Zeitumstellung: Vorsicht Wildwechsel

Nach der Zeitumstellung ist in der Dämmerung mit erhöhtem Wildwechsel zu rechnen. Foto: stock.adobe.com/OFC Pictures

Die Uhren werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 28.10.2018, um eine Stunde zurückgestellt. Viele Pendler sind dadurch in den kommenden Wochen in der Dämmerung unterwegs. Gerade dann, wenn große Wildtiere auf Futtersuche gehen.

„Egal, wie oft die Menschen an der Uhr drehen - Wildtiere kennen keine Zeitumstellung", erklärt Dr. Andreas Kinser, Jagd- und Forstreferent der Deutschen Wildtier Stiftung. „Der Biorhythmus von Rothirsch und Reh oder Wildschwein und Fuchs orientiert sich vor allem am Sonnenstand – und in der Dämmerung sind sie nun mal besonders aktiv.“ Durch die Zeitumstellung sind die Hauptverkehrszeit und die Hauptaktivitätsphase der Wildtiere identisch – und damit plötzlich eine tödliche Gefahr: Rein rechnerisch kollidiert nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft deutschlandweit alle zwei Minuten ein Wildtier mit einem Auto!

Gefährdete Bereiche im Auge behalten

„Autofahrer müssen jetzt in den frühen Abendstunden unbedingt mit Wildwechsel rechnen und vorbereitet sein“, sagt Kinser. „Besonders risikoreich sind Waldbereiche und Wald- sowie Feldübergänge“, sagt der Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. Auch entlang der letzten Maisfelder gilt es, langsam zu fahren. Nässe und Laub verlängern außerdem den Bremsweg. Viele Wildunfälle könnten jedoch verhindert werden, wenn Autofahrer die Gefahr von Wildwechsel rechtzeitig erkennen. Die ARCD-Experten raten, die gefährdeten Bereiche am Straßenrand im Blick zu behalten und auf reflektierende Punkte, also die Augen der Wildtiere, zu achten. Taucht eine Tiersilhouette auf, sollten Autofahrer sofort abbremsen und abblenden. Aber Vorsicht: Überquert ein Tier die Straße, können auch weitere folgen. 

Beim Unfall nicht ausweichen

„Kann ein Zusammenprall nicht vermieden werden, versuchen Sie niemals auszuweichen“, rät Kinser. Eine Kollision mit Straßenbäumen oder gar dem Gegenverkehr hat für Autofahrer deutlich schlimmere Folgen als der Zusammenprall mit einem Wildtier. Wenn es zu einem Wildunfall gekommen ist, sollte der Autofahrer in jedem Fall die Polizei benachrichtigen – auch, wenn das angefahrene Wildtier noch lebt oder verschwunden ist. Denn die Polizei informiert den zuständigen Förster oder Jäger, der das Tier sucht und von seinem Leid erlöst. Außerdem stellt die Polizei eine Bescheinigung über den Wildunfall aus, damit der Autofahrer den entstandenen Schaden über seine Kaskoversicherung begleichen lassen kann.

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