Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid: Elektrisch kraxeln

Mit dem neuen Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid lassen sich auch Furten problemlos durchfahren. Foto: Mitsubishi

Ganz langsam erklimmt das SUV die enge Bergpassage, doch statt eines aufheulenden Motors empfängt uns nur die Stille des Waldes, hin und wieder unterbrochen vom Klackern eines aufgewirbelten Steins am Bodenblech. Was wie eine surreale Szene aus einem Traum wirkt, könnte wirklichkeitsnaher kaum sein.

Auf Testfahrt mit dem neuen Mitsubishi Outlander Plug-in-Hybrid (PHEV) bewegen wir das SUV durch einen Offroad-Parcours steile Hänge hinauf und hinab, über Baumstämme und tiefe Kuhlen hinweg und sogar durch eine Furt. Nicht nur das serienmäßige Allradsystem, sondern auch der überarbeitete Plug-in-Hybridantrieb bestehend aus einem 2,4-Liter-Benzinmotor und zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse sollen bei dieser Übung Zeichen setzen. 

Insgesamt verfügt das neue Flaggschiff von Mitsubishi über eine Systemleistung von 179 kW/243 PS und kann diese nicht nur im Unterholz, sondern natürlich auch auf der Straße abrufen. Doch ein Sportwagen wird der Outlander damit nicht. Die elektrische Power soll eher helfen, das bis zu zwei Tonnen schwere Gefährt zu beschleunigen oder bis zu 54 Kilometer elektrisch gleiten zu lassen. Im Praxistest kann der Wagen auch auf festem Untergrund überzeugen, wenngleich die Fahrt über hügelige Straßen mehr Energie kostet als auf topfebenen. Ist der elektrische Saft indes aufgebraucht, müht sich der 99 kW/135 PS starke Benzinmotor ohne Turbo mit der Masse des Fahrzeugs schon etwas ab. Und das betrifft auch den Normverbrauch, der mit 1,8 Liter auf 100 Kilometer im Alltag theoretisch bleiben dürfte, auch wenn die serienmäßige Automatik bemüht ist, in jeder Gaspedalstellung den optimalen Energiefluss sicherzustellen. Praktisch: Der Wagen erfüllt die großstadststaugliche Abgasnorm Euro6d-Temp.

Bidirektionales Laden

In einem Punkt kann dem Outlander zweifelsohne kaum ein anderes Plug-in-Hybrid-Fahrzeug das Wasser reichen. Sein Energiespeicher lässt sich nicht nur laden, sondern auch für externe Anwendungen serienmäßig bidirektional nutzen. Beispielsweise als Energiespeicher um vom Stellplatz aus abends Elektrogeräte oder die Beleuchtung zu betreiben. Das bedingt allerdings ein intelligentes Energiemanagement, wie es meist nur in topmodernen Neubauten zu finden ist.  

Als Basismodell kostet der Outlander PHEV 37.990 Euro (abzüglich 8.000 Euro Umweltprämie bis 30.06.2019). Die serienmäßige Sicherheitsausstattung ist allerdings mager. Nur Bremsassistent, elektronische Stabilitäts- und Traktionskontrolle sowie ein Reifendruckkontrollsystem sind kostenfrei. Spendabler ist Mitsubishi bei der Komfortausstattung: Digitaler Radioempfang DAB+, Rückfahrkamera, Sitzheizung oder Infotainmentsystem mit Smartphoneanbindung für Android Auto und Apple Carplay sind auf der Höhe der Zeit. Wer allerdings noch ein herkömmliches Navigationssystem vorzieht, wird um die höchste „Top“-Version nicht herumkommen, in der es tatsächlich optional für 600 Euro Aufpreis noch zu haben ist. 

Daten Mitsubishi Outlander PHEV

Motor: Benziner: 2,4-l-Vierzylinder-Plug-in-Hybrid, System­leistung 179 kW/243 PS, k.A. Nm

Antrieb: Allrad

Getriebe: Eingang permanent

0–100 km/h: 10,5 s

Spitze: 170 km/h

Normverbrauch: 1,8 l S, 14,8 kWh,  40 g CO2/km

L x B x H: 4,70 x 1,80/2,22 x 1,71 m

Radstand: 2,67 m

Wendekreis: 10,6 m

Kofferraum: 451–1602 l

Leergewicht: 1.956–2.015 kg

Zuladung: 450–509 kg

Anhängelast: 1.500 kg

Tankinhalt: 45 l

Preis: ab 37.990 €

Foto: Mitsubishi
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