Fahrbericht: Polestar 3 – Große Ambitionen
3 min
Die Messlatte ist hoch angelegt. Der neue Polestar 3 soll niemand Geringerem als dem Porsche Cayenne Kunden abjagen. Der Auftritt des 4,90 Meter langen rein elektrischen SUV aus Schweden ist daher nicht minder selbstbewusst. Die Formensprache mit abfallender Dachlinie und wuchtigen Rädern versprüht Souveränität; die T-förmigen LED-Scheinwerfer deuten eine Verwandtschaft zum Mutterhaus Volvo an.
Motoren mit über 500 PS
Drei Motoren stehen zur Wahl. Ausschließlich mit Heckantrieb erhältlich ist die Basisversion mit 220 kW/299 PS. Die stärkeren Varianten mit 360 kW/489 PS und 380 kW/517 PS verfügen über Allradantrieb. Die beiden Versionen mit Vierradantrieb besitzen je einen E-Motor vorn und hinten. Aus Effizienzgründen kann der Heckmotor automatisch entkoppelt werden, was die Reichweite erhöhen soll.
Alltagstaugliche Reichweite
Dank eines 111 kWh großen Akkus kommt man mit der schwächsten Antriebsversion alltagstaugliche 706 Kilometer weit; fast 150 Kilometer weniger sind es mit der stärksten. Geht es zum Laden an den Schnelllader, lässt sich der Akku mit einer Spitzenladeleistung von bis zu 250 kW innerhalb von 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent nachfüllen.
Ausreichend Kraft
Und wie ist der Fahreindruck? Das Fahrwerk ist dank serienmäßiger adaptiver Luftfederung je nach Modus komfortabel bis straff ausgelegt. Unser Testwagen in der stärksten Ausbaustufe verfügte in jeder Lebenslage über ausreichende Kraftreserven. Trotz serienmäßiger Traktionskontrolle gilt es bei feuchten Bedingungen aber bedächtig mit dem Fahrpedal umzugehen. Bei einem maximalen Drehmoment von strammen 910 Newtonmetern drehen die Räder wie beim Kavalierstart beim Anfahren auf nasser Straße schon mal durch. Preislich liegt die Messlatte ebenfalls hoch: Mindestens 78.590 Euro sind für die Single-Motor-Variante fällig. Die Top-Version kommt auf 92.190 Euro**.
Technische Daten Polestar 3
| Motoren | Elektro: 220 kW/299 PS, 490 Nm; 360 kW/489 PS, 840 Nm (Allrad); 380 kW/517 PS, 910 Nm (Allrad) |
| Antrieb, Getriebe | Heck/Allrad, Eingang automatisch |
| 0–100 km/h, Spitze: | 4,7 und 7,8 s, 180–210 km/h |
| Norm-/Testverbrauch: | 18,9–22,1 kWh, 0 g CO2/km lokal* (WLTP) |
| Länge x Breite x Höhe: | 4,90 x 1,97/2,12 x 1,61 m |
| Radstand, Wendekreis: | 2,99 m, 11,8 m |
| Kofferraum: | 484–1.411 l |
| Leergewicht, Zuladung: | 2.575–2.584, 285–496 kg |
| Anhängelast: | 2.200 kg |
| Stützlast/Dachlast: | 100, 100 kg |
| Akkukapazität, Reichweite: | 107 (netto)/111 (brutto) kWh, 560–706 km (WLTP) |
| Preis: | ab 78.590 € |
* entspricht 72 und 84 g CO2/km gemäß CO2-Emissionsfaktor im dt. Strommix 2023 geschätzt lt. Umweltbundesamt: 380 g CO2/kWh
** abzgl. zeitlich begrenztem Einführungsrabatt in Höhe von 4000 Euro bis vsl. 31.12.2024.
Das könnte Sie auch interessieren
-
Test- und Fahrberichte Fahrbericht: Suzuki eVitara – Wie gut ist das erste reine E-Auto der Marke?
Dezentes Tuning, straffes Fahrwerk, kraftvoller E-Motor. Der neue Opel Mokka GSE liefert ab, auf der Straße wie auf der Rennstrecke.
-
Test- und Fahrberichte Fahrbericht: Opel Mokka GSE – Wolf im Schafspelz
Dezentes Tuning, straffes Fahrwerk, kraftvoller E-Motor. Der neue Opel Mokka GSE liefert ab, auf der Straße wie auf der Rennstrecke.
-
Test- und Fahrberichte Fahrbericht: Damit will der Toyota bZ4X nach dem Facelift punkten
Die neue Version des Toyota bZ4X ist mehr als ein Facelift. Darum macht das japanische SUV nach der Überarbeitung Lust auf Elektromobilität.
-
Test- und Fahrberichte Fahrbericht: Renault Clio – Mit neuem Gesicht
Was bietet der neue Renault Clio 2026? Fahrbericht zum Vollhybrid mit 158 PS. Verbrauch, Bedienung, Abmessungen und Preise im Überblick.
-
Test- und Fahrberichte Fahrbericht: Kia K4 – Was der Ceed-Nachfolger besser macht
Mit dem neuen K4 bringt Kia einen modernen Kompaktwagen an den Start, der den Ceed ablöst. Vier Turbobenziner, viel Platz und umfangreiche Ausstattung sollen ihn im hart umkämpften Kompaktsegment nach vorne bringen. Bei der ersten Begegnung zeigt der K4 Stärken – aber auch Schwächen.
-
Test- und Fahrberichte Fahrbericht: Honda Prelude – Comeback mit Vollhybrid-Power
Nach fast 25 Jahren feiert das Honda-Prelude-Sportcoupé sein Comeback: mit starkem Vollhybrid und sattem Drehmoment.
ARCD-Newsletter
Bleiben Sie immer informiert!
Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten Sie informative Beiträge und hilfreiche Tipps rund um Mobilität und Reise direkt in Ihr Postfach.
Außerdem warten attraktive Aktionen und Gewinnspiele auf Sie.
Wir freuen uns darauf, Sie als Abonnenten willkommen zu heißen!