Rekorde, Visionen und viel Flair: Zu Besuch in der Münsterstadt Ulm

Vom Ulmer Münster fällt der Blick auf die Altstadt, die Donau und Neu-Ulm. Foto: Simone Eber

Nicht nur Metropolen sind eine Reise wert. Auch kleinere Städte haben ihren Charme, sind dabei günstiger und ­weniger überlaufen. So wie Ulm, das mit dem höchsten Kirchturm der Welt aufwartet. Und mit weiteren Besonderheiten, die die Stadt an der Donau sehenswert machen.

Rekordverdächtig: das Ulmer Münster

Hier zieht es alle hin – auch Gäste, die nur eine Stippvisite in Ulm einlegen. Kein Wunder, denn das Münster ist in mehrfacher Hinsicht rekordverdächtig. Mit Bürgergeld gebaut, ist es die größte evangelische Kirche Deutschlands, vor allem aber ragt über seinem Schiff der mit 161,53 Metern höchste Kirchturm der Welt in den Himmel. Nur die Sagrada Familia in Barcelona wird höher – wenn sie denn irgendwann fertiggestellt wird. Auch dem Ulmer Münster ist Stagnation nicht unbekannt: Nach dem Baubeginn im Jahr 1377 und der Vollendung des Kirchenschiffs ruhten die Arbeiten an dem Gotteshaus für Jahrhunderte, bevor 1890 der Turm hochgezogen wurde. Doch auch danach blieb das Münster ein lebendes Monument – bis heute: Erst im vergangenen Jahr wurde ein neues Glasfenster eingeweiht, ein anderes in Gedenken an den Holocaust mit jüdischen Motiven gestaltet. Der Kran, der am Gebäude hochragt, gehört fast schon zur Kulisse, und in der Bauhütte neben dem Münster warten Heiligenfiguren auf ihre Restaurierung. Beim Rundgang durch die Kirche ist es keine Seltenheit, behelmten Bauarbeitern zu begegnen, die die Öffnungen im Dachgestühl zum Transport von renovierungsbedürftigem Inventar nutzen.

Natürlich ist es Pflicht für alle fitten Besucher, die 768 Stufen bis zum höchsten Aussichtspunkt des Turmes hinaufzusteigen! Bis zur 560. Stufe und der ersten Plattform geht das noch relativ komfortabel und ohne Gegenverkehr, dann teilen sich Aufsteiger und Absteiger die schmale Wendeltreppe. Schon der Weg wird mit interessanten Einblicken belohnt: auf das Dachgestühl, die Glocken oder das Turmwärter-Büro mit seiner Bildergalerie von ähnlich berühmten Kirchen. Ganz oben auf der winzigen vergitterten Aussichtsplattform liegt einem dann die ganze Stadt zu Füßen. Neu-Ulm und die Donau, das Fischerviertel, die Stadtmauer und die neue Mitte, der Grüngürtel und die Befestigungsanlagen aus dem 19. Jahrhundert. Wow! Wer nach dem Abstieg das Bedürfnis hat, sich erst mal zu erden: Gut geht das im Eiscafé VOI direkt am Münsterplatz.

 

 

Baugerüste und Kräne gehören beim Ulmer Münster zur Kulisse.
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