Westaustralien: 5 Tipps für traumhafte Erlebnisse
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Westaustralien ist siebenmal so groß wie Deutschland. Allein die zentrale Küste des Bundesstaats ist eine Reise wert. Ein Trip mit 5 Zwischenstopps.
Unterwasserkino – Schnorcheln am Ningaloo-Riff
Schnorcheln, schöner als anderenorts tauchen? Das Ningaloo-Riff macht's möglich: Kaum vom Strand aus im Wasser, schwimmen vor der Maske Schildkröten, Riffhaie, Rochen, manchmal sogar Gabelschwanzseekühe. Und die ganzen bunten Fische! Das Korallenriff ist mit fast 300 Kilometern Länge eines der größten Saumriffe der Welt.
Es liegt anders als das Great-Barrier-Riff direkt an der Küste im zentralen Westen des Kontinents und zählt zum UNESCO-Welterbe. Und als sei es als Show gedacht, kann man sich in der Strömung treiben lassen und das Unterwasserkino ohne Schwimmbewegungen genießen. Tipp: Erleben lässt sich das Driften zum Beispiel an der Turquoise Bay, die als einer der schönsten Sandstrände der Welt gilt.
Canyon-Welt – Wandern im Cape Range National Park
Vor Jahrmillionen erhob sich das Kap am Golf von Exmouth aus dem Meer, heute ist es eine bizarre Landschaft aus Schluchten und rötlichen Felsen. Bis zu 300 Meter hoch sind die Flanken. Wer auf einer Wanderung Muschelfossilien entdeckt, weiß: Das war mal Meeresboden. Auch einen versteinerten Zahn eines Ur-Hais hat Guide Ian Vickers schon gefunden. Ihn fasziniert es, mit dem Fernglas im Golf zur Saison zwischen Juli und Oktober Buckelwale zu beobachten: „Du kannst sie spielen sehen.“
Nur drei ausgeschilderte Wanderwege führen durch die 500 Quadratkilometer Buschland des Cape Range National Park. Mehr entdeckt man jenseits ausgetretener Pfade mit Vickers – etwa auf einer Sonnenaufgangstour hoch zum Charles Knife Canyon, der sich mit dem Tageslicht allmählich aus dem Schwarz schält, während der Ozean zu schimmern beginnt.
Kalksäulen-Wald – Pinnacles im Nambung National Park
Wer will, kann im Zickzack mit einem Allradfahrzeug durch dieses Naturwunder cruisen, das gut zwei Autostunden nördlich von Westaustraliens Hauptstadt Perth liegt. Oder zu Fuß gehen – so kommt man den Pinnacles im Nationalpark Nambung näher.
Zu Tausenden stehen die Kalksteintürme in einem küstennahen Teil des Dünen-Schutzgebietes. Über eine wellige Ebene erheben sie sich mal manns-, mal haushoch aus dem Sand, ein Landstrich wie von einem anderen Planeten. Aber die Pinnacles Desert ist gut besucht. Und falls es zu warm wird: Zu Stränden wie Hangover Bay und Thirsty Point in der nächstgelegen Stadt Cervantes ist es nicht weit.
Unter Mini-Kängurus – Zu Besuch auf Rottnest Island
Perth-Reisende schippern per Fähre oft zur vorgelagerten Rottnest Island. Der Grund: Hier lebt die größte Population von Quokkas – Mini-Kängurus in Hauskatzengröße – die vor allem im Hauptort umherhoppeln, ewig zu lächeln scheinen und es zum Internet-Meme gebracht haben. Für ein Selfie mit den Tierchen kriechen Touristen am Boden herum. Der niederländische Seefahrer de Vlamingh indes hielt das Quokka für eine große Ratte und benannte die Insel „Rotte nest“, zu deutsch Rattennest. „Es ist ein endloser Kampf“, sagt Ranger Kane Fondacaro über das Unterfangen, die Touristen davon abzuhalten, die wilden Tiere zu streicheln oder zu füttern.
Bessere Aktion: die elf Kilometer lange Insel zwischen Salzseen und felsigen Buchten per Rad erkunden. Guide Laura Holmes dirigiert im Sattel bis ans andere Inselende, wo man die Sandbuchten am Indischen Ozean oft für sich allein hat: „Das ist das Schönste“, schwärmt sie.
Grüne Lunge – Aboriginal-Tour in Perths Kings Park
Am Anfang der Tour durch einen der größten Stadtparks der Welt zeigt Guide Steven Jacobs, wie man Boomerang wirft. Doch der Wurfstock kommt nicht zurück und bleibt verschwunden. Und ja, würden Menschen wie Jacobs vom Stamm der Whadjuk-Noongar nicht von ihr erzählen, wäre wohl auch die Geschichte der örtlichen Aborigines in Vergessenheit geraten.
Der Kings Park wirkt auf den ersten Blick wie ein angelegtes Stück städtischen Grüns. Doch die spirituelle Bedeutung für die Ureinwohner ist groß: Hier jagten sie über Jahrtausende, und wo heute auf getrimmtem Rasen vor einem Fontänenteich gepicknickt wird, brachten die Frauen Kinder zur Welt.
Der Blick vom Berg Eliza auf Skyline und Fluss ist grandios. Und man lernt: Es war die mythische Schlange Wagyl aus der Traumzeit der Aborigines, die den Swan River erschuf.
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