Tipps rund um die Vignettenpflicht

Kaum eine Autobahn in den Nachbarländern, die kostenlos genutzt werden darf. Tipps, worauf bei der Vignettenpflicht in Österreich und der Schweiz zu achten ist.

Während Deutschland noch Mautpläne schmiedet, hat Österreich die Preise für die Vignette 2017, die ab 1. Dezember gilt, leicht erhöht. Sie kostet jetzt für Pkw im Jahr 86,40 Euro, für zwei Monate 25,90 Euro und für zehn Tage 8,90 Euro. Für Motorräder werden in den entsprechenden Zeiträumen 34,40 Euro, 13 Euro und 5,10 Euro fällig. Das türkisfarbene Pickerl gilt ab 1. Dezember 2016 bis Ende Januar 2018 auf allen Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich. Anders als in der Schweiz benötigen Anhänger oder von einem Pkw gezogene Wohnwagen in Österreich keine extra Vignette. In der Schweiz kostet die hellgrüne Autobahnvignette für Pkw und Motorräder weiterhin 40 Schweizer Franken bzw. 38,50 Euro. 

Um möglichst entspannt in den Winterurlaub zu starten, können Mitglieder Vignetten für Österreich und die Schweiz vorab beim ARCD kaufen. Ansonsten sind sie auch an den Tankstellen in Grenznähe erhältlich. 

Korrektes Anbringen

Werden Mautpreller in Österreich von Polizei oder ASFINAG erwischt, zahlen sie vor Ort eine Ersatzmaut in Höhe von 120 Euro (Pkw) bzw. 65 Euro (Motorrad). Wer sich weigert, wird angezeigt und muss mit einer Strafe von bis zu 3000 Euro rechnen. In der Schweiz kann ein Bußgeld in Höhe von 200 Schweizer Franken fällig werden. Bei Manipulation oder missbräuchlicher Verwendung wird die Bundesanwaltschaft eingeschaltet, wodurch es noch teurer werden kann. Selbst das falsche Anbringen der Vignette kann ein Bußgeld zur Folge haben. Autofahrer müssen deshalb darauf achten, sie korrekt aufzukleben: gut sichtbar innen an die Windschutzscheibe links oben oder im Bereich des Rückspiegels, keinesfalls auf dem Tönungsstreifen. Bei Motorrädern ist vorgeschrieben, sie auf ein nicht leicht auswechselbares Teil wie Tankdeckel oder Gabelholm zu kleben. Einmal angebracht, darf man die Vignette nicht wieder herunterreißen, um sie anders festzukleben, denn dabei wird sie ungültig. Am besten hält die Vignette auf einer sauberen, trockenen Stelle. Die Scheibentemperatur sollte beim Aufkleben nicht weniger als fünf Grad Celsius betragen, sonst kann sich der Kleber lösen.

Ersatzvignette

Eine kaputte Windschutzscheibe kann die Folge von Wildschäden, Steinschlag oder anderen Unfällen sein. In solch einem Fall können Fahrzeughalter in beiden Nachbarländern eine Ersatzvignette für die Jahresvignette oder Kostenersatz beantragen – vorausgesetzt, die Ersatzkosten sind nicht durch eine Versicherung o.ä. abgedeckt. Die Trägerfolie mit der Seriennummer gilt hier als Kaufnachweis. Zusätzlich sind u.a. eine Austauschrechnung der Windschutzscheibe und die alte Vignette bzw. Reste davon vorzulegen. In der Schweiz sind die Zollstellen für Ersatzvignetten zuständig, in Österreich geht das u.a. bei der ASFINAG oder an der Autobahn Tank- und Rastanlage Inntal an der Grenze Kiefersfelden. 

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