Metz Moover: Erfahrungsbericht im Straßenverkehr

Redakteurin Bettina Glaser testet den Metz Moover im Straßenverkehr. Foto: Wolfgang Sievernich

Eine knappe Woche Übung auf einem Campingplatz liegt hinter mir, als ich mich zum ersten Mal mit dem Moover von Metz in den Straßenverkehr traue. Dank einer Sondergenehmigung des Kraftfahrt-Bundesamts war dieser E-Scooter schon vor Inkrafttreten der eKFV auf Radwegen und Straßen in Deutschland erlaubt.

Dennoch kostet es mich Überwindung, den Weg zur Arbeit im morgendlichen Berufsverkehr auf dem elektrischen Roller „made in Germany“ zurückzulegen. Kein Wunder, mangels Fahrradweg muss ich auf der Straße fahren. Nur ein Helm schützt mich.

Ein kurzes Anschieben des knallroten Elektrogefährts, dann mit dem rechten Daumen das Handpedal drücken – schon beschleunigt der Motor mit 250 W Nenndauer- und 500 W Maximalleistung auf die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Die beiden luftbereiften 12-Zoll-Räder laufen ruhig auf der geteerten Straße, der Motor summt leise. Innerhalb fünf Minuten nehmen mir ein Radfahrer, ein Transporter- und zwei Autofahrer die Vorfahrt. Ein anderer Autofahrer unterschätzt meine Geschwindigkeit derart, dass er mich beim Überholen schneidet und fast auf eine Verkehrsinsel prallt. Unterschätzt und übersehen werde ich während des mehrwöchigen Tests leider immer wieder, trotz LED-Leuchte mit Tagfahrlicht, die jedoch sehr tief sitzt. Das Abbiegen wird zur wackeligen Zitterpartie, wenn ich die Hand zum Zeichengeben vom Lenker nehme.

Im geschützten Bereich

Spaß macht das Dahingleiten dagegen auf Radwegen. Der gut verarbeitete, 1998 Euro teure Scooter liegt dank tiefem Schwerpunkt mit dem Lithium-Ionen-Akku (216 Wh) unter dem Holz-Trittbrett ruhig auf der Straße. Der Akku ist fest verbaut. Anstrengend, wenn man das 16-Kilo-Gefährt zum Laden zusammengeklappt in die Wohnung schleppen muss. Nach rund drei Stunden Ladezeit schafften wir mit 27 Kilometern mehr als die vom Hersteller angegebenen 25 Kilometer Reichweite. Eine komfortable Absperrmöglichkeit, einen austauschbaren Akku und eine Federung vermissten wir jedoch. Und vor allem mehr Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer.

Notruf
Ihre ARCD Notfall Rufnummer:

Aus dem Inland:

0 98 41 / 4 09 49

Aus dem Ausland:

+49 98 41 / 4 09 49

24 Stunden erreichbar.

Für Sie erreichbar

Für alle Fragen rund um die ARCD Mitgliedschaft steht Ihnen unser Service-Team in der ARCD Clubzentrale (Montag bis Freitag von 08.00 bis 19.00 Uhr und an Samstagen von 09.00 bis 14.00 Uhr) gerne zur Verfügung.

0 98 41 / 4 09 500

Fax: 0 98 41 / 4 09 264
E-Mail: info@arcd.de