Rückrufe manipulierter Diesel bei Audi und Mercedes

Das Kraftfahrtbundesamt hat bei den Modellen Audi A6 (im Bild) und A7 unzulässige Abschalteinrichtungen festgestellt und die Neuwagenauslieferungen gestoppt. Foto: Audi

Und läuft und läuft und läuft… Doch diesmal ist nicht der Millionen-Bestseller VW Käfer gemeint, sondern die Rückrufwelle des Volkswagen-Konzerns, der sich seit dieser Woche auch noch Daimler angeschlossen hat. Der Dieselskandal um manipulierte Software geht damit in die nächste Runde.

Rückrufe rund um Dieselmotoren sind beim Volkswagen Konzern ja nun wirklich nichts Neues mehr. Jüngster Fall sind die beiden Audi-Oberklasse Modelle A6 und A7. Bei den verwendeten 3,0-Liter-TDI-Motoren stellte das Kraftfahrtbundesamt (KBA) unzulässige Abschalteinrichtungen fest, die zu erhöhten Stickoxidwerten (NOx) im Abgas führen können. Das auch diese Euro-6-Modelle in den letzten Monaten noch über die Umweltprämien zu kaufen waren, ist dabei eine prekäre Randnotiz. Die Auslieferungen an Kunden wurden schon vor einem Monat gestoppt. Wann die Modelle wieder erhältlich sind, lässt sich zurzeit nicht absehen. Wie schon bei anderen Diesel-Rückrufen im Volkswagen-Konzern ist mit einem Update der Motorsteuerungssoftware zu rechnen. Betroffen sind weltweit rund 60.000 Fahrzeuge, alleine in Deutschland sollen es mehr als die Hälfte sein. 

Sechszylinder-Diesel in vielen Modellen

Für Audi ist es im Dieselskandal nicht der erste Rückruf. Angaben des KBA zufolge wurden schon in den Modellen A4, A5, A6, A7, A8, Q5 und Q7 mit 3,0-Liter-Euro-6-Motor unzulässige Abschalteinrichtungen nachgewiesen. Im Mai dieses Jahres musste auch Porsche ran. So erkannte die Behörde beim Top-SUV Cayenne mit 4,2-Liter-V8-TDI und dem kleineren Macan mit 3,0-Liter-V6-TDI ähnliche Abschaltprogramme. 

Auch Daimler betroffen

Auch wenn Daimler in den Medien lange Zeit Abschaltprogramme dementierte, scheint das KBA nun doch eine solche Software entdeckt zu haben und ordnete einen Massenrückruf von 774.000 Autos mit Euro-6-Abgasnorm in Europa an. In Deutschland geht es um 238.000 Fahrzeuge. War es anfangs nur das Transportermodell Vito mit 1,6-Liter-Diesel-Motor, so hat das KBA nun seine Liste auch auf Modelle der C-Klasse und den Geländewagen GLC erweitert. Laut Angaben des deutschen Automobilherstellers handele es sich aber keineswegs um unzulässige Abschalteinrichtungen und widerspricht weiterhin vehement dem Vorwurf illegal gehandelt zu haben. So erklärt das Unternehmen zum Mercedes Vito: "Die Funktionen sind Teil eines komplexen Abgasreinigungssystems, das eine robuste Abgasreinigung bei unterschiedlichen Fahrbedingungen und über die Nutzungsdauer eines Fahrzeugs sicherstellen soll. Für das Bestehen des maßgeblichen Test-Zyklus NEFZ sind die in Frage stehenden spezifischen Programmierungen nicht erforderlich."

Daimler behält sich vor die Rechtsauslegung auch vor Gericht klären lassen. Volkswagen kostete der Dieselskandals bislang rund 25 Milliarden Euro, die will sich die Marke mit dem Stern sicherlich ersparen. 

Notruf
Ihre ARCD Notfall Rufnummer:

Aus dem Inland:

0 98 41 / 4 09 49

Aus dem Ausland:

+49 98 41 / 4 09 49

24 Stunden erreichbar.

Für Sie erreichbar

Für alle Fragen rund um die ARCD Mitgliedschaft steht Ihnen unser Service-Team in der ARCD Clubzentrale (Montag bis Freitag von 08.00 bis 19.00 Uhr und an Samstagen von 09.00 bis 14.00 Uhr) gerne zur Verfügung.

0 98 41 / 4 09 500

Fax: 0 98 41 / 4 09 264
E-Mail: info@arcd.de