So lief die Safety Trophy 2019

Trotz trüben Wetters herrschte beste Stimmung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der diesjährigen Safety Trophy. Fotos: Zbigniew Mazar

Bei der Safety Trophy 2019, dem Fahrsicherheitswettbewerb der AUTO ZEITUNG mit ihren Partnern ARCD, Continental und Mercedes-Benz, mussten die Teilnehmer nicht nur knifflige Prüfungen bestehen, sondern auch Wind und Wetter trotzen. Die gute Stimmung konnte dies aber nicht trüben. Und am Ende waren alle um mindestens eine Erfahrung reicher.

Jetzt gilt es: Patrick Gohlke beschleunigt den Mercedes SL 500 auf Tempo 60, das mit Pylonen markierte Hindernis fliegt auf ihn zu. Auf dem nassen Asphalt spiegelt sich das Licht der LED-Scheinwerfer. Jetzt muss er in kürzester Zeit das Richtige tun: Er lenkt im letzten Moment ein, umkurvt mit quietschenden Reifen die Pylonen und findet wieder in seine Spur zurück. Geschafft.

An diesem Tag ging es für Gohlke „nur“ um den Sieg bei der Safety Trophy 2019. In Zukunft könnte es für den jungen Familienvater aus Osnabrück jedoch um viel mehr gehen, sollte er im Alltag etwa einem Passanten ausweichen müssen, der mit dem Smartphone vor der Nase einfach auf die Straße läuft. Ein Phänomen, auf das der ARCD mit seiner Verkehrssicherheitskampagne „Lass dich nicht APPlenken!“ auch während der Safety Trophy aufmerksam macht. „Ich finde es ganz wichtig, auf solche Situationen vorbereitet zu sein“, sagt der 31-Jährige. Schließlich betrifft Ablenkung im Straßenverkehr nicht nur Autofahrer, die hinter dem Steuer mit dem Smartphone hantieren, sondern alle Verkehrsteilnehmer – auch Fußgänger oder Radfahrer.  

Teststrecke geöffnet

So wie Patrick Gohlke beteiligten sich viele Leser und ARCD-Mitglieder an dem Sicherheitswettbewerb der AUTO ZEITUNG, der 2019 in seine 13. Auflage ging. Wieder mit am Start waren der ARCD, Continental und Mercedes-Benz als Partner. Auch Clubmitglied Roberto Byfut hatte Glück und gehörte zu den 20 Teilnehmern, die sich zum Finale auf dem Contidrom bei Hannover trafen. Seine Vorfreude war groß: „Das ist eine tolle Gelegenheit, die verschiedenen Fahrzeuge zu fahren und auszuprobieren.“

Schon bei der Einfahrt zur Teststrecke von Continental stieg die Spannung – das Gelände ist normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Leider zeigte sich die Lüneburger Heide diesmal von ihrer regnerischen Seite, sodass die Streckenbewässerung beim Nasshandling eher symbolischer Natur war und die Teilnehmer beim Ringen um den Sieg in der Gesamtwertung gegen einen Gegner mehr zu kämpfen hatten: das Wetter. Vor der Steilkurve warteten bereits drei Mercedes-Modelle für das Gruppenfoto. Die Fahrzeuge – vom brandneuen Mercedes CLA über Coupés der C-Klasse bis zum SLC der „Final Edition“ – standen den Teilnehmern exklusiv für die Safety Trophy zur Verfügung.

Insgesamt sechs Prüfungen erwarteten die Kandidaten, an jeder Station mussten sie ihr fahrerisches Können unter Beweis stellen. „Dabei geht es nicht um Schnelligkeit, sondern darum, das Auto auch bei schwierigen Bedingungen stets unter Kontrolle zu haben“, erklärte Chefinstruktor Sebastian Koch. Er und seine Kollegen gaben den Teilnehmern wertvolle Tipps, um die Prüfungen sicher zu meistern.

Kontrolle behalten

Am Steuer herrschte schnell stille Konzentration. Vor allem das Nasshandling hatte es den Teilnehmern angetan. „Das war ein echtes Highlight gleich am Anfang“, schwärmte Roberto Byfut. Wie die Fahrhilfen auf nasser Strecke unterstützen, erfuhr das ARCD-Mitglied dabei im eigentlichen Wortsinn. Am Ende bewies Patrick Gohlke viel Fingerspitzengefühl und entschied das Nasshandling für sich.

Beim Slalom ging es ebenfalls darum, die Kontrolle über das Fahrzeug zu behalten. „Diese Prüfung hat mir am besten gefallen“, sagte Birgit Richter. „Der Instruktor hat die Prüfung toll erklärt und mir Tipps gegeben, wie das Auto auf meine Lenkbewegungen reagiert.“ Beim Bremsen wurde Richter dagegen von den Fähigkeiten des Mercedes überrascht: „Unglaublich, wie schnell so ein Auto zum Stehen kommt.“ Instruktor Caspar Winkelmann wusste, dass vor allem bei dieser Übung bereits nach wenigen Versuchen eine deutliche Steigerung zu sehen ist: „Viele Leser lernen bei der Safety Trophy zum ersten Mal, richtig auf das Bremspedal zu treten.“ Teilweise lagen bis zu neun Meter zwischen dem ersten und dem letzten Versuch. Neun Meter, die im Ernstfall Leben retten können.

Auch beim Spurwechsel kam es auf wenige Meter an, die Bahn um das simulierte Hindernis war eng gesteckt. „Aber auf der Straße hat man auch wenig Platz zum Ausweichen, wenn einem jemand die Vorfahrt nimmt“, stellte Andreas Kersting fest. Nachdem sie das Hindernis umfahren hatten, mussten die Leser sofort wieder in ihre alte Spur zurückkehren.

Um wenige Sekunden ging es dagegen im Fahrsimulator des ARCD: Während die Teilnehmer durch digital generierte Landschaften fuhren, war Handlungsschnelligkeit gefragt. Ein per Zufallsgenerator ausgelöster Reaktionstest erforderte eine Gefahrenbremsung bis zum Stillstand. Die Reaktionszeit entschied über die Platzierung.

Konstanz zählte

Wieder einmal wurde deutlich, dass sich bei der Safety Trophy Konstanz auszahlt: So gewannen der Zweit- und Drittplatzierte zwar keine Einzelprüfungen, sie landeten aber jeweils stets unter den Besten. Roberto Byfut konnte sich vor allem beim Nasshandling auszeichnen, auch den Slalom absolvierte er zügig und kontrolliert. Einen der vorderen Plätze konnte unser Clubmitglied dennoch nicht ergattern. Trotzdem hatte er einen spannenden Tag auf dem Contidrom: „Die vielen Eindrücke, die ich hier gesammelt habe, das war schon Wahnsinn.“ Und der Gewinner? Mit zwei Einzelsiegen in sechs Prüfungen fuhr Patrick Gohlke auf das höchste Podest.

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