Richtig vor Sonne schützen: So gelingt sicherer UV-Schutz im Urlaub
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Hoher Lichtschutzfaktor allein reicht nicht aus
Viele Urlauber verlassen sich auf Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) – tragen jedoch zu wenig auf oder cremen zu selten nach. Das CRM Centrum für Reisemedizin weist darauf hin, dass wirksamer UV-Schutz vor allem von der richtigen Anwendung abhängt.
Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie lange sich die natürliche Eigenschutzzeit der Haut theoretisch verlängert. Wie empfindlich die Haut auf UV-Strahlung reagiert, hängt dabei auch vom individuellen Hauttyp ab. Besonders Menschen mit heller Haut benötigen konsequenten Schutz.
„LSF 50 nützt wenig, wenn Sonnencreme zu sparsam aufgetragen oder nach dem Baden nicht erneuert wird“, erklärt Professor Dr. med. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM Centrum für Reisemedizin.
Die richtige Menge ist entscheidend
Für einen zuverlässigen Schutz empfehlen Experten rund drei bis vier Esslöffel Sonnencreme pro Anwendung bei Erwachsenen. Zudem sollte die Creme etwa 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden.
Wichtig ist außerdem regelmäßiges Nachcremen – insbesondere nach dem Baden, Schwitzen oder Abtrocknen. Dabei gilt: Nachcremen verlängert die Schutzzeit nicht unbegrenzt, sondern erhält den Schutz lediglich aufrecht.
„Wasserfest“ bedeutet nicht dauerhaft geschützt
Viele Verbraucher missverstehen die Kennzeichnung „wasserfest“. Sie bedeutet lediglich, dass nach dem Schwimmen noch ein Teil des ursprünglichen Schutzes erhalten bleibt. Regelmäßiges Nachcremen bleibt deshalb unverzichtbar – auch bei wasserfesten Produkten.
UV-Strahlung wird häufig unterschätzt
Auch bei Wolken oder Wind besteht ein hohes Risiko für Sonnenbrand. Laut CRM gelangen selbst bei bewölktem Himmel noch große Teile der UV-Strahlung zur Erdoberfläche. In den Bergen steigt die UV-Belastung zusätzlich deutlich an.
Besonders am Meer oder in höheren Lagen empfiehlt Tomas Jelinek deshalb mindestens LSF 50. Kühlere Temperaturen oder Wind dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, wie intensiv die Sonneneinstrahlung tatsächlich ist.
Alte Sonnencreme besser ersetzen
Viele Reisende verwenden angebrochene Sonnencremes aus dem Vorjahr weiter. Doch Hitze und lange Lagerung können die UV-Filter verändern und die Schutzwirkung beeinträchtigen. Abgelaufene oder lange geöffnete Produkte sollten daher besser ersetzt werden, um einen zuverlässigen Schutz sicherzustellen.
Sonnen- und Mückenschutz richtig kombinieren
Wer zusätzlich Mückenschutz verwendet, sollte auf die richtige Reihenfolge achten: Zunächst Sonnencreme auftragen und etwa 15 bis 20 Minuten einziehen lassen, erst danach Mückenschutz verwenden. Andernfalls kann die Schutzwirkung der Sonnencreme beeinträchtigt werden.
Sonnenschutz besteht aus mehreren Bausteinen
Ein wirksamer UV-Schutz besteht nicht nur aus Sonnencreme. Das CRM Centrum für Reisemedizinempfiehlt zusätzlich schützende Kleidung, Sonnenbrille, Kopfbedeckung sowie das Meiden intensiver Mittagssonne.
„Sonnenschutz ist auf Reisen keine Nebensache, sondern ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge“, betont Tomas Jelinek.
Checkliste: Sonnenschutz auf Reisen – so geht‘s
- Mindestens LSF 30, bei intensiver Sonne besser LSF 50 verwenden
- Sonnencreme etwa 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne auftragen
- Ausreichend eincremen: Erwachsene benötigen etwa drei bis vier Esslöffel pro Anwendung
- Nach dem Baden, Schwitzen oder Abtrocknen regelmäßig nachcremen
- Auch bei Wolken, Wind und in den Bergen an UV-Schutz denken
- Zusätzlich Hut, Sonnenbrille und möglichst dicht gewebte Kleidung tragen
- Angebrochene Sonnencremes aus dem Vorjahr besser ersetzen
- Sonnencreme zuerst auftragen, Mückenschutz erst danach verwenden
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