Neuer Präsident für den ARCD

„Das vernetzte Auto – Chancen und Risiken“, unter diesem Motto stand die 25. Haupt-versammlung des ARCD Auto- und Reiseclub Deutschland e. V. am 13. und 14. Oktober am Sitz der Clubzentrale in Bad Windsheim. Die 98 Delegierten aus den acht Landesverbänden des ARCD wählten dabei das neue Präsidium für die nächsten vier Jahre und legten wichtige Leitlinien für die Zukunft fest.

Mit überwältigender Mehrheit wurde Rechtsanwalt Gerhard Aldebert zum neuen Präsidenten des ARCD gewählt. Er folgt in diesem Amt auf Dipl.-Ing. Wolfgang Dollinger, der sich nach 20-jähriger Präsidentschaft nicht mehr zur Wahl stellte. Die Versammlung verlieh ihm als Anerkennung für sein langjähriges Engagement für den Club einstimmig die Ehrenmitgliedschaft und die Ehren-Präsidentschaft.

Positive Entwicklung in die Zukunft weitertragen
Gerhard Aldebert dankte den Delegierten für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Stellvertretend für die drei weiteren Präsidiumsmitglieder versprach er, alles dafür zu tun, dass auch die kommende Wahlperiode erfolgreich für den Club verlaufe. Er verwies damit auf die überaus positive Entwicklung in den vergangenen vier Jahren, die dem ARCD mehr als 22 000 Neumitglieder beschert habe. „Die Zahl der Clubmitglieder ist damit auf über 134 000 gestiegen“, so der neue Präsident, was nicht zuletzt der erfolgreichen Kooperation mit dem ARCD-Versicherungspartner, der SIGNAL IDUNA Gruppe, zu verdanken sei. Denn die Zusammen-arbeit ermögliche es beiden Partnern, ihren Kunden und Mitgliedern ein leistungsstarkes Rundumpaket an Service- und Dienstleistungen im Bereich Mobilität zu bieten. Dies hatte anlässlich der Eröffnungsveranstaltung bereits Jörg Krieger, Vorstand Adler Versicherungen, einem Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe, betont und zudem angekündigt, die Kooperation mit dem ARCD noch weiter auszubauen.

Im ARCD-Präsidium bestätigt, und zwar jeweils nahezu einstimmig, wurden Rechtsanwalt Michael Lübeck als neuer Vize-Präsident und Diplom-Finanzwirt Thomas Brockmann als Schatzmeister. Neu in die organisatorische Spitze eingezogen ist Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Wrede als weiteres Präsidiumsmitglied.

„Das vernetzte Auto – Chancen und Risiken“

Gemeinsam mit dem Festredner der ARCD-Hauptversammlung, Prof. Dr. jur. Volker Lüdemann, Professor für Wirtschafts- und Wettbewerbsrecht sowie Wissenschaftlicher Leiter am Niedersächsischen Datenschutzzentrum der Hochschule Osnabrück, stellte der scheidende Präsident Wolfgang Dollinger den Delegierten und Ehrengästen das Motto „Das vernetzte Auto – Chancen und Risiken“ vor. Der ARCD habe dieses Motto zu einem Schwerpunkt seiner aktuellen Aufklärungs- und Informationskampagne gemacht, weil nach seinen Beobachtungen im Zuge der Einführung des (teil-)autonomen Fahrens das Datenschutzbedürfnis der Autofahrer sehr leicht unter die Räder kommen könne. Dies konnte Prof. Lüdemann in seinem Festvortrag nur bestätigen. Auch er sah die rapide fortschreitende Entwicklung des ungehemmten, unkon-trollierten Datenaustausches in der vernetzten Mobilität äußerst kritisch. 

ARCD fordert mehr Verbraucherschutz bei der Digitalisierung der Mobilität
Dollinger forderte einen transparenten Wettbewerb in diesem Bereich mit offenen Schnittstellen für alle Marktteilnehmer. Vor allem aber müsse beim Datenverkehr zwischen Fahrzeug und Herstellern die Aufrechterhaltung der Privatsphäre aller Autoinsassen gewährleistet sein. Nachteile dürften dem Einzelnen, der die Herausgabe persönlicher Daten verweigere, keinesfalls entstehen. Nur dann ließen sich die Vorteile vernetzter Mobilität auch sinnvoll nutzen. Hier sei eindeutig der Gesetzgeber gefordert, der die Regulierung von Datenschutzfragen im Straßenverkehr endlich ernst nehmen müsse. Der ARCD werde sich dafür einsetzen, dass dem Verbraucher durch die bislang weitgehend unlimitierte Datensammelwut der Autohersteller keine gravierenden Nachteile entstünden.

Brisante Verkehrsthemen für die Clubarbeit in den kommenden Jahren
Aber nicht nur in Sachen Schutz der Privatsphäre, sondern bei vielen weiteren Verbraucher-schutz- und Verkehrssicherheitsthemen sei der ARCD als kompetenter Meinungsbildner und laut vernehmbare Stimme seiner Mitglieder gefordert – speziell bei den äußerst sensiblen  Bereichen Ablenkung am Steuer, Autonomes Fahren und Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Diese „Dauerbrenner“ würden deshalb auch in der kommenden Wahlperiode wichtige Eckpunkte der Clubarbeit bilden. ARCD

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