Winterreifenpflicht im Ausland

Die Regeln zur Winterreifenpflicht unterscheiden sich von Land zu Land. Foto: adobestock/bilanol

Wann in Deutschland Winterreifen aufgezogen werden müssen, sollten die meisten Autofahrer wissen. Doch welche Regeln gelten eigentlich im Ausland?

Deutschland: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- und Reifglätte sind vier Winterreifen hierzulande verpflichtend. Reifen mit der M+S-Kennzeichnung, die bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt wurden, dürfen Autofahrer noch bis zum 30. September 2024 benutzen. Wer neue Winterreifen kauft, sollte darauf achten, dass sie mit dem Alpine-Symbol (Berg mit Schneeflocke) gekennzeichnet sind. Übrigens: Den aktuellen Winterreifentest finden Sie hier.

Österreich: Im Nachbarland müssen Pkw und Lkw bis 3,5 Tonnen vom 1. November bis 15. April Winterreifen aufgezogen haben – vorausgesetzt die Straßen sind mit Schnee und Eis bedeckt. Da das aber gerade in höheren Lagen oft der Fall ist, empfiehlt der ARCD bei Fahrten nach Österreich in diesem Zeitraum grundsätzlich Winterreifen. Erlaubt sind alle Pneus mit den Kennzeichnungen M+S, M.S oder M&S. Sollte die Straße durchgehend mit Schnee oder Eis bedeckt sein, sind statt Winterreifen sogar Sommerreifen mit Schneeketten erlaubt.

Schweiz: Überraschend, aber in der Schweiz gibt es keine Winterreifenpflicht. Autofahrer, die aufgrund falscher Bereifung bei winterlichen Straßenverhältnissen den Verkehr behindern, müssen mit einem Bußgeld rechnen. Schilder können zudem die Nutzung von Schneeketten anordnen.

Frankreich: Es besteht keine Winterreifenpflicht. Durch entsprechende Schilder können jedoch Schneeketten vorgeschrieben sein. Diese blauen Schilder mit einem weißen Reifen mit Schneeketten werden oft auch kurzfristig aufgestellt. Von daher sollten Schneeketten bei Urlaubsfahrten nach Frankreich grundsätzlich an Bord sein, rät der ARCD. Manchmal sind anstatt Ketten auch Winterreifen erlaubt. Dann hängt unter dem Schild der Zusatz „Pneus neige admis“ oder „Pneus hiver admis“.

Italien: Auch in Italien sind Winterreifen nicht verpflichtend. Es ist aber möglich, dass Verkehrszeichen Winterreifen oder Schneeketten vorschreiben. Im Aosta-Tal gibt es eine Ausnahme: Dort müssen vom 15. Oktober bis 15. April Winterreifen aufgezogen sein. Ebenso auf der Brennerautobahn in Südtirol vom 15. November bis 15. April. Da gilt eine sogenannte Winterausrüstungspflicht, die mit aufgezogenen Winterreifen allerdings bereits erfüllt ist.

Litauen: Winter- oder Ganzjahresreifen sind vom 10. November bis 1. April vorgeschrieben. Damit diese wintertauglich sind, müssen sie mindestens eine Profiltiefe von drei Millimetern vorweisen. Motorräder, Mopeds und Quads dürfen vom 1. März bis 30. November mit Sommerreifen fahren, wenn die Straßen eis- und schneefrei sind. Vom 1. Dezember bis 1. März sind dann Winterreifen Pflicht.

Island: Winterreifen sind nicht nötig, aber vom 1. November bis 14. April müssen die Reifen mindestens drei Millimeter Profiltiefe haben.

Belgien, Griechenland, Malta, Dänemark, Irland, Polen: In diesen Ländern besteht keine Winterreifenpflicht.

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