Kein Alkohol am Steuer

Auf Weihnachtsfeiern und -märkten geht es zum Jahresende mitunter feuchtfröhlich zu. Nach Glühwein, Feuerzangenbowle oder heißem Caipirinha lassen Feiernde das Auto besser stehen.

Die Wirkung von Alkohol hängt von zahlreichen Faktoren ab – darunter Geschlecht, Gewicht und Tagesform. Gerade warme, alkoholhaltige Getränke der Vorweihnachtszeit werden häufig unterschätzt. Schon geringe Mengen Alkohol verringern die Reaktionsfähigkeit. Den meisten bekannt ist der Schwellenwert von 0,5 Promille. Wer mit dieser Blutalkoholkonzentration Auto fährt, dem drohen bereits beim ersten Verstoß 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat. Aber schon bei weniger Alkohol im Blut, nämlich 0,3 Promille, kann der Führerschein weg sein, und es können Punkte sowie Bußgeld fällig werden – und zwar dann, wenn der Fahrer Auffälligkeiten zeigt und zum Beispiel Schlangenlinien fährt oder einen Unfall verursacht. Das Überschreiten der 1,1-Promille-Grenze gilt in Deutschland als Straftat und kann mit Punkten, einer hohen Geld- und mehrjährigen Freiheitsstrafe sowie der Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) geahndet werden.

Besonders strenge Grenze für Fahranfänger

Unter 21-Jährige oder jene in der zweijährigen Probezeit haben absolutes Alkoholverbot am Steuer. Halten sie sich nicht daran und werden sie erwischt, müssen sie mit mindestens 250 Euro Bußgeld und einem Punkt rechnen. Wer noch in der Probezeit ist, dem droht zusätzlich deren Verlängerung auf vier Jahre und die Teilnahme an einem Verkehrsseminar.

Wer sich als eingetragene Begleitperson vom Nachwuchs nach Hause bringen lässt, muss sich ebenfalls an die 0,5-Promillegrenze halten, wenn es sich dabei um einen Fahranfänger handelt, der am Begleiteten Fahren mit 17 teilnimmt. Sonst gefährdet er den Führerschein des Fahranfängers. 

Fahrrad ist keine Alternative

Wenn auch von vielen so gesehen, ist das Fahrrad keine Alternative. Zur eigenen Sicherheit sollte man es nach dem Feiern besser stehen lassen. Werden Radler ab 1,6 Promille auf dem Fahrrad erwischt, können sie ihren Führerschein verlieren und müssen mit Bußgeld und der Auferlegung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) zur Fahreignung rechnen. Auch am Tag danach sollte man seine Fahrtauglichkeit genau überdenken – gerade einmal 0,1 bis 0,15 Promille Alkohol im Blut baut der Körper pro Stunde ab. Möglicherweise sind auch dann Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel immer noch die bessere Wahl.

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