Mit Kamera unter Tage

Foto: stock.adobe.com/pfeffer_1976

Die Baumannshöhle ist das älteste geschützte Naturdenkmal Deutschlands. Dank modernster Technik kann sie auch zu Corona-Zeiten besichtigt werden. Begeben Sie sich auf eine Videoführung und steuern Sie dabei die Kamera selbst. Ein Erlebnis, das Lust auf einen echten Besuch unter Tage macht – für Klein und Groß.

Der Baumeister von Tropfsteinhöhlen ist die Natur selbst. Deshalb gibt es wieder ein Datum zur Grundsteinlegung, noch genaue Pläne. Dies trifft auch auf die Baumannshöhle zu. Sie liegt im Schatten des Brocken und begrüßt seit 1649 Besucher aus aller Welt. Damals verlieh der Herzog von Braunschweig dem Rübeländer Valentin Wagner das Privileg, Führungen durch die mystischen Tropfsteine anzubieten. Ein Meilenstein, begannen damit doch reguläre Höhlenführungen – zum ersten Mal in ganz Deutschland. Die kamen super an, brachten aber bereits bis heute bekannte Nachteile des Tourismus mit sich. So brachen Besucher zunehmend Teile der Tropfsteine ab um diese als Souvenier mit nach Hause zu nehmen. In Folge stellte Herzog Rudolf August am 10. April 1668 eine Verordnung zum Schutz der Baumannshöhle auf und der Zugang wurde mit einem Tor verschlossen. Entstanden war das erste rechtlich unter Schutz stehende Naturdenkmal.

Das Ambiente der Baumannshöhle lockte neben Matthäus Merian, der das Innere der Höhle in Zeichnungen festhielt, auch Johann Wolfgang von Goethe in die seinerzeit dionysisch anmutende Höhle. Die wurde mit Pechfackeln und bengalischen Feuern, den Mitteln der damaligen Zeit, imposant in Szene gesetzt. Die Folgen waren jedoch verherend. Der Ruß verdreckte die Höhlenwände und nahm den Tropfsteinen ihren märchenhaften Glanz.

Davon ist heute zum Glück nur noch wenig zu spüren. War die Baumannshöhle um 1900 noch ein Forschungszentrum für natürliche Radioaktivität, so ist sie heute eine moderne Schauhöhle für Jedermann.

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