Peugeot 308 SW Hybrid 180: Schick, aber teuer

Mit dem Wechsel auf die nun dritte Generation wurde das Frontdesign des 308 an die Peugeot-Modellpalette angepasst. Foto: Thomas Schreiner

Enge Familienbande sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. So auch beim Peugeot 308 SW, der unter dem Dach des Stellantis-Konzerns technisch verwandt ist mit dem Opel Astra Sports Tourer, aber optisch eine eigenständige Linie fährt.

Lange, zur Fahrbahn zielende Tagfahrlichtleisten und ein ebenfalls tief nach unten gezogener Kühlergrill prägen die ausdrucksstarke Front. Dahinter erstreckt sich auf über 4,6 Metern eine wohlproportionierte Kombi-Karosserie, die in ein Heck mit plastisch ausgeformten Rückleuchten mündet. Richtig austoben durften sich die Designer im Cockpit. Ob der Mix aus unterschiedlich geneigten Flächen, Kanten und verschiedenen Materialien gefällt, bleibt Geschmackssache. Verarbeitung und Materialanmutung wirken jedoch hochwertiger als im Astra.

Typisch Peugeot ist das kleine, tief montierte Lenkrad. Über dessen oberen Rand hinweg blickt man auf kleine digitale Rundinstrumente. Nach kurzer Eingewöhnung ist diese ungewöhnliche Konstruktion als Ersatz für ein nicht angebotenes Head-up-Display schnell akzeptiert. Fahrzeugfunktionen lassen sich – nicht ganz intuitiv – über Lenkradtasten, Touchscreen, großflächige berührungsempfindliche Bedienfelder und echte Tasten steuern.

Viel Ruhe im Innenraum

Auch wenn der Peugeot-Löwe auf dem neuen Plaketten-Logo in 2D-Optik augenscheinlich laut brüllt – unser Testwagen mit Plug-in-Hybrid-Antrieb und einer Systemleistung von 133 kW/180 PS fuhr nahezu flüsterleise, auch im Hybridmodus. Bis Landstraßentempo drangen vornehmlich Abrollgeräusche der Reifen zu den Passagieren durch. Überzeugt hat uns außerdem die aus­gewogene Fahrwerkabstimmung, die den Spagat zwischen Straßenlage und Reisekomfort gekonnt meistert.

Beim automatisch gesteuerten Zusammenspiel von Benzin-Verbrenner und E-Motor verbrauchten wir im gemischten Alltagsbetrieb 4,3 l/100 km. Ein Wert mit der für Plug-in-Hybride nur bedingten Aussagekraft. Denn etliche Kilometer legten wir mit leerem Akku zurück, durch noch konsequenteres Nachladen hätte sich der Spritkonsum weiter drücken lassen. Allerdings ist dann der Stromverbrauch zu berücksichtigen. So zeigte der Bordcomputer bei gefülltem Akku und einer Beispielmessung durch die Stadt und über Land 6,5 kWh* und 2,7 Liter als Verbrauchswerte an, was einem CO2-Ausstoß von 91 g/km entspricht. Rein elektrisch geht es nach WLTP 65 Kilometer weit.

Wer nun Lust auf den 308 SW hat, sollte einen Blick aufs Konto werfen. Kaum auf dem Markt, wurden Ausstattungslinien und Preistabellen aufgrund der Weltlage kräftig durchgeschüttelt. Wer sich jetzt für die getestete Antriebsvariante entscheidet, muss mindestens 44.500 Euro hinlegen (höchste Ausstattungsstufe GT; Stand: August 2022). Niedrigere Ausstattungsniveaus stellt Peugeot ab 2023 wieder in Aussicht.
* Grundlage für CO2-Berechnung: dt. Strommix 2021 laut Umweltbundesamt 435 g CO2/kWh (vorläufig)

Fotos: Thomas Schreiner

Daten Peugeot 308 SW Hybrid 180 e-EAT8

Motor: 1,6-l-Vierzylinder-Turbobenziner, 110 kW/150 PS, 250 Nm bei 1.750/min; E-Motor, 81 kW/110 PS, 320 Nm; Systemleistung 133 kW/180 PS, 360 Nm

Antrieb, Getriebe: Front, Achtgang automatisch

0–100 km/h, Spitze: 7,7 s, 225 km/h

Norm-/Testverbrauch: 1,1 (WLTP)/4,3 l S 

CO2-Ausstoß Norm/Test: 25 (WLTP)/100 g/km

Länge x Breite x Höhe: 4,64 x 1,85/2,06 x 1,44 m

Radstand, Wendekreis: 2,73 m, 10,7 m

Kofferraum: 548–1.574 l

Leergewicht, Zuladung:  1.734–1.839 kg, 331–436 kg

Anhängelast: 1.450 kg

Stützlast, Dachlast: 70 kg, 85 kg

Tankinhalt: 40 l

Typklassen KH/VK/TK: 15/24/23

Kfz-Steuer pro Jahr: 32 Euro

Grund-, Testwagenpreis: 44.500 Euro, k. A.**

Modell verfügbar ab: 31.450 Euro

Auswahl Basis-Serienausstattung: Sechs Airbags, Notbremsassistent, Frontkollisionswarner, Fernlichtassistent, aktiver Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Tempomat, Müdigkeitswarner, LED-Scheinwerfer, Digitalinstrumente, zentrales Touchdisplay (10 Zoll), Navigationssystem, Einparkhilfe vorne/hinten, Rückfahrkamera, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Außenspiegel elektrisch verstell- und beheizbar

** keine Angabe, da Ausstattung Allure Pack des Testwagens nicht mehr verfügbar

Die zum Heck schmaler werdende Fläche der Seitenfenster beschränkt die Sicht nach hinten. Foto: Thomas Schreiner
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