Subaru Forester e-Boxer 2.0ie: Erhöhte Wachsamkeit

In der fünften Generation erscheint der neue Subaru Forester mit leicht geschärftem Markengesicht. Foto: André Tillmann

Am Vortag herrschte noch Fritz-Walter-Wetter. Dem Spielführer der Fußball-Weltmeister von 1954 sagte man nach, dass er bei schwerem, regennassem Boden seine Technik besonders gut ausspielen konnte. Es hatte also ordentlich geregnet über dem Lausitzring nahe Dresden. Spurrinnen voller Wasser, der Boden des eigens angelegten Offroad-Parks morastig aufgeweicht. Genau die richtigen Bedingungen für einen Allradspezialisten: Subaru-Forester-Gelände.

Typische Eigenheit

Die mittlerweile fünfte Modellgeneration des Kraxel-Klassikers basiert nun erstmals auf der Subaru-Global-Plattform, die dem Forester ein hohes Maß an zusätzlicher Steifigkeit in Karosserie und Aufhängung beschert. Tatsächlich fährt sich das SUV auf der Straße angenehm kommod und handlich. Wäre da nicht die nach wie vor gewöhnungsbedürftige Lineartronic.

Die stufenlose Automatik lässt trotz sieben simulierter Schaltstufen bei rasch sinkendem Gasfuß zunächst die Drehzahl des Motors lautstark in die Höhe schnellen, ehe mit Verzögerung der erwartete Vortrieb einsetzt. Ein sanfter Druck aufs Pedal für entspanntes Gleiten tut also den Ohren gut. Und dem Verbrauch, der bei elektrifiziertem Antrieb nach dem WLTP-Messverfahren mit 8,1 Litern auf 100 Kilometer angegeben wird. Klingt nach viel, die elektrische Unterstützung soll aber immerhin 0,7 Liter einsparen.

Jetzt auch mit Strom

Der Trend zur Elektrifizierung geht also auch an einem Urgestein wie dem Forester nicht spurlos vorbei. Dem 110 kW/150 PS starken Boxer-Benziner mit 2,0 Litern Hubraum wurden nun ein kleiner E-Motor mit 12,3 kW und ein 13,5 kWh großer Lithium-Ionen-Akku zur Seite gestellt. Der E-Motor wirkt, passend zum permanenten, symmetrischen Allradantrieb des Forester, auf alle vier Räder und stellt zusätzliche 66 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Das hilft mit, die 1,7 Tonnen schwere Fuhre in Gang zu bringen. Bei sachter Fahrweise bis 40 km/h sind sogar 1,6 Kilometer rein elektrisch möglich.

Am besten aber ist der Forester im Gelände, wenn Fritz-Walter-Bedingungen herrschen. Wo man sich zu Fuß auf regendurchtränktem Grund nur mühsam auf den Beinen hält, wühlt sich der Wagen mit beeindruckender Traktion durch Matsch und Schlamm – und macht selbst vor rutschigen Steigungen nicht Halt. Das Allradsystem X Mode ist stets hellwach und verteilt das Drehmoment spontan genau dorthin, wo es gebraucht wird.

Fahrsicherheit und Insassenschutz waren zentrale Entwicklungsziele beim Forester. Neben dem Subaru-typischen Eyesight-System mit Notbremsassistent, aktivem Spurhalte- und Spurleitassistenten sowie adaptivem Tempomat wachen serienmäßig Totwinkel-, Spurwechsel- und Querverkehrsassistent über die Fahraktivitäten. Manch einem könnte die erhöhte Wachsamkeit etwas zu weit gehen. Optional kontrolliert eine Cockpitkamera die Fahreraufmerksamkeit und schlägt schnell Alarm, sobald der Kopf nicht streng nach vorne gerichtet ist.

Daten Subaru Forester e-Boxer 2.0ie

Motor: 
Benziner: 2,0-l-Vierzylinder-Boxer, 110 kW/150 PS, 194 Nm; Elektro: 12,3 kW, 66 Nm

Antrieb: Allrad

Getriebe: CVT Lineartronic

0–100 km/h: 11,8 s

Spitze: 188 km/h

Normverbrauch (WLTP): 8,1 l S, 185 g CO2/km

L x B x H: 4,63 x 1,82/2,07 x 1,73 m

Radstand: 2,67 m

Wendekreis: 11,6 m

Kofferraum: 509–1.779 l

Leergewicht: 1.735 kg

Zuladung: 450 kg

Anhängelast: 1.870 kg

Tankinhalt: 48 l

Preis: ab 34.990 Euro

Fotos: André Tillmann
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