Classic Car am Rand einer Straße mit Route-66-Symbol auf dem Asphalt.

100 Jahre Route 66: Die schönsten Sehenswürdigkeiten und Stopps

3 min

26.09.2026Simone Eber

Die legendäre „Mother Road“ lädt zum Roadtrip durch acht US-Bundesstaaten ein. Entdecken Sie historische Museen, kuriose Attraktionen, Kult-Diner und besondere Hotels entlang der Strecke, die 2026 seit 100 Jahren besteht.

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Route 66: 100 Jahre Geschichte und Roadtrip-Kult

Am 11. November 2026 feiert die Route 66 rundes Jubiläum. Dann ist es genau 100 Jahre her, dass die heutige Kultstrecke als U.S. Highway 66 eröffnet wurde. Die 3.945 Kilometer lange Straße verband Chicago mit Santa Monica und durchquerte dabei acht Staaten: Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, New Mexico, Arizona und Kalifornien. 

Die historische „Mother Road“ war eine der ersten durchgehend befestigten Straßenverbindungen zur Westküste. Heute sind noch 85 Prozent der Route 66 befahrbar. Auch wenn der Fernverkehr von Ost nach West seit den 1990er-Jahren komplett über die Interstates verläuft, hat die Pionierstrecke nichts von ihrer Faszination eingebüßt.

Die besten Sehenswürdigkeiten entlang der Route 66

Wir blicken auf Highlights, die ein Jahrhundert nach ihrer Eröffnung dazu einladen, an der Route 66 Halt zu machen. Entlang der Route gibt es eine Vielzahl von Museen und Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Auch kulinarische Raritäten und besondere Hotels tragen zum ganz besonderen Roadtrip-Feeling bei, für das die Kultstrecke so berühmt ist. 

 

Backsteinmauer mit Symbol der Route 66 im Route 66 Hall of Fame and Museum in Pontiac, Illinois.
In Pontiac, Illinois ist das Route 66 Hall of Fame and Museum mit seinem Wandgemälde einen Stopp wert. Foto: Brand USA

Route 66 in Illinois und Missouri: Museen und kuriose Fotospots

In Pontiac, Illinois, gibt das Route 66 Hall of Fame and Museum Einblicke in die Geschichte der legendären Straße. Besucher können hier originale Erinnerungsstücke bestaunen und sich vor dem „Route 66“-Wandgemälde fotografieren lassen.

Zwei Männer stehen vor einem Wandgemälde, das den Streckenverlauf der Route 66 darstellt.
Im Mural Park in Joplin, Missouri gibt das Wandgemälde „The American Ribbon“ einen guten Überblick über den Verlauf der Route 66. Foto: www.AmonFocus.com

Einen ähnlich beliebten Fotostopp hat der Route 66 Mural Park in Joplin, Missouri zu bieten: Die markante Wandgestaltung zeigt eine Karte der historischen Route 66 von Chicago bis Santa Monica. Der rote, dreidimensionale Sportwagen ist ein charakteristisches Element des Kunstwerks mit dem Titel „The American Ribbon“. Die Mauer befindet sich an der ehemaligen Pearl-Brothers-Hardwarehandlung nahe der Kreuzung 7th Street und Main Street.

Außerdem ist Missouri für seine überdimensionalen, skurrilen Sehenswürdigkeiten bekannt. Vom einst „größten Schaukelstuhl der Welt“ (fast 13 Meter hoch) in der Nähe von Cuba bis zur „zweitgrößten Gabel der Welt“ in Springfield ist der Staat gespickt mit Kuriositäten.

 

Blick auf weiße Bogenbrücke, die sich über einen Fluss spannt.
Die Marsh Arch Bridge in der Nähe von Galena, Kansas aus den 1920er-Jahren ist ein frühes Beispiel für Stahlbetonbrücken in den USA. Foto: stock.adobe.com/© Danielle

Route 66 in Kansas und Oklahoma: Geschichte und Nostalgie

Obwohl der Abschnitt der berühmten Straße in Kansas mit rund 21 Kilometern relativ kurz ist, beherbergt er einige geschichtsträchtige Orte: Die historische, aus Stahlbeton gefertigte Marsh Arch Bridge (Rainbow Bridge) ist ein Stück ästhetischer Ingenieursgeschichte, entstanden in der Ära der Holzbrücken und geschaffen vom Pionier des Stahlbetonbrückenbaus in den USA, James Barney Marsh. Das Baxter Springs Heritage Center & Museum bildet die vielschichtige US-Geschichte übertragen auf engem, lokalem Raum ab.

Blick auf ein Route-66-Museum mit Neonschriftzug und Classic Cars im und vor dem Museum.
Das Oklahoma Route 66 Museum in Clinton erzählt die Geschichte der Straße und der Menschen, die sie bereisten. Foto: Lori Duckworth/Oklahoma Tourism

Das Oklahoma Route 66 Museum in Clinton nimmt Besucher mit auf eine Zeitreise und erzählt die Geschichte der Straße, ihrer Gründung und der Ära der Dust Bowl, als Dürren und Staubstürme den Menschen in den Prärien zu schaffen machten und sie auf der Suche nach einem neuen Zuhause und besserem Leben der Route folgten. 

In Luther erweckt die Threatt Filling Station Geschichte zum Leben. Die 1915 erbaute Tankstelle war ein Zufluchtsort für farbige Reisende entlang der Mother Road. 2021 wurde sie in die Liste der am stärksten gefährdeten Orte des National Trust for Historic Preservation aufgenommen und erlangte seitdem mehr Beachtung. 

Ein Stopp ganz anderen Charakters findet sich in Catoosa. Dort zieht das Wahrzeichen Blue Whale seit Jahrzehnten Besucher an und ist ein beliebter Picknickort für Familien.

 

Mit bunten Graffiti besprühte Cadillacs in einer Reihe ragen aus einem wüstenhaften Boden.
Bei Amarillo in Texas findet sich die Kunstinstallation „Cadillac Ranch“. Foto: Benjamin Stafford Day ©2016

Route 66 in Texas und New Mexico: Cadillac Ranch und Oldtimer

In Texas ist die ikonische Kunstinstallation Cadillac Ranch nahe Amarillo einen Abstecher wert. Das Route 66 Auto Museum in Santa Rosa, New Mexico, zeigt eine Sammlung von Oldtimern und Erinnerungsstücken.

Ebenfalls in New Mexico findet sich das West Central Route 66 Visitor Center. Auf über 2.000 Quadratmetern bietet es in Albuquerque ein Museum, Amphitheater, Neonschilder-Sammlungen und im Außenbereich ein provisorisches Autokino, Autoausstellungen sowie Pop-up-Stände von Kunsthandwerkern. 

Route 66 in Arizona: Nationalpark und Musikgeschichte

In Arizona liegt der Petrified Forest National Park – der einzige Nationalpark, durch den ein Abschnitt der Route 66 verläuft. Der Bundesstaat hat auch seine skurrilen Attraktionen am Straßenrand: Im Jack Rabbit Trading Post in Joseph City können Besucher ein großes Glasfaserkaninchen bestaunen. Ebenfalls sehenswert sind die Stadt Winslow, die in dem bekannten Eagles-Song „Take It Easy“ verewigt wurde, und Kingman, wo sich das Arizona Route 66 Museum und das Route 66 Electric Vehicle Museum befinden.

 

Blick auf den Santa Monika Pier bei Dunkelheit mit dem „End of the Trail“-Schild der Route 66 im Mittelpunkt.
Am Santa Monica Pier in Kalifornien wird das Ende der Route 66 offiziell mit einem Schild ausgewiesen. Foto: Brand USA

Route 66 in Kalifornien: Von der Wüste zum Santa Monica Pier

Am Ende der Route in Kalifornien wartet das berühmte Santa Monica Pier mit seinem „End of the Trail“-Schild – ein beliebter Fotospot mit Blick auf den Pazifik. Doch bevor man sich dorthin begibt, laden das McDonald's-Museum in San Bernardino am Standort der ersten Filiale des Burger-Imperiums sowie Elmer’s Bottle Tree Ranch in der Mojave-Wüste zu einem Halt ein.

Essen an der Route 66: 
Kulinarische Klassiker und Kult-Diner

Chicago, Illinois

Blick auf Restaurant-Schild in einem Straßenzug mit Hochhäusern, Glasfronten und Backstein-Architektur.

In Chicago, Illinois, steht das Lou Mitchell’s, ein traditionsreiches Diner aus dem Jahr 1923. Das Restaurant wurde noch vor der berühmten Route 66 eröffnet. Bei seiner Eröffnung war es das erste Restaurant in Chicago, das ganztägig Frühstück anbot. Donuts sind das Markenzeichen des Diners – und jeder Gast bekommt einen Leckerbissen, sobald er das Lokal betritt.

Foto: stock.adobe.com/© StockPhotoAstur

 

Tulsa, Oklahoma

In Tulsa, Oklahoma, erwartet Besucher das Mother Road Market – die einzige gemeinnützige Food Hall des Bundesstaats – mit internationalen Spezialitäten, unter anderem aus Afrika, Japan und Brasilien. Ein Klassiker ist das 1939 eröffnete Rock Café in Stroud, Oklahoma, betrieben von Dawn Welch – der realen Vorlage für die Figur Sally im Pixar-Film „Cars“.

 

Seligman, Arizona

Blick auf ein Burger-Restaurant am Rand einer Straße mit bunten Schildern, Möbeln und Classic Cars.

In Seligman, Arizona, hat das nostalgische Delgadillo’s Snow Cap Drive-In Kultstatus erreicht. Mit einfachen Gerichten wie einem Hähnchensandwich oder einem Milchshake kann man in diesem traditionsreichen Lokal nichts falsch machen.

Foto: stock.adobe.com/© John N

Victorville, Kalifornien

In Victorville, Kalifornien, bietet Emma Jean’s Holland Burger Café Rezepte von Emma Jean, die heute von ihrem Sohn und ihrer Tochter zubereitet werden. Die einfachen, aber leckeren Speisen sind überall bekannt.

Santa Monica Pier

Am offiziellen Ende der Route 66 am Santa Monica Pier liegt Mel’s Drive In. Das nostalgische Restaurant in einem historischen Gebäude aus den 1950er-Jahren an der Kreuzung Lincoln und Olympic Boulevards fängt die Essenz der „Route 66“-Diner-Kultur mit einem farbenfrohen California-66-Wandgemälde auf dem Parkplatz, einer Vielzahl von Road-Trip-Erinnerungsstücken und einem Route-66-Mosaik am Eingang des Restaurants ein.

 

Route-66-Hotels: Übernachten zwischen Retro und Luxus

Oklahoma City

In Oklahoma City lädt das Colcord Hotel – einst im ersten Hochhaus der Stadt integriert – zu einer stilvollen Zeitreise ein. Das historische Gebäude von 1910 vereint Eleganz des frühen 20. Jahrhunderts mit modernem Komfort. Das Hotel gehört zur Curio Collection by Hilton, aber die Unterschrift von Mrs. Colcord, der Ehefrau des einstigen Erbauers des Wolkenkratzers, verewigt als Neon-Schild auf dem Dach des Gebäudes, spiegelt den seinerzeit unabhängigen Geist wider. 
Ganz in der Nähe bietet das The National, Autograph Collection Luxus pur in einem kunstvoll restaurierten First-National-Bank-Gebäude aus dem Jahr 1931 – einem der architektonischen Wahrzeichen der Stadt. Originale Elemente wie Wandmalereien, Tresortüren, Steinsäulen und Schalterfenster wurden erhalten und lassen die ehrgeizige Geschichte Oklahomas lebendig werden.

 

Tulsa, Oklahoma

In Tulsa, Oklahoma  punktet das Campbell Hotel mit thematischen Zimmern – ob im nach dem Musiker benannten Leon Russell Room, im Art Deco Room oder im Oil Barons Room – Gäste genießen ein besonderes Flair in diesem restaurierten Gebäude im spanischen Kolonialstil.

Amarillo, Texas

In Amarillo, Texas, empfängt das Barfield, Autograph Collection seine Gäste mit exklusivem Interieur, luxuriösen Details und einem Mix aus Southern Hospitality und architektonischem Erbe – in einem über 100 Jahre alten Gebäude an der Route 66.

 

Flagstaff, Arizona

In Flagstaff, Arizona steht das Americana Motor Hotel, nur 1,5 Autostunden vom Grand Canyon und dem Petrified Forest National Park entfernt. Das retro-futuristische Anwesen verfügt über 89 kunstvolle Zimmer mit Designelementen wie Kopfenden, die von Skibekleidung aus den 1970er-Jahren inspiriert sind. Weitere Besonderheiten: ein ganzjährig beheizter Pool, Feuerstellen, Teleskope für die Sternenbeobachtung, Leihfahrräder für Ausflüge, Ladestationen für Elektroautos, ein eingezäunter „Barkyard” für Reisende mit Haustieren und mexikanische Küche im Sinaloa-Stil. 

 

Arizona, in Holbrook

Im Hintergrund eine Siedlung mit Tipis, im Vordergrund Classic Cars.

Ebenfalls in Arizona, in Holbrook, empfängt das Wigwam Motel seine Gäste. Sie können wie einst die Ureinwohner dieser Gegend in Tipis übernachten. Allerdings sind diese aus Stein. Das Motel ist im National Register of Historic Places aufgeführt.

Foto: Copyright frei 

Santa Monica

In Santa Monica lässt sich die Fahrt entlang der Route 66 mit einem Hotelaufenthalt stilvoll abschließen. In unmittelbarer Nähe der Route liegen unter anderem das The Pierside Hotel nahe dem „End of the Trail“-Schild, das moderne Gateway Hotel am Santa Monica Boulevard sowie das Santa Monica Hotel unweit des offiziellen Endpunkts. 
Weitere Optionen sind das Days Inn by Wyndham Santa Monica und das Comfort Inn Santa Monica–West Los Angeles. Für Liebhaber klassischer kalifornischer Eleganz bieten sich historische Hotels an: das Georgian Hotel aus dem Jahr 1933 im Art-Deco-Stil, das Fairmont Miramar Hotel & Bungalowsmit Geschichte seit 1921 sowie das Hotel Casa del Mar, das 1926 eröffnet wurde und heute luxuriösen Komfort mit Meerblick vereint. 

 

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