Umstellung auf Sommerzeit am letzten März-Wochenende

Am letzten Wochenende im März werden die Uhren wieder eine Stunde vor auf Sommerzeit gestellt. Foto: stock.adobe.com/magele-picture

In der Nacht vom 30. auf den 31. März 2019 ist es wieder so weit: Die Uhren werden von Winter- auf Sommerzeit umgestellt - und zwar nach vorne. Damit wird die Nacht zwischen Samstag und Sonntag um eine Stunde kürzer. Auch wenn sie sonntags ausschlafen können, sollten Autofahrer in den Tagen nach der Zeitumstellung einiges beachten.

Die Umstellung auf Sommerzeit stecken nicht alle Menschen gleich gut weg. Bei vielen zeigen sich körperliche Auswirkungen, denn der gewohnte Biorhythmus ist in den ersten Tagen häufig gestört. Die Folge sind dann Müdigkeit und Unkonzentriertheit, was sich negativ auf die Aufmerksamkeit und Fitness beim Autofahren und damit auf die Verkehrssicherheit auswirken kann. Wer mit Umstellungsproblemen zu kämpfen hat, sollte das entsprechend bei seiner Fahrplanung berücksichtigen, Pausen einlegen oder notfalls auf Alternativen umsteigen.

Auf andere Verkehrsteilnehmer achten

Durch die „fehlende“ Stunde ist es in der ersten Zeit auch morgens wieder länger dunkel. Vor allem im Berufsverkehr sollten Autofahrer dann wieder verstärkt auf Schulkinder, Fußgänger und Radfahrer achten. Auch sie bewegen sich aufgrund der Zeitumstellung unter Umständen unaufmerksamer im Straßenverkehr und sind möglicherweise schlechter zu sehen.

Gefahr von Wildunfällen steigt

Im Gegensatz zu uns Menschen machen Tiere die Zeitumstellung nicht mit. Rehwild ist besonders in der Dämmerung, und damit in der Zeit des Berufsverkehrs, auf Futtersuche und wechselt dabei zwischen Wald- und Feldbereichen. Hinzu kommt, dass sich Wildschweine, Rehe und andere Arten nach der Winterruhe im März und April verstärkt auf Futtersuche begeben und sich in den Morgenstunden an den Straßenrand wagen. Die Wildwechselzonen liegen oft in bekannten Bereichen, die durch Warnschilder gekennzeichnet sind. Hier müssen Verkehrsteilnehmer besonders aufmerksam mit angepasster Geschwindigkeit fahren. Vorsicht ist auch bei neu gebauten Straßen durch Wälder geboten, denn hier behalten die Tiere in der Regel ihren gewohnten Wechsel bei.

Mit Nachzüglern rechnen

Taucht Wild auf oder in der Nähe der Fahrbahn auf, heißt es, die Geschwindigkeit zu verringern, abzublenden und zu hupen. Keinesfalls sollten gefährliche Ausweichmanöver gewagt werden: Die Gefahr, mit entgegenkommenden Fahrzeugen zusammenzustoßen oder die Fahrt an einem Baum zu beenden, ist zu groß. Übrigens kommt ein Tier selten alleine, deshalb muss immer auch mit Nachzüglern gerechnet werden.

Was nach einem Wildunfall zu tun ist

Hat es gekracht, ist die Warnblinkanlage einzuschalten und die Unfallstelle mit einem Warndreieck zu sichern. Zum Schutz anderer Verkehrsteilnehmer sollte totes Wild möglichst von der Straße gezogen werden. Wegen der Tollwutgefahr darf es dabei aber nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Auf keinen Fall darf es aber mitgenommen werden, dies gilt als Wilderei und ist strafbar. Außerdem ist die Polizei oder ein Jäger zu verständigen, auch wenn das Tier geflohen ist und unklar ist, ob oder wie stark es verletzt sein könnte. Hilfreich ist es für den Jäger, der das verletzte Tier aufspüren soll, die Fluchtrichtung zu kennen.

Versicherung zahlt nicht immer

Auf jeden Fall sollten sich betroffene Autofahrer eine Wildunfallbestätigung ausstellen lassen. Noch immer übernehmen einige Versicherer bei einer Teilkaskoversicherung meist nur den Schaden von Unfällen mit Jagdwild. Eichhörnchen etwa zählen oft nicht dazu, Hasen dagegen schon. Der ARCD gewährt seinen Mitgliedern Zuschüsse zu den selbst verbleibenden Reparaturkosten am Fahrzeug – und zwar bei Zusammenstößen mit Tieren jeglicher Art und bis zu 300 Euro je Fall im Rahmen der Clubhilfe.

Ende der Zeitumstellung möglicherweise schon in zwei Jahren

Bald schon könnte die zwei Mal jährliche Zeitumstellung Geschichte sein. Das Europäische Parlament hat am 26. März 2019 im Plenum für die Abschaffung der Umstellung zwischen Winter- und Sommerzeit ab dem Jahr 2021 gestimmt. Gesucht wird nun ein Weg zu einer weitgehenden Vereinheitlichung. Bei der kommenden Tagung des EU-Verkehrsministerrats am 6. Juni sollen die einzelnen Mitgliedsstaaten nun ihre jeweiligen Positionen darlegen. Für den Herbst 2019 wird dann erwartet, dass sich EU-Parlament und EU-Rat auf ein abschließendes Gesetz einigen. 2020 soll dann entschieden werden, welche Zeit in welchem Land künftig als Normalzeit gelten soll.

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