Starke Böen beim Autofahren: Diese Situationen sind besonders riskant
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Aktualisiert am: 18.09.2026
Herbststürme können Autofahrer überraschen und Fahrzeuge aus der Spur bringen. Der ARCD erklärt, worauf es bei Sturm und Seitenwind ankommt, welche Fahrzeuge besonders gefährdet sind und wie elektronische Assistenzsysteme helfen können.
Seitenwind: Diese Bereiche sind besonders gefährlich
Ein einziger heftiger Windstoß kann genügen, um ein Auto aus der Spur zu drängen. Besonders aufmerksam sollten Autofahrer deshalb auf Brücken, in Waldschneisen und beim Ausfahren aus Tunneln sein. Dort können sich die Windverhältnisse innerhalb weniger Sekunden deutlich verändern.
Besonders empfindlich reagieren hochbauende Fahrzeuge wie Wohnmobile, Hochdachkombis und Kastenwagen. Auch Autos mit Anhänger können durch starke Böen ins Schlingern geraten. Gefährlich wird es vor allem beim Wechsel von einem geschützten in einen offenen Bereich.
Grundsätzlich gilt: Je höher die Geschwindigkeit, desto stärker wirken Fahrt- und Seitenwind auf das Fahrzeug. Auch normale Pkw können bei kräftigen Windböen deutlich versetzt werden.
Beim Überholen von Lkw besonders aufpassen
Eine weitere kritische Situation entsteht beim Überholen von Lkw und Bussen. Während des Überholvorgangs ist ausreichend Seitenabstand wichtig. Auch das langsamere Fahrzeug kann durch eine starke Windböe ins Schlingern geraten.
Besondere Vorsicht ist beim Ausscheren nach dem Überholen geboten: Verlässt das Auto den Windschatten des Lkw, kann ein kräftiger Seitenwindstoß das Fahrzeug plötzlich zur Seite drücken. Dann kann Gegenlenken erforderlich sein.
Bei stürmischem Wetter sollten Autofahrer deshalb langsamer fahren, das Lenkrad mit beiden Händen festhalten und möglichst auf Überholmanöver verzichten.
Warnschilder und Windsäcke beachten
Warnschilder am Straßenrand weisen auf besonders windgefährdete Streckenabschnitte hin. Autofahrer sollten solche Hinweise ernst nehmen und ihre Geschwindigkeit entsprechend anpassen.
Auf Autobahnbrücken geben häufig Windsäcke zusätzliche Hinweise. Sie zeigen die Windrichtung an. An ihrer Fülle lässt sich zudem die ungefähre Windstärke abschätzen. Das spitze Ende des Windsacks zeigt dabei in die Richtung, in die der Wind weht.
Seitenwindassistent kann die Spur stabilisieren
Auch moderne Fahrzeugtechnik kann bei starkem Seitenwind unterstützen. Einige Transporter und Wohnmobile lassen sich mit einem elektronischen Seitenwindassistenzsystem ausstatten.
Das System kann den Spurversatz verringern, indem es die dem Wind zugewandten Räder gezielt abbremst. Dadurch lässt sich das Fahrzeug bei einer starken Windböe besser in der Spur halten.
Trotz solcher Assistenzsysteme bleibt entscheidend: Bei Sturm sollten Autofahrer ihre Geschwindigkeit reduzieren, beide Hände am Lenkrad halten und jederzeit mit plötzlichen Böen rechnen.
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