Umweltzone Paris: Einfahrt nur noch mit Plakette

Seit Anfang Februar brauchen in Paris auch ausländische Fahrzeuge eine Umweltplakette. Die Zone umfasst den Bereich innerhalb der Ringautobahn, nicht aber diese selbst. Die "Crit'Air-Vignette soll die Luftqualität in der französischen Hauptstadt verbessern helfen. Sie kann über die vom Umweltministerium betriebene Internetseite https://www.certificat-air.gouv.fr (französisch und englisch) zum Preis von 3,70 Euro plus 1,10 Euro für den Versand (Dauer ca. fünf Tage) bestellt werden und ist in sechs Stufen je nach Schadstoffausstoß gemäß Euro-Norm und dem Datum der Erstzulassung erhältlich.   

In die beste Kategorie in "Grün" fallen Elektroautos, in die schlechteste in "Grau" Pkw, Wohnmobile bis 3,5 Tonnen und leichte Nutzfahrzeuge, die zwischen 1997 und 2000 erstmals zugelassen wurden. Noch ältere Fahrzeuge erhalten keine Plakette; für sie gilt tagsüber unter der Woche ein generelles Fahrverbot. Dies ist auch bei Motorrädern mit Erstzulassung vor dem 1. Juni 1999 der Fall. Für Lkw, Busse und Wohnmobile über 3,5 Tonnen gelten noch strengere Kriterien.

Wer ohne gültige Plakette erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 65 Euro rechnen. Ob es eine Übergangsfrist für Touristen geben wird, steht noch nicht fest. Der ARCD rät deshalb jetzt schon zum Kauf der Vignette.

Hinweis: Zum leichteren Verständnis gibt es alle Informationen auch in deutscher Sprache unter www.crit-air.fr. Hier ist ebenfalls der Kauf der Plaketten möglich, allerdings zu einem weit höheren Preis. Deshalb rät der ARCD, den Kauf trotzdem über die französische Seite zu tätigen.

22.02.2017

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