Mercedes-Benz B 200: Rettung der Vans

Mit der B-Klasse hat Mercedes-Benz einen Kompakt-Van im Angebot, der mit Pkw-ähnlichen Fahreigenschaften überzeugt. Foto: Thomas Schreiner

Es gibt noch Grund zur Hoffnung für die Klasse der Kompaktvans. Zumal wenn sie so gemacht sind, wie die B-Klasse von Mercedes. In einem schrumpfenden Segment zählt die dritte Modellgeneration zu den Zulassungsgewinnern.

Das nur behutsam weiterentwickelte Design lässt die B-Klasse reifer wirken. Vor allem der Innenraum hat davon profitiert. Einen großen Sprung hat sie in puncto Bedienung gemacht. Wer von einem älteren Wagen umsteigt, braucht jedoch etwas Eingewöhnungszeit, um sich in der komplexen digitalisierten Mercedes-Welt zurechtzufinden.

Viel Platz für alle

Auf unter viereinhalb Metern Länge vermittelt die B-Klasse ein großzügiges Raumgefühl und überzeugt mit ihrem Sitzkomfort. Vor allem die optionalen Multikontursitze (702,10 Euro) ermöglichen es, auf längeren Strecken ermüdungsfrei unterwegs zu sein. Zum familientauglichen Platzangebot passt die Rundumsicht dank erhöhter Sitzposition. Da die breite D-Säule im Sichtschatten der hinteren Kopfstützen liegt, fällt sie nicht weiter störend ins Gewicht. Dafür unterstützen große Heck- und Seitenscheiben den Blick nach hinten.

455 Liter Kofferraumvolumen reichen für die Wochenendeinkäufe aus. Auf langen Reisen und bei voller Besetzung passt überschüssiges Gepäck notfalls in eine Dachbox. Seit Mitte 2019 ist eine um 14 Zentimeter verschiebbare Fondsitzanlage im Programm, um das normale Ladevolumen auf 705 Liter zu erweitern. Wird die 40:20:40 geteilte Rückbanklehne umgelegt, ergibt sich zudem eine annähernd ebene Ladefläche für sperrige Gegenstände.

Angenehmer Antrieb

Mit dem 120 kW/163 PS starken Vierzylinder-Turbobenziner arbeitete in unserem Testwagen dasselbe Aggregat, das wir aus der A-Klasse kennen. Zur B-Klasse passt der Antrieb einschließlich Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe für 2.094,40 Euro jedoch besser. Eher als in der straff abgestimmten A-Klasse animiert er hier zum gelassenen, stressbefreiten Gleiten im Eco-Modus. Mit 6,7 Litern Durchschnittsverbrauch haben wir den B 200 somit im Alltag noch angemessen effizient bewegt. Apropos Dahingleiten: Das 4.533,40 Euro teure Technik-Paket offeriert neben exzellenten Scheinwerfern aus einzeln gesteuerten LEDs unter anderem ein Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern. Damit ist der B 200 ein anpassungsfähiger, bei rund 31.500 Euro Grundpreis jedoch recht teurer Allrounder. Unangenehm fanden wir nur den aktiven Spurhalteassistenten, der teils mit plötzlichen, einseitigen Bremseingriffen überrascht.   

Daten Mercedes-Benz B 200 7G-DCT

Motor: 1,3-l-Vierzylinder-Turbobenziner, 120 kW/163 PS, 250 Nm bei 1.620/min

Antrieb, Getriebe: Front, Siebengang Doppelkupplung

0–100 km/h, Spitze: 8,2 s, 223 km/h

Norm-/Testverbrauch: 5,6/6,7 l S

CO2-Ausstoß Norm/Test: 129/160 g/km

Länge x Breite x Höhe: 4,42 x 1,80/2,02 x 1,56 m

Radstand, Wendekreis: 2,73 m, 11,0 m

Kofferraum: 455–1.540 l

Leergewicht, Zuladung: 1.525 kg, 435 kg

Anhängelast: 1.800 kg

Stützlast, Dachlast: 80 kg, 75 kg

Tankinhalt: 43 l

Typklassen KH/VK/TK: 14/22/20

Grund-, Testwagenpreis: 31.475,50 Euro, 54.847,10 Euro

Modell verfügbar ab: 28.143,50 Euro

Auswahl Basis-Serienausstattung: Sieben Airbags, aktiver Bremsassistent, aktiver Spurhalteassistent, Tempomat, Fahrprofilauswahl Dynamic Select, Klima-Automatik, MBUX Multimedia-System mit zwei 7-Zoll-Displays, Regen-Licht-Sensor

Fotos: Thomas Schreiner
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