Fahrradanhänger: Alles in einem

Fahrradanhänger – wie hier ein Modell von Thule – sind vielseitig verwendbar und lassen sich sogar zum Buggy umbauen. Foto: Thule

Fahrradanhänger sind nicht nur sehr sichere Transportmittel, sondern auch multifunktional. Mit wenigen Handgriffen lassen sich die Anhängsel, die mit ein oder zwei Sitzen zu haben sind, in einen Buggy zum Spazierengehen oder Joggen umbauen. Manche Hersteller bieten sogar Kufen für den Skilanglauf an.

Der Aluminiumrahmen des Anhängers dient bei ­einem Verkehrsunfall als Überrollkäfig und schützt so die jungen Insassen. Crashtests haben gezeigt, dass Anhänger bei einem seitlichen Zusammenstoß bei 20 km/h mit einem Auto nicht überrollt, sondern nur zu Seite geschoben werden. Der ­niedrige Schwerpunkt ist zusätzlich ein Kippschutz. Ein Y-Gurt oder Fünf-Punkt-Gurt hält die Passagiere auf ihren Sitzplätzen. Mit einer Babyhängematte sind manche Fahrradanhänger theoretisch ab ­Geburt benutzbar, sollten dann aber langsam und mit noch mehr Gefühl gefahren werden. Ob das Zugfahrrad für den Anhängerbetrieb zu­gelassen ist, steht in der Betriebsanleitung. Nicht erlaubt ist das Mitführen eines Anhängers bei S-Pedelecs, die als Kleinkrafträder gelten. Auch leichtgewichtige Rennräder oder Mountainbikes aus Carbon sind dafür nicht geeignet. Fahrer von E-Bikes bis 25 km/h sollten mit Anhänger nicht zu schnell fahren, um die Kontrolle nicht zu verlieren.

Gesamtgewicht beachten

Zudem muss das zulässige ­Gesamtgewicht bei Zugfahrzeug und Anhänger beachtet werden. Zum Schutz vor aufwirbelnden Steinchen sollte mindestens das ­Fliegengitter bei der Fahrt immer geschlossen ­werden. Ein farbiger Wimpel am Heck sorgt dafür, dass der Anhänger gut gesehen wird. Rückspiegel und eine Schaltung mit vielen Gängen erleichtern das Radler-Leben. Neben dem guten Wind- und Wetterschutz sind
die große Bewegungsfreiheit für die Kinder und der große Stauraum ein Pluspunkt. Nachteile sind der hohe Preis – gute Modelle gibt es ab etwa 450 Euro – sowie der Platzbedarf, um den Fahrradanhänger unterzustellen.

Croozer Kid Vaaya: Luxuriöses Anhängsel

Um es gleich vorweg zu nehmen: Den Fahrradanhänger Kid Vaaya von Croozer haben wir sehr schnell lieben gelernt. Nicht nur, weil er mit seiner Buggyfunktion so multifunktional ist. Auch der Gepäckraum ist riesig. Da steht einem Tagesausflug ins Freibad nichts im Weg. Dort angekommen, ist die Deichsel schnell abgebaut und das Buggyrad vorne eingeklickt – schon kann es schiebend weitergehen. Dank des atmungsaktiven Materials der Sitze bleibt der Kinderrücken selbst an heißen Tagen trocken und in den Seitentaschen innen ist Platz für ein Getränk und Snacks. Der Fünf-Punkt-Gurt lässt sich leicht schließen – aber nicht so einfach von Kinderhänden öffnen.

Die erste Fahrt mit dem Croozer Kid Vaaya ohne kleinen Passagier war nur ganz kurz ungewohnt. Schnell wurde klar, dass selbst Kurven angenehm zu fahren sind und die gute Federung den Anhänger sanft über Bordsteine und Kopfsteinpflaster gleiten lässt. Das gefällt auch den Insassen, die von Unebenheiten kaum durchgeschüttelt werden. Sicherheit bietet das serienmäßige Rücklicht am Schiebebügel, das bei Dunkelheit automatisch angeht. Die drehbare Kupplungsachse lässt den Anhänger stehenbleiben, selbst wenn das Fahrrad kippt.

Ein- oder Zweisitzer

Nachteile haben wir beim Kid Vaaya kaum gefunden. Lediglich als Zweisitzer kann es bei manchen Türen etwas eng werden, obwohl Croozer bei der Neuauflage seines Topmodells die Spurbreite auf 80 cm verringert hat. Zum Glück ohne Platzeinbußen: Kinder können bis sechs Jahre oder 117 cm mitfahren. Wer nur ein Kind hat, kann auf den Einsitzer (899 Euro) zurückgreifen. Doch auch dann lohnt sich der 100 Euro teurere Zweier, um einen Freund mit ins Freibad nehmen zu können.
Infos: www.croozer.com

Der Croozer Kid Vaaya überzeugt mit Multifunktionalität und Komfort. Das Fliegen- und Regenverdeck haben wir nur fürs Foto offen gelassen. Es schützt während der Fahrt vor Zugluft und aufwirbelnden Steinchen. Foto: Jessica Blank
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