hervorragend per Sprachsteuerung funktionieren.
Ungewöhnlicher Hybrid
Bei den Antrieben bleibt es beim 1,3-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner in zwei Stärken (103 kW/140 PS und 116 kW/158 PS) sowie dem e-Power-Hybrid (ab 39.780 Euro). Der kombiniert seinen 1,5-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner (116 kW/158 PS) mit einem 140 kW/190 PS starken E-Motor. Bislang hat den die Hälfte der Kundschaft gewählt.
Das Prinzip ist einfach und soll ans stromernde Fahrgefühl heranführen – ohne Reichweitensorge oder Ladeinfrastruktur-Problem: Der Benziner arbeitet einzig als Generator zur Stromerzeugung. Jene elektrische Energie treibt den E-Motor an der Vorderachse an und wird zusätzlich in einem kleinen Akku zwischengespeichert, in den auch rückgewonnene Bremsenergie fließt. Da der Benziner keine Verbindung zu den Rädern hat, braucht man kein Getriebe.
Der Verbrauch des e-Power-Hybrid liegt nach WLTP-Norm bei 5,1 bis 5,3 Litern Super. Auf ausgiebigen Testtouren notierten wir bei gemäßigter Fahrweise glatte sechs Liter. Die Geräuschdämmung ist vorbildlich, aber wer die Ohren spitzt, kann den Verbrenner arbeiten hören. Wie bei Modellpflegen üblich, gehören aufgefrischte Materialien zur veränderten Ausstattung – erstmals fährt der Wagen auf Wunsch auch im N-Design vor: mit Leder, Alcantara-Einlagen, in Wagenfarbe lackierten Seitenschwellern und auf wuchtigen 20-Zoll-Rädern.
Technische Daten Nissan Qashqai
| Motoren | Benziner (Mildhybrid): 1,3-l-Vierzylinder-Turbo, 103 kW/140 PS, 240 Nm und 116 kW/158 PS, 260 Nm; e-Power-Hybrid: 1,5-Dreizylinder-Turbobenziner, 116 kW/158 PS, 250 Nm sowie E-Motor, 140 kW/190 PS, 330 Nm |
| Antrieb, Getriebe | Front/Allrad, Sechsgang manuell/CVT-Automatik stufenlos |
| 0–100 km/h, Spitze: | 7,9–10,2 s, 170–206 km/h |
| Norm-/Testverbrauch: | 5,3–7,1 l S, 119–157 g CO2/km (WLTP) |
| Länge x Breite x Höhe: | 4,43 x 1,84/2,08 x 1,63 m |
| Radstand, Wendekreis: | 2,67 m, 11,1 m |
| Kofferraum: | 455–1.447 l |
| Leergewicht, Zuladung: | 1.420–1.777 kg, 394–520 kg |
| Anhängelast: | 750–1.800 kg |
| Stützlast, Dachlast: | 100 kg, 75 kg |
| Tankinhalt: | 55 l |
| Preis: | ab 34.140 Euro |
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