Faltos-Anhänger steht mit Kia EV3 vor einem Fluss.

Faltbarer Anhänger im Test: Faltos-Anhänger passt mit dem Auto in die Garage

3 min

28.07.2026Wolfgang Sievernich

Ein Anhänger ist praktisch, scheitert aber oft am fehlenden Stellplatz. Der faltbare Faltos verspricht die Lösung: Er passt zusammengeklappt in die Garage, mit dem Auto noch davor. Wir zeigen, was der clevere Anhänger kann und wie er aufgebaut wird. 
 

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Warum sich ein Anhänger im Alltag oft lohnt – 
und woran es meistens scheitert

Ein Anhänger ist längst nicht mehr nur für Hausbesitzer interessant. Ob Grünschnitt für den Wertstoffhof, das Motorrad fürs Wochenende, Fahrräder für den Urlaub, eine neue Waschmaschine oder der spontane Umzug von Freunden – Einsatzmöglichkeiten gibt es genug. Trotzdem verzichten viele auf einen eigenen Anhänger. Der häufigste Grund: Es fehlt der Stellplatz.
 

Wolfgang Sievernich steht mit dem Faltos-Anhänger in einer Garage.
Zusammengefaltet misst der Faltos Anhänger in der Tiefe nur 85 Zentimeter und passt damit – gemeinsam mit dem Auto – in eine Norm-Garage. Foto: Wolfgang Sievernich

Faltos im Test:
Der faltbare Anhänger passt in jede Garage

Genau dieses Problem will der deutsche Hersteller Faltos lösen. Sein 750-Kilogramm-Einachser lässt sich ohne Werkzeug innerhalb weniger Minuten wie eine Ziehharmonika auf nur 85 Zentimeter Tiefe zusammenfalten. Damit verschwindet er zusammen mit den meisten Autos problemlos in einer Standardgarage. 

Faltos-Anhänger teilweise montiert .
Die Siebdruckplatten beim Faltos-Anhänger sind 18 Millimeter stark. Foto: Wolfgang Sievernich

Verarbeitung und Ausstattung: 
Robuste Materialien für den täglichen Einsatz

Bei der Verarbeitung hebt sich der Faltos klar von einfachen Baumarkt‑Anhängern ab. Die Bordwände bestehen aus Aluminium, der Boden aus robusten Siebdruckplatten. Dank acht eingelassener Verzurrösen lässt sich auch sperrige Ladung zuverlässig sichern. Sicherungsbolzen fixieren die Platten auf der Metallstruktur, damit sich nichts löst. Zudem ist die Deichsel klappbar und liegt dann zusammen mit dem höhenverstellbaren Stützrad platzsparend am Anhänger an.

Tempo-100-Zulassung: Was der Faltos auf der Autobahn bietet

Serienmäßig ist der Faltos für Tempo 100 zugelassen. Dass die entsprechende Plakette an unserem Test-Hänger fehlte, hat einen einfachen Grund: Die Zugfahrzeuge der verschiedenen Redaktionen wechseln oft, weshalb die Plakette am Presse-Hänger nicht dauerhaft angebracht werden konnte.

 

Faltos-Anhänger steht in einer Einfahrt.
Mit schwarz pulverbeschichteten Wänden kostet der Faltos-Anhänger 2.899 Euro. Foto: Wolfgang Sievernich

Preise und Zubehör: 
Was der faltbare Faltos-Anhänger kostet

Den Faltos gibt es als Pureline mit silbernen Bordwänden ab 2.799 Euro oder als Blackline mit schwarz pulverbeschichteten Wänden für 2.899 Euro. Für wettergeschützte Ladung steht ein faltbares Hochgestell mit Plane (1.199 Euro) bereit. Zusätzlich bietet der Hersteller Zubehör von Motorradhalterungen und Universalträgern bis zu Stützfüßen, Planen, Hauben, Netzen und Bordwanderhöhungen.

Zusammengefalteter Faltos-Anhänger steht in einer Einfahrt.
Innerhalb von nur fünf Minuten lässt sich der Faltos-Anhänger platzsparend zusammenfalten. Foto: Wolfgang Sievernich

Werkzeugloser Auf- und Abbau 
des Faltos-Anhängers überzeugt im Test

Im Test überzeugte der werkzeuglose Auf- und Abbau: In rund fünf Minuten ist der Faltos einsatzbereit. Rangieren und Fahren gelingen problemlos. Nur die Faltmechanik macht sich auf Straßen und Wegen häufiger mit einem leichten Quietschen bemerkbar.
 

Technische Daten Faltos-Anhänger

Anzahl der Achsen und Räder1 Achse, 2 Räder
Spurweite1,54 m
L /B / H3,717/0,85 m x 1,73 x 0,85 m 
Leergewicht (ungebremst)    147 kg
Leergewicht (gebremst)187 kg
Leergewicht (Aufbau mit Hochplane)+ 70 kg
Zul. Achslast  750 kg
Zul. Stützlast                   50 kg
Zul. Gesamtgewicht750 kg


Unser Testwagen: 
Kia EV3 mit alltagstauglicher Anhängelast

Kia EV3 parkt vor einem Weinberg.
Der vollelektrische Kia EV3 bietet eine Anhängelast von bis zu 1.500 Kilo – abhängig von der gewählten Antriebsvariante. Foto: Wolfgang Sievernich

Der vollelektrische Kia EV3 bietet in der getesteten Variante mit Frontantrieb, 150 kW/204 PS und 81,4-kWh-Akku eine Anhängelast von 1.000 Kilogramm (gebremst) sowie 100 Kilogramm Stützlast. Das Bild zeigt die Top-Ausstattung GT-Line (ab 48.690 Euro). Mit Allradantrieb und 195 kW/265 PS steigt die Anhängelast gebremst auf bis zu 1.500 Kilogramm. Ungebremst liegt die Anhängelast beider Versionen bei maximal 750 Kilogramm. 

Der 150 kW/204 PS starke Elektromotor unseres Testwagens zog den Faltos-Anhänger in nahezu jeder Fahrsituation souverän. Im Test lag der Stromverbrauch mit Anhänger bei 20,4 kWh auf 100 Kilometer, ohne Anhänger bei 18,4 kWh. Damit lag der gemessene Verbrauch ohne Anhänger um 2,2 kWh pro 100 Kilometer über der Herstellerangabe von 16,2 kWh.

Wolfgang Sievernich.

„Selten haben wir ein Testfahrzeug so ungern wieder zum Hersteller zurückgebracht. Die Redaktion hätte den Faltos-Anhänger am liebsten behalten – natürlich nur zu Testzwecken.“ 

Wolfgang Sievernich


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