Schiff Ahoi in Dublin

Foto: bygimmy

Auch die entlegendsten Orte der Welt sind heute in wenigen Stunden zu erreichen. Dafür sorgen komfortable und erschwingliche Flugreisen. Daran, dass dies nicht immer so war, erinnert die Jeanie Johnston. Das Museumsschiff in den Dubliner Docklands ist der originalgetreue Nachbau eines Großseeglers der Auswandererzeit. Er zählt zu den Top-Sehenswürdigkeiten der irischen Hauptstadt und kann nun von zu Hause aus besichtigt werden.

Ein große Hungersnot trieb in den 1800-er Jahren Millionen Iren dazu, ihre Heimat zu verlassen. In der Hoffnung auf ein besseres Leben nahmen sie die lange und gefährliche Überfahrt nach Amerika auf sich. Was es für die Menschen der damaligen Zeit bedeutete Heimat und Familie hinter sich zu lassen und auszuwandern, das wird im Famine Museum in Dublin gezeigt. Hier im Hafen von Dublin, liegt auch der Großsegler Jeanie Johnston. Er bildet das eindrucksvolle Herz des Auswanderermuseums. Auch wenn es sich um einen Nachbau aus dem Jahr 2000 handelt, das Schiff ist nicht weniger eindrucksvoll.

Das Original lief 1847 vom Stapel und wurde nur zehn Jahre alt. Regelmäßig verkehrte es zwischen Tralee und Nordamerika. So auch 1858. Die Jeanie Johnston war gerade mit einer Ladung Holz unterwegs, als Wasser in das Schiff eindrang und zum Untergang führte. Ein zu Hilfe geeiltes niederländisches Segelschiff rettete die Besatzung. Damit war an Bord der Jeanie Johnston während der gesamten Dienstzeit niemand ums Leben gekommen. Eine Besonderheit in jener Zeit – und Verdienst des Kapitäns. Anders als viele andere Eigner jener Tage hatte er stets darauf geachtet, nicht überladen in See zu stechen.

Vielleicht eignete sich die Jeanie Johnston gerade deshalb ganz besonders für ein Museumsschiff. In den späten 1980-er Jahren kam jedenfalls die Idee auf, den Segler nachzubauen. Im Jahr 2000 wurde das Musumsschiff getauft, die vollständige Fertigstellung ließ jedoch bis 2002 auf sich warten. Seitdem ist das Auswandererschiff ein Magnet für Touristen aus aller Welt. Zur Zeit kann auf Grund der Corona-Pandemie allerdings niemand an Bord. Trotzdem gibt es die Möglichkeit, einen Blick in die unwirtliche Welt der verarmt ausreisenden Iren zu werfen. Dafür sorgt ein virtueller Rundgang. Klicken Sie sich durch die beengten Räume und spüren Sie beispielsweise wie es war, auf hoher See ein Kind zur Welt zu bringen.

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