Ladungssicherung auf dem Fahrrad: Mit diesen 5 Tipps klappt der Alltagstransport
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Zulässiges Gesamtgewicht und Zuladung checken
- Für Fahrräder schreibt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) kein spezifisches Beladungslimit vor. Gerade bei Lastenrädern kann dieses recht unterschiedlich ausfallen.
- Grundsätzlich gilt: Das maximal zulässige Gesamtgewicht sollte nicht überschritten werden. Zu finden ist diese Angabe meist in der Betriebsanleitung. Die maximal erlaubte Zuladung errechnet sich, indem das Gewicht des Rades und des Fahrers vom zulässigen Gesamtgewicht abgezogen werden.
- Gerade bei Lastenrädern sollten Radler auf das Beladungslimit der einzelnen Cargomodule – egal ob vorn, hinten, in der Mitte oder in einer Cargobox – achten.
- Auch bei Fahrradanhängern gibt es Begrenzungen, was die Zuladung angeht.
Ladungsschwerpunkt und Lastverteilung
- Die Ladung sollte so tief wie technisch möglich über dem Boden positioniert sein. Das gilt besonders für Lastenräder mit Ladeflächen in verschiedenen Höhen.
- Die schweren Frachten werden nach unten gepackt, die leichteren nach oben.
- Lässt sich die Ladung aufteilen, ist es am besten, sie auf verschiedene Laderäume zu verteilen. Beim Bikepacking fahren sich viele kleinere Taschen angenehmer als eine voll beladene Gepäcktasche.
- Wer häufiger Stückgut im Anhänger oder einer Cargobox transportiert, sollte einen rutschfesten Untergrund im Zweifel nachrüsten.
- Bei Cargobikes, die über eine vordere Bordwand verfügen, sollte die Ladung direkt dagegen platziert werden, um die Bremskräfte aufzufangen.
- Wenn möglich, sollte so beladen werden, dass keine Lücken zwischen den Stückgütern und der Laderaumbegrenzung bleiben. Zur Not mit Füllmaterial arbeiten.
Befestigung und Verstauen
- Beim Befestigungsmaterial darauf achten, dass es vollständig intakt ist. Kleinste Beschädigungen können bei Belastung zum Riss führen. So kann sich die Ladung ruckartig in Bewegung setzen und das Fahrrad aus der Balance bringen.
- Verzurrpunkte richtig wählen: Nur dafür vorgesehene Ösen oder den Hauptrahmen nutzen, denn nicht jede Strebe ist für die Befestigung der Ladung geeignet.
- Wenn möglich, Zwischenräume zwischen Ladung und Laderaumbegrenzung vermeiden, um Reibung zwischen Fracht und Fahrzeug zu erzeugen. Das gilt übrigens auch für den Inhalt von kleineren Transportboxen. Je weniger die Ladung rutschen kann, desto sicherer der Transport auf dem Fahrrad.
- Die Fixierung in Fahrtrichtung ist die wichtigste, deswegen wird der erste Gurt oder Expander längs angebracht, die Last sollte unmittelbar hinter dem vorderen Zurrpunkt sitzen.
- Eine zweite Gurtung erfolgt quer zur Fahrtrichtung mittig über der Ladung. Die Zurrpunkte sollten nah an den Kanten sitzen, damit die Gurte möglichst senkrecht nach unten verlaufen.
- Diagonale Verspannung ist bei kompakten, schweren Gütern nicht optimal.
- Wie fest man die Ladung verzurrt, hängt von Gewicht, Oberfläche und Stabilität ab. Bei stabilen Kisten sollte sich der Spanngurt per Hand maximal noch um 180 Grad drehen lassen, für einen Karton kann das aber schon zu viel sein.
Was man nicht mit dem Fahrrad transportieren sollte
- Mehr als 70 bis 80 Kilogramm Zuladung auf dem Fahrrad zu transportieren, wird vermutlich anstrengend und wackelig.
- Gegenstände, die deutlich über das Fahrrad, den Anhänger oder die Cargobox hinausstehen, sollten nicht transportiert werden, um andere nicht zu gefährden.
- Lässt es sich nicht vermeiden, einen sperrigen Gegenstand zu transportieren, sollte die herausragende Ladung mit einem roten oder orangefarbenen Tuch oder einer Lichtquelle gekennzeichnet werden.
- Kanister, Eimer oder Fässer, die nicht vollständig gefüllt sind, lassen sich schwer transportieren. Selbst gut verzurrt, können sie die Fahrstabilität durch ihren schwappenden Inhalt beeinträchtigen.
Diese Hilfsmittel sind praktisch bei Ladungssicherung und Transport
- Spanngurte, die sich festzurren lassen.
- Seile
- Gummiexpander mit Haken
- Gepäcktaschen
- Stabile Kisten oder Euroboxen mit Deckel
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