Fahrbericht: Kia Picanto – Gegen den Trend
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Kia hat seinen Kleinsten, den Picanto, ein zweites Mal aufgehübscht. In zwei Motorisierungen und mit allerlei Ausstattung ist der Kleinstwagen schon ab 16.690 Euro neu zu haben.
Kleinstwagen sterben langsam aus. Viele Autohersteller haben sie in den vergangenen Jahren aus Kostengründen aus ihrem Modellprogramm gestrichen. Anders Kia mit dem Picanto, die den Kleinsten nun zum zweiten Mal aufgehübscht haben.
Auffällig ist eine neu gestaltete Frontpartie mit schmal gezeichneten Scheinwerfern, die ab der dritten Ausstattungsstufe Spirit (ab 20190 Euro) sogar in LED-Licht erstrahlen. Sparfüchse können sich bereits bei der Basisversion Edition 7 für 16.690 Euro auf zahlreiche serienmäßige Komfort- und Sicherheitsfunktionen freuen. Klimaanlage, Freisprecheinrichtung, elektrische Fensterheber rundum, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Navigationssystem und Rückfahrkamera sind anderswo teils nur gegen Mehrpreis erhältlich. Die Spiegelung des Smartphones erfolgt über Apple Car Play und Android Auto, was beim Picanto jedoch nur kabelgebunden funktioniert. Frostbeulen ist der Griff zur 500 Euro teureren Ausstattungsstufe Vision zu empfehlen: Dort sind Sitz- und Lenkradheizung inklusive.
Assistenzsysteme warnen diskret
Serienmäßig ist der Kleinstwagen mit allen gesetzlich vorgeschriebenen Helfern wie einem aktiven Spurhalteassistenten, Müdigkeitswarner oder einer Geschwindigkeitskontrolle ausgestattet. Anstatt aufgeregt zu bimmeln und energisch einzugreifen, reagierten die Überwachungs- und Sicherheitsfunktionen auf der Testfahrt aber angenehm diskret.
Ideal für die Stadt
Zurückhaltend lässt sich auch die Leistungscharakteristik der beiden Benzinmotoren beschreiben. Zur Wahl stehen ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 46 kW/63 PS und ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 58 kW/79 PS. Beide sind mit manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe oder einer automatisierten Schaltung zu haben. Letztere enttäuscht aber mit langen Schaltpausen. Vorteil für Handschalter: Mit niedrigen Drehzahlen lässt sich in höheren Gängen effizient im Verkehr mitschwimmen.
Den Normverbrauch gibt Kia für den kleinsten Motor samt manuellem Schaltgetriebe mit 5,2 Litern an. Das geht in Ordnung, ist aber angesichts eines potenziell höheren Praxisverbrauchs auch nicht herausragend sparsam.
Technische Daten Kia Picanto
| Motoren: | 1,0-l-Dreizylinder-Benziner, 46 kW/63 PS, 93 Nm; 1,2-l-Vierzylinder-Benziner, 58 kW/79 PS, 113 Nm |
| Antrieb Getriebe: | Front, Fünfgang manuell, Fünfstufen automatisch |
| 0–100 km/h, Spitze | 13,1–18,2 s, 145 und 159 km/h |
| Normverbrauch: | 5,2–5,7 l S, 118–130 g CO2/km (WLTP) |
| L x B x H: | 3,61 x 1,60/1,87 x 1,49 m |
| Radstand, Wendekreis: | 2,40 m, 9,40 m |
| Kofferraum: | 255–1.010 l |
| Leergewicht, Zuladung: | 981–1.101 kg, 339–425 kg |
| Anhängelast | keine |
| Stützlast, Dachlast: | keine, 60 kg |
| Tankinhalt: | 35 l |
| Preis: | ab 16.690 Euro |
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