Projekt klimaneutraler Urlaub – Nachhaltige Strategien bei Veranstaltern und Hotellerie

Naturnahen Urlaub, wie hier im Allgäu, bieten die Feriendörfer von Center Parcs. Foto: stock.adobe.com/© Alx, Center Parcs

Im zweiten Teil unserer Serie über nachhaltigen Tourismus blicken wir auf Veranstalter und Hotellerie. Was tun diese Branchenzweige, um das Reisen umweltverträglicher zu machen, aber auch die sozialen und wirtschaftlichen Standards in den Urlaubsländern zu verbessern? Die Ansätze sind vielfältig, wie unsere Auswahl zeigt.

 

 

 

Reisen mit Sinnen

Der Reiseveranstalter aus Dortmund hat zur ­Saison 2021 einen konsequenten Schritt voll­zogen: Ab sofort preist er bei allen Touren die CO2-Kompensation zu 100 Prozent ein – sowohl die durch das Landprogramm entstehenden Emissionen als auch die der Flüge. Die Beiträge der Kompensation fließen über die Klimaschutzorganisation Atmosfair in ein Projekt in Nepal, das private Haushalte mit erneuerbaren Energien versorgt. Reisen mit Sinnen ist Gründungsmitglied im Forum anders reisen e. V. und unterstützt verschiedene nachhaltige Initiativen, etwa die Biodiversity Foundation zum Artenschutz. Mit dem Mami Wata Eco-Resort baut der Ver­anstalter gerade auf den Kapverden ein klimaneutrales Öko-Hotel, das 40 Einheimischen ­einen festen Arbeitsplatz bieten soll.
www.reisenmitsinnen.de

ASI Reisen

Auch der österreichische Spezialist für weltweite Aktiv- und Erlebnisreisen hat sich Ende 2020 entschieden, sämtliche CO2-Emissionen, die durch die Touren entstehen, über den Reisepreis zu kompensieren. Die neue Regelung gilt für alle ASI Original Reisen, bei denen die Alpinschule Innsbruck als alleiniger Veranstalter fungiert. Die Beiträge kommen dem Projekt Kariba REDD+ zugute, mit dem Gemeinden in Nord-Simbabwe unterstützt werden. Neu bei den ASI Original Reisen ist auch eine Sortierfunktion auf der Website, mit der alle Angebote nach geringster CO2- Emission und höchster lokaler Wertschöpfung sortiert werden können. www.asi-reisen.de

Als Modell für klimaneutralen Urlaub baut Reisen mit Sinnen ein eigenes Resort auf den Kapverden. Foto: Reisen mit Sinnen

Wikinger Reisen

Der Wanderreise-Experten bietet bisher eine ­optionale Kompensation der durch Flüge produzierten CO2-Emissionen an. Seit fast 25 Jahren fördert Wikinger Reisen über die vom Unternehmensgründer initiierte Georg Kraus Stiftung, welche 20 Prozent der GmbH-Anteile hält, Projekte der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika, Asien und Lateinamerika. Bereits vor der Corona-Krise hat Geschäftsführer Daniel Kraus im Programm für 2020 den Nahbereich aus Gründen der Nachhaltigkeit zum wichtigsten Ziel gemacht. Rund 350 Wander- und Radprogramme, fast 40 Prozent der Reisen, waren im vergangenen Jahr ohne Flug erreichbar. www.wikinger-reisen.de

DERTOUR

Unter dem Titel „Bewusst Reisen“ verstärkt ­DERTOUR seine Bemühungen um Nachhaltigkeit. Eine Mischung aus Magazin und Katalog („Magalog”) präsentiert über 50 ausgewählte ­Hotels mit Schwerpunkt Europa, die nach den Kriterien des Global Sustainable Tourism Council (GSTC) zertifiziert sind. Neu: Die Gäste können die CO2-Emissionen der gesamten Reise von der Anreise über den Transfer bis zum Hotelaufenthalt über die Klimaschutzorganisation Myclimate freiwillig kompensieren. Besonders für seine eigenen Hotelmarken Sentido, Calimera, PrimaSol und Cooee hat sich DERTOUR in den nächsten zwei Jahren ehrgeizige Ziele gesteckt. Schwerpunkte sollen dabei die Vermeidung von Einwegplastik und die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung sein.
www.dertour.de/nachhaltige-hotels

Ziele ohne Fluganreise machen bei Wikinger mittlerweile fast 40 Prozent der Angebote aus. Foto: Wikinger Reisen

Center Parcs

Alle Parks des Ferienhausanbieters in Deutschland und Europa sind von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) auf ihre Nachhaltigkeit geprüft und tragen das damit verbundene Green-Key-Zertifikat. Bis 2022 will Center Parcs die CO2-Emissionen um 35 Prozent und den Wasserverbrauch um 15 Prozent reduzieren, einen Anteil von 60 Prozent sortier- und recyclebarem Abfall erreichen sowie einen Biodiversitätsplan für alle Parks entwickeln. Zu den konkreten Maß­nahmen gehören intelligente Thermostate und wassersparende Duschköpfe in den Ferien­häusern, Solarparks zur nachhaltigen Energie­gewinnung und Gartenpflege mit ökologischen Pflanzenschutzmitteln. www.centerparcs.de/de-de/nachhaltigkeit_sck

Landal Green Parks

Auch die 90 Ferienparks des niederländischen Touristikunternehmens sind mit dem Green Key ausgezeichnet. Bereits seit 2016 beziehen sie 100 Prozent nachhaltige Elektrizität aus Windenergie, Sonnenkollektoren und Wasserkraft. Mit dem CO2-Kompensationsprojekt „Baumgeben“ übernimmt Landal außerdem die Kosten für das Anpflanzen eines neuen Baumes für jeden Gast, der sich mit seiner ­Buchungsnummer unter www.baumgeben.de registriert. Bis zum Jahr 2030 sollen alle Parks ­klimaneutral betrieben werden – Vorreiter für dieses Ziel ist der Ferienpark Mont Royal in Kröv im Moseltal. www.landal.de/nachhaltigkeit

Das Landal De Reeuwijkse Plassen und alle weiteren Ferienparks des Unternehmens werden komplett mit grünem Strom versorgt. Foto: Landal GreenParks GmbH

Sani Resort

Dass Nachhaltigkeit und Luxustourismus sich nicht ausschließen, zeigen fünf 5-Sterne-Hotels zwischen Sandstrand, Pinienwäldern und einem Feuchtbiotop auf der griechischen Insel Chalkidiki: Das Sani ­Resort will seinen ökologischen Fußabdruck in den nächsten drei Jahren komplett neutralisieren. Ein wichtiger Baustein des Sani-Green-Programms ist – mangels entsprechender kommunaler Angebote – ein hoteleigenes Recyclingsystem, zu dem Hotelmitarbeiter und Einheimische regelmäßig geschult werden. Nach EU-Liste klassifizierte Einwegkunststoffe sind im Resort bereits seit 2019 verboten. www.sani-resort.com/de_DE/sustainability/sani-green

Für weitere Informationen

Sie wünschen nähere Informationen zu den genannten oder weiteren nachhaltigen Reiseangeboten? Gern helfen Ihnen die Experten des ARCD Reisebüros weiter.
Kontakt: Tel. 09841/409150 oder info@arcd-reisen.de

Auf seinem Weg zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks setzt sich das Sani Resort auf Chalkidiki besonders für Müllvermeidung ein. Foto: Sani Resort
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