Zero XE Freisteller vor weißem Hintergrund.

Zero XE im Test: Leichtes E-Motorrad überzeugt mit Preis und Fahrspaß

3 min

14.04.2026Andy Schwietzer

E-Motorräder sind selten, bieten aber klare Vorteile im Alltag. Die leichte Zero XE zeigt im Test, wie wartungsarm, leise und praxisnah elektrisches Fahren in Stadt und Gelände sein kann – trotz begrenzter Reichweite.
 

Batterieelektrisch angetriebene Motorräder sind nicht nur absolut, sondern auch prozentual weiße Raben im Zweiradbestand – also ausgesprochen selten. Dabei gibt es Einsatzmöglichkeiten, bei denen die Stromer echte Vorteile haben. Viele konventionelle Motorräder werden nur von Zeit zu Zeit gefahren und stehen meist herum. Oft sind dann Starterbatterien leer oder „umgekippter“ Kraftstoff verursacht in Tank, Vergaser oder Einspritzanlage Ärger und Schäden. 

Vorteile von E-Motorrädern: Wartungsarm, leise und alltagstauglich

Bei einem E-Motorrad reichen die Luftdruckkontrolle und der Wechsel der Bremsflüssigkeit als Pflege aus. Schalten und Kuppeln entfallen, was Novizen den Stadtverkehr und das Geländefahren erleichtert. Egal, wo man fährt, ob in der City oder in der Kiesgrube: Keine direkten Emissionen und der Verzicht auf Motorgeräusche sorgen für hohe Akzeptanz. Auch beim Transport im Auto müffelt kein Benzin. Und wenn das elektrische Motorrad liegt, läuft nichts aus.

Zero XE im Test: Leichtes Elektromotorrad mit attraktivem Preis

Im Frühjahr 2026 ist das Angebot an E-Motorrädern noch überschaubar. Interessenten dürfen hauptsächlich wählen zwischen city-tauglichen Maschinen oder recht teuren Bikes in Vollfettstufe. Elektromotorrad-Pionier Zero aus den USA – Marktführer bei elektrischen Motorrädern – ergänzt das Angebot mit der puristischen XE. Die ist mit nur 100 Kilogramm fahrfertig und punktet mit einem Preis von 6.600 Euro.

 

Zero XE Bedien- und Anzeigepanel.
Ein Display am Lenker der Zero XE zeigt den Ladestand des 4,3-kWh-Akkus. Frischen Strom gibt es aus der Haushaltssteckdose (0-95 %: 5 h). Foto: Andy Schwietzer

Leistung und Einordnung: A1-Elektromotorrad mit Power

Trotz Spitzenpower von 15,5 kW/21,1 PS wird sie als Maschine der Fahrerlaubnisklasse A1 zugelassen. Die Dauerleistung von 10 kW erlaubt diese Einstufung. In dieser Klasse bekannt war die seit 2015 gebaute KTM Freeride-e, die trotz erstklassiger Bauweise mit hohem Preis und geringer Reichweite so manchen enttäuschte. Die Zero XE kostet dank Produktion bei Zongshen in China und weniger wertigen Zulieferteilen nur zwei Drittel der KTM und bietet mehr Reichweite. 

Reichweite im Praxistest: Wie weit kommt die Zero XE wirklich?

Bei knapp über 0 Grad während unserer Testfahrten reichte der volle Akku im absoluten Sparmodus für 70 bis 80 Kilometer. Sparmodus bedeutete: möglichst rollen lassen, gleichmäßig fahren, abruptes Bremsen vermeiden, Reifen hart aufpumpen und weitgehend Stadttempo einhalten. Realistisch gefahren – außerorts bis 80 km/h und mit komfortorientiertem Luftdruck – waren 50 Kilometer drin. 

 

 Zero XE mit Fahrer vor grüner Wiese.
Die Zero XE verfügt über LED-Doppelscheinwerfer, die für gute Lichtausbeute in der Nacht sorgen. Foto: Andy Schwietzer

Fahrgefühl und Ausstattung: Sportliches E-Motorrad für Stadt und Gelände

Das Fahren selbst war die reine Freude, geometrisch ist der spartanische Einsitzer toll gelungen. Voll einstellbare Federelemente, effektives Licht und wirkungsvolle Bremsen – aber ohne ABS – passen zum Anspruch eines sportlichen Enduro-Leichtkraftrads, das auch wetterfeste Pendler zu leisen Königen der City macht.

Autor Andy Schwietzer.

„Die Zero XE halte ich im Frühjahr 2026 für die aktuell reizvollste A1-Neuheit: cool für Junge, praktisch im Alltag, spaßiges Zweitbike für Routiniers.“

Andy Schwietzer


Technische Daten Zero XE

MotorElektro: 15,5 kW/21,1 PS (Dauerleistung 10 kW), 58 Nm 
Sitzhöhe900 mm
Gewicht101 kg 
Spitze85 km/h 
Akku-Kapazität4,3 kWh (Akku entnehmbar, 220 V) 
Reichweite lt. Hersteller 100 km (bei 50 km/h) 
Preis ab6.600 €


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