Marco Lunz auf dem Phadeng Peak bestiegen, wo sich eine  beeindruckende Aussicht auf die Stadt Nong Khiaw in Laos bietet.

Das Glück des Reisens: Mit dem Rucksack durch Südostasien

3 min

06.10.2026Jessica Blank

Wenig Gepäck, keine festen Pläne: ARCD-Mitarbeiter Marco Lunz reist sechs Monate durch Südostasien und findet Glück in Freiheit, Begegnungen und neuen Erfahrungen.

Ihr Browser unterstützt keine SVGs.

ARCD bei Google bevorzugen


Mit viel Liebe zum Detail packt er mit seinen Kollegen täglich zahlreiche Urlaubspakete für die ARCD-Mitglieder. Marco Lunz ist selbst ein leidenschaftlicher Reisemensch, der seine Detailverliebtheit auch bei seinen privaten Urlauben auslebt. Was viele nach der Schule machen, trieb den 26-Jährigen nach knapp zehn Jahren im ARCD um, wo er auch seine Ausbildung absolviert hat. „Man fühlt sich irgendwann reif für so eine längere Reise. Nicht nur zwei, drei Wochen, sondern auch eine andere Art des Reisens zu entdecken“, erzählt Marco Lunz. Und so beantragte er ein Sabbatical, eine Auszeit für sechs Monate.

 

Der Kung Su Wasserfall in Laos.
Der Kung Su Wasserfall in Laos.

Sabbatical in Südostasien: 
Reisen ohne festen Plan

Er machte sich grobe Pläne, aber bei Weitem nicht so durchdacht, wie er üblicherweise seine Reisen angeht. Ein neuer Backpack, Flüge, Reiseversicherung, Krankenversicherung, Visa. Ein paar Reiseführer wälzen, die er Tag für Tag in der Touristikabteilung vor Augen hat, und ein bisschen Recherche auf Social Media. Mehr nicht. Im November hob Marco Lunz das erste Mal ab – nach Sri Lanka. Nur für ein paar Wochen, denn über Weihnachten und Silvester wollte er wieder zu Hause sein. Danach ging es weiter nach Thailand, ein „klassisches Backpacker-Ziel“, wie er sagt. Schnell gewöhnte sich Marco Lunz an die Flexibilität und die Freiheit, die so eine Langzeit-Reise mitbringt. 

„Wenn du drei Tage länger bleiben möchtest, gehst du zur Rezeption und sagst, du willst drei Tage länger bleiben. Und dann bleibst du drei Tage länger“, erzählt er und lacht. In den Hostels, die er hauptsächlich gebucht hatte, ist das ganz üblich. Eine Sache, die er von seinen „normalen Reisen“ auch nicht kannte: „Man stumpft irgendwann ab. Ich habe 15 Wasserfälle gesehen, aber der 16. ist dann nicht mehr ganz so interessant, weil der zweite schöner war als der 16.“ So ging es ihm in Südostasien auch mit Tempeln, die ein echtes Highlight waren und die er am Anfang seiner Reise sicher alle angesehen hätte. „Aber am Ende selektierst du dann schon ordentlich.“

 

Motorräder fahren auf dem Ha Giang Loop in Vietnam.
BU: Ein besonderes Highlight war der Ha Giang Loop: Die Motorrad-Rundreise führte über steile Bergpässe und durch Reis-Terrassen im äußersten Norden von Vietnam. Foto: Marco Lunz

Das Glück des Reisens: 
Begegnungen in Südostasien

Doch manche Glücksmomente wird Marco Lunz nie vergessen: „Die Menschen, die trotz ihres vergleichsweise wenigen Reichtums einfach total nett, aufgeschlossen und glücklich sind, mit dem was sie haben.“ Allgemein waren es die Menschen, die der ARCD-Touristiker auf seiner Reise kennengelernt hatte, die ihm nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind. So hat er in Vietnam eine viertägige Motorradtour auf dem berühmten Ha Giang Loop mit einer coolen Truppe gemacht. „Das hatte ich als Highlight gar nicht so auf dem Schirm, aber das war wirklich krass.“ 

Elefanten in der Nähe von Chiang Mai in Thailand.
Elefanten konnte der ARCD-Touristiker auch in der Nähe der Stadt Chiang Mai in Thailand beobachten. Foto: Marco Lunz

Oder als er im Khao Sok Nationalpark in Thailand hoffte, wilde Elefanten beobachten zu können und sich an den Film Avatar erinnert fühlte. „Das war auch wirklich so eine Dankbarkeit, die ich da verspürt habe, weil ich weiß, dass das nicht so viele Leute erleben dürfen“, erzählt Marco Lunz. Manchmal könne er es gar nicht in Worte fassen, was er erlebt habe. „Wenn mich Leute fragen, wie die Reise war, kann ich sagen: Ich erzähle dir mal zwei Tage lang, wie ich das fand“, meint er mit einem Grinsen im Gesicht. Aber es gab auch Momente der Einsamkeit. Deswegen sei es schön gewesen, als immer mal wieder Freunde aus der Heimat kamen und einen Teil der Reise mit ihm erlebten. 

Das Glück liegt manchmal auch zu Hause

Wenn heute jemand in der ARCD-Touristik anruft und ein Urlaubspaket zu Laos, Vietnam, Thailand oder Sri Lanka bestellt, freut sich Marco Lunz auf den Austausch und teilt gerne ein paar Tipps. „In Vietnam gibt es eine einzige Bank, bei der man als Tourist kostenlos Geld abheben kann“, ist einer seiner Geheimtipps. Oder dass das Schienennetz in Laos wirklich makellos ist – im Vergleich zu den maroden Straßen. Da kommt dann doch wieder die Detailverliebtheit zu Tage, die er gerne an die ARCD-Mitglieder weitergibt – und auch für seine eigenen kurzen Reisen wieder ausleben wird. 

Etwa nach drei Monaten seines Sabbaticals fühlte sich Marco Lunz so zufrieden, dass es für ihn auch jederzeit in Ordnung gewesen wäre, nach Hause zu fliegen. „Man lernt viele Dinge zu Hause irgendwo zu schätzen. Den Tagesablauf, aber auch die Infrastruktur, dass man einfach Wasser aus der Leitung trinken kann…“ Denn so schön das Reisen auch sein mag, manchmal liegt das Glück auch ganz nah: zu Hause.

 

Autorin Jessica Blank.

„Ich denke oft an meine längste Reise nach Neuseeland zurück. Ich finde, das Glück des Reisens sind die Menschen vor Ort. “

Jessica Blank

Das könnte Sie auch interessieren

Kategorien