Vorsicht Meningokokken: Serotyp W nimmt in westlichen Ländern zu

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Reisende, insbesondere Austauschschüler und -studenten, sollten einen möglichst umfassenden Impfschutz gegen Meningokokken haben, warnt das CRM Centrum für Reisemedizin. Das Institut empfiehlt den Immunschutz gegen alle derzeit impfpräventablen Serogruppen A, B, C, W und Y.

Meningokokken der Art Neisseria meningitidis – die Erreger gefährlicher Hirnhautentzündungen­ – kommen weltweit in zwölf unterschiedlichen Serotypen vor. Traditionell herrschen in Europa die Serotypen B und C vor. Im so genannten Meningitis-Gürtel im Afrika südlich der Sahara dominierte bis vor wenigen Jahren der Serotyp A, jetzt überwiegt der Typ W deutlich. Seit einiger Zeit kommt es auch in verschiedenen westlichen Ländern – unter anderem in Australien, Tasmanien, aber auch in europäischen Länder wie den Niederlanden und England – zu einem Anstieg der Infektionen, die durch den Serotyp W verursacht werden. „MenW“ zählt zu den Meningokokken-Infektionen, die am häufigsten tödlich verlaufen.

Die Niederlande und England haben auf diese Entwicklung reagiert und einen Vierfachimpstoff gegen die Serotypen A,C, W und Y in das staatliche Impfprogramm aufgenommen, der den Einfachimpfstoff gegen Meningokokken vom Typ C ersetzt. In Deutschland ist weiterhin nur die Impfung gegen Meningokokken vom Typ C im Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO) vorgesehen.

Meningokokken werden durch Tröpfcheninfektion - beim Niesen, Husten und Sprechen – übertragen und können grundsätzlich zwei verschieden Krankheitsbilder verursachen: Die namengebende Hirnhautentzündung (Meningitis) und eine Blutvergiftung (Sepsis), die auch gemeinsam auftreten können. „Beide Krankheiten entwickeln sich extrem rasch und können tödlich verlaufen“, sagt Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM.

Meningokokken-Infektionen können in jedem Lebensalter auftreten, sind jedoch in zwei Altersgruppen besonders häufig: Meist sind Kinder im 1. und 2. Lebensjahr sowie 15- bis 19-jährige Jugendliche betroffen. Jenseits des 25. Lebensjahres tritt die Erkrankung eher selten auf, sofern nicht besondere Risikofaktoren vorliegen.
 
Vor allem jüngere Reisende sollten deshalb einen möglichst umfassenden Impfschutz gegen Meningokokken haben, rät das CRM Centrum für Reisemedizin. Das Institut empfiehlt den Immunschutz gegen alle derzeit impfpräventablen Serogruppen A, B, C, W und Y. Risikogruppen sind insbesondere Austauschschüler und –studenten , wenn sie engen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung haben oder in Gemeinschaftsunterkünften übernachten. 

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