Unfallzahlen 2017: Radfahrer besonders gefährdet

Mit einem Helm können sich Fahrradfahrer im Straßenverkehr selbst schützen.Foto: stock.adobe.com/Monkey Business

Nach Auswertung aller Ergebnisse hat das Statistische Bundesamt (Destatis) nun Mitte Juli die abschließenden Unfallzahlen für das Jahr 2017 vorgelegt. Eine wesentliche Erkenntnis dieser Analyse: Auch wenn die Zahl der Getöteten (3.180; -0,8 %) und Verletzten (390.312; -1,6 %) im Vergleich zum Vorjahr insgesamt rückläufig ist, zeichnet sich bei Radfahrern ein besonderes Gefährdungspotenzial ab. Laut Destatis starben 2017 auf deutschen Straßen 382 Radlerinnen und Radler, mehr als 79.000 wurden verletzt. Damit war jeder achte Verkehrstote und jeder fünfte Verletzte im Straßenverkehr auf dem Fahrrad unterwegs.

Die häufigsten Gegner bei Unfällen mit Radfahrern als Leidtragenden waren Pkw (46.200 Unfälle mit 137 Getöteten). Bei 3.100 Unfällen mit Radfahrern waren Lkw beteiligt, dabei starben 76 Radfahrer. Jeder dritte dieser Unfälle ereignete sich in Abbiege-Situationen (37 getötete Radfahrer).

Radfahrer sind besonderen Risiken ausgesetzt

Das besondere Gefährdungspotenzial zeigt sich darin, dass die Zahl der getöteten Radfahrer im Vergleich zu 2010 nahezu konstant geblieben ist, während sich die Zahl der Verkehrstoten insgesamt seit dieser Zeit um 13 Prozent verringert hat.

Vor dem Hintergrund, dass das Fahrrad – auch mit elektrischem Antrieb – als alternatives Verkehrsmittel immer beliebter wird, appelliert der ARCD an das partnerschaftliche Miteinander im Straßenverkehr sowie verstärkte Vorsicht und Rücksichtnahme insbesondere auf schwächere Verkehrsteilnehmer, wie etwa Radfahrer. Zu befürworten sind außerdem Initiativen zur Einführung von Abbiege-Assistenten bei Lkw – zuletzt gestartet durch das Bundesverkehrsministerium.

Fahrradhelm zum Selbstschutz tragen

Darüber hinaus sollte jeder Radfahrer dafür sorgen, sich möglichst selbst zu schützen. Dazu gehört vor allem, bei jeder Fahrt einen Helm zu tragen. Gerade bei Zusammenstößen mit Kraftfahrzeugen haben Radfahrer ein erheblich geringeres Risiko, schwere Kopfverletzungen davon zu tragen, wenn sie mit einem Helm auf dem Kopf unterwegs waren.

Nach der Statistik sind Radfahrer der Generation 75+ im Straßenverkehr besonders gefährdet. 2017 starben 155 Menschen dieser Altersgruppe bei einem Fahrradunfall. Ihr Anteil an allen im Straßenverkehr getöteten Radlern lag damit bei über 40 Prozent.

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