Viele Fahrradfahrer stehen an der ARCD-Clubzentrale in der Schlange.

Fahrrad-Registrierung: So lief der große Aktionstag beim ARCD

3 min

04.05.2026Jessica Blank

Viele Radfahrer sind dem Aufruf des ARCD gefolgt und kamen zur großen Fahrrad-Aktion an der Clubzentrale in Bad Windsheim. So lief der Tag und so viele Fahrräder wurden von der Polizei registriert.

 

Ein Pedelec reiht sich ans nächste, nur vereinzelt finden sich dazwischen klassische Fahrräder ohne Antrieb. Die Schlange scheint nicht enden zu wollen. Die Besitzer der Räder eint eines – egal ob sie ein teures Pedelec oder ein normales Rad fahren: Sie wollen ihr lieb gewonnenes Gefährt schützen und im Falle eines Diebstahls wiederfinden. Und dafür harren sie lange auf dem Parkplatz an der ARCD-Clubzentrale in Bad Windsheim trotz sommerlicher Temperaturen aus. Das Objekt der Begierde: ein blauer Aufkleber mit einer Registrierungsnummer. 

Die Radler, einige davon langjährige ARCD-Mitglieder, haben die Einladung zum Fahrrad-Aktionstag zum Anlass genommen, eine kleine Fahrradtour zu unternehmen. 20 Kilometer Anfahrt sind dabei keine Seltenheit. Viele sind erst durch die Aktion auf die Möglichkeit der Fahrrad-Registrierung durch die Polizei aufmerksam geworden und dachten sich: „Das mach’ ich jetzt mal“, wie Manfred Busch, der aus Reusch nach Bad Windsheim geradelt ist. 

Ein blauer Registrierungsaufkleber wird auf ein Fahrrad geklebt.
Mit der Registrierungsnummer auf diesem Aufkleber kann die Polizei ein gestohlenes Fahrrad seinem Besitzer zuordnen. Foto: Jessica Blank

Das ist die meistgeklaute Fahrradmarke

Unter dem blauen ARCD-Pavillon steht Diana Weidner, Polizeioberkommissarin in der Polizeiinspektion Bad Windsheim, und arbeitet ein Fahrrad nach dem anderen ab: Fahrradpass mit den Daten des Besitzers und des Fahrrads ausfüllen, im Zweifel nach der Rahmennummer suchen, Datenabgleich mit Kaufvertrag und Personalausweis, Fotos machen und letztlich den begehrten Aufkleber mit der Registrierungsnummer aushändigen. Dazu gibt es eine Broschüre, wie man Fahrräder richtig sichert. „Cube ist die meistgeklaute Fahrradmarke“, sagt Diana Weidner zu Dr. Dieter Gärtner. Deswegen hat der Besitzer des Cube gleich doppelt vorgesorgt: Sein Pedelec ist mit einer Alarmanlage versehen. „Dazu hat mir der Händler geraten. Er meinte, Diebe bekommen mit der Flex jedes Schloss auf“, erzählt der Bad Windsheimer und führt seine lautstarke Alarmanlage zu gerne einmal vor. 

Diese Schlösser sind nicht leicht zu knacken

„Faltschlösser sind die besten, die bekommen Diebe kaum auf“, sagt die Polizeioberkommissarin und deutet auf das massive Schloss, das auf dem Gepäckträger befestigt ist. Dennoch lässt sich das ARCD-Mitglied noch zu GPS-Sendern beraten, bevor er sich in den Fahrsicherheitsparcours von Weidners Kollegin Elke Bayer wagt. Die große Acht und die Vollbremsung fährt Dr. Gärtner souverän mit seinem Pedelec. „Ich bin Motorradfahrer“, erklärt er und grinst. 

Ein Mann fährt durch einen Fahrradparcours.
Im Fahrparcours konnten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten überprüfen. Foto: Jessica Blank

Sicherheit im Fahrparcours üben

Polizeihauptmeisterin Elke Bayer stellt auch fest, dass gerade bei älteren Fahrradfahrern Pedelecs immer beliebter werden. „Durch die Unterstützung schaffen sie weitere Strecken und können Radtouren unternehmen, die sie mit normalen Fahrrädern nicht schaffen würden.“ Aber sie sehe auch, dass Radunfälle mit Pedelecs meist gravierender ausgehen als mit einem normalen Fahrrad. „Ich finde es aber sehr lobenswert, dass die meisten hier einen Helm aufhaben“, sagt Elke Bayer. 

Polizeihauptkommissarin Diana Weidner beim Registrierungsprozess.
Polizeihauptkommissarin Diana Weidner registriert ein Fahrrad nach dem anderen. Foto: Jessica Blank

Kinderfahrräder sind schnell geklaut

In der Schlange stehen auch jüngere und ganze junge Fahrradfahrer. Ein paar Kinder sind mit ihren Rädern gekommen und wollen sie ebenfalls registrieren lassen. Die zwei Kinderräder hätten zusammen schon einen Wert von 1.000 Euro, erklärt ein Vater. „Kinderfahrräder sind ganz schnell mal weggetragen“, bestätigt Diana Weidner. 

Martina Bodes Gravelbike ist zwar nicht so teuer gewesen – viel günstiger als ihr Pedelec. „Aber mein E-Bike bedeutet mir nicht so viel“, erklärt sie und lacht. Sie hätte es schon beim Freunden erlebt, denen das Fahrrad einfach aus dem Hinterhof geklaut wurde. Anja Schöller ist gekommen, um sich ein paar Fragen beantworten zu lassen und ist am Ende überzeugt, dass eine Registrierung Sinn macht. 

„Bei E-Bikes hat man leicht hohe Schadenswerte, weil die Fahrräder immer teurer werden“, sagt Polizeihauptkommissarin Diana Weidner. Häufig passiere es, dass die Polizei einen Transporter mit gestohlenen Fahrrädern an der Grenze anhalte. „Aber dann haben wir das Problem, dass wir nicht wissen, wem die Fahrräder gehören. Deswegen ist die Registrierung so wichtig“, erklärt Weidner. Am Ende der dreieinhalbstündigen ARCD-Fahrrad-Aktion in Bad Windsheim hat die Polizeihauptkommissarin 95 Fahrräder registriert – und ist damit sehr zufrieden. 


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