17.07.2018 Simone Eber

Ab ins kühle Nass – Zehn erfrischende Seen in Deutschland

Es muss nicht immer das Meer sein. Die vielfältigen deutschen Seen bieten Badefreuden und Aktivitäten für jeden Geschmack. Und sind ideal für eine kurze Auszeit.


Laue Badewanne: Plauer See / Mecklenburg-Vorpommern

  • Besonderheit: Dank seiner geringen Tiefe wartet dieser Vertreter der Mecklenburgischen Seenplatte im Hochsommer mit angenehm hohen Wassertemperaturen auf. Der mit 39 Quadratkilometern siebtgrößte See Deutschlands ist ein Bade- und Wassersportparadies, das auch Freizeitkapitäne und Angler anspricht. Fans von ­Wakeboarding,  Wasserski und Surf-Anfänger kommen ebenfalls auf ihre Kosten.
  • www.plau.de/erlebniswelt-plauer-see

 

Foto: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

Baden mit Schlosskulisse: Großer Plöner See / Schleswig-Holstein

  • Wer am größten See Schleswig-Holsteins Urlaub macht, hat das Plöner Schloss stets im Blick: Majestätisch thront es auf einem Hügel über dem See. Die Bandbreite an ­Aktivitäten ist riesig und reicht vom Paddeln über das Segeln, Surfen, Rudern und Angeln bis zum Tauchen. Die Vogel- und Naturschutzgebiete des Plöner Sees
  • lassen sich auf einer Rundfahrt mit einem der Personenschiffe erkunden.
  • www.holsteinischeschweiz.de

 

Foto: photocompany/TZHS

Literaturgeschichte: Großer Stechlinsee / Brandenburg

  • Der Große Stechlinsee ist einer der letzten großen Klarwasserseen Norddeutschlands. Mit seinen Mooren und Moorwäldern formt er eine einzigartige Landschaft, der schon Theodor Fontane in „Der Stechlin" ein Denkmal setzte. Wasserratten freuen sich über eine exzellente Wasserqualität, flach abfallende Strände und schattige Liegewiesen. Bewegungsfreudige können den See auf einem 16 Kilometer langen Radweg umrunden oder die zahlreichen Wanderwege nutzen.
  • www.stechlin.de

 

Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Vulkanisch: Laacher See / Rheinland-Pfalz

  • Der Start der Deutschen Vulkanstraße am ­Laacher See erinnert daran, dass hier vor 13000 Jahren Gesteinsbrocken durch die Luft flogen und Ascheströme flossen. Davon zeugen noch heute vulkanische Ablagerungen und auf­steigende Kohlendioxid-Blasen. Zum Laacher See gehört auch die Abtei Maria Laach, das wohl berühmteste Bauwerk der Eifel.
  • www.vulkanregion-laacher-see.de

 

Foto: Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH/Dominik Kretz

Wasser statt Kohle: Cospudener See / Sachsen

  • Der Cospudener See ist Teil eines mitteldeutschen Seenverbunds, der aus der Renaturierung ehemaliger Braunkohleanlagen entstanden ist bzw. noch entsteht. Die Tagebaurest­löcher werden dabei geflutet und zum Teil über Kanäle miteinander verbunden. Der Cospudener See ist beliebt wegen seiner Nähe und guten Verkehrsanbindung zu Leipzig. An schönen ­Tagen tummeln sich zahlreiche Spaziergänger, Inlineskater und Radler auf dem gut zehn ­Kilometer langen Seerundweg.
  • www.leipzigseen.de

 

Foto: Leipzig Tourismus und Marketing GmbH/Andreas Schmidt

Internationaler Treffpunkt: Titisee / Baden-Württemberg

  • Man muss ihn einfach gesehen haben: Der Titisee ist nach wie vor ein Hotspot des Deutschlandtourismus. Gemeinsam mit Besuchern aus Asien und Südamerika nähert man sich über die Souvenirmeile mit Kuckucksuhren und Schwarzwälder Schinken dem Seeufer, wo eine Bootstour Pflicht ist. Während die Kameras und Smartphones unaufhörlich klicken, kann man sich von der Sauberkeit des Sees und seiner wunderschönen Lage am Fuße des Feldbergs überzeugen.
  • www.hochschwarzwald.de

 

Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Total familiär: Riegsee / Bayern

  • Mal ehrlich, welche Familie mit kleinen Kindern braucht schon den Starnberger See oder Ammersee zum Badeglück? Der kleine Riegsee im Bayerischen Voralpenland ist einfach urgemütlich. Vom Campingplatz geht es direkt zum Badestrand, wo die Kids schnell Freunde finden und die Erwachsenen auch mal ihre Ruhe haben. Abends ­radelt man ins wenige Kilometer entfernte Murnau und spaziert durch die Hauptstraße mit ihrer Lüftlmalerei oder lässt sich in der Camping-Gaststätte bekochen.
  • www.riegsee.de

 

Foto: Das Blaue Land/Wolfgang Ehn

„Meer“ im Vogtland: Talsperre Zeulenroda / Thüringen

  • Das „Zeulenrodaer Meer“, wie die Talsperre liebevoll von den Einheimischen genannt wird, liegt im Vogtland. Ein barrierefreier Promenadenweg mit schönem Seeblick ­verbindet das Seehotel mit dem Stadtzentrum und dem Strandbad Zeulenroda (komfortabler Wohnmobilstellplatz). Wer es sportlicher mag, folgt dem 45 Kilometer langen Talsperrenweg und „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ durch das ­Weidatal oder überblickt das „Zeulenrodaer Meer“ vom Hochseilgarten am Seehotel.
  • www.zeulenroda-triebes.de

 

Foto: Stadt Zeulenroda-Triebes/Marcus Dassler

Strandfeeling: Dankernsee / Niedersachsen

  • Sie haben das Emsland bisher nicht mit Strandfeeling verbunden? Dann lassen Sie sich am ­Dankernsee bei Haren eines Besseren belehren. Der 44 Hektar große Baggersee macht mit über 750 Ferienhäusern rund um Schloss Dankern, mehreren Sandstränden und einer Düne richtig was her. Jetzt noch an der Wasserski-Seilbahn über den See brettern, und man fühlt sich wie in Miami…
  • www.schloss-dankern.de

 

Foto: Ferienzentrum Schloss Dankern GmbH&Co.KG, Haren (Ems)

Im Naturpark: Edersee / Hessen

  • Der 27 Kilometer lange Edersee liegt mitten im Naturpark Kellerwald-Edersee und ist einer der größten Stauseen Europas. Er lässt sich per Fahrrad umrunden oder auf verschiedenen zertifizierten Wanderwegen entdecken. Ein besonderes Erlebnis ist die Tour auf dem Urwaldsteig Edersee durch die UNESCO-Weltnatur-erbefläche des Nationalparks Kellerwald-Edersee. Hier erleben Wanderer unberührte Natur fernab von Straßen und Siedlungen.
  • www.edersee.com

 

Titelfoto: Das Blaue Land/Wolfgang Ehn


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