„Medikamenteneinfluss im Straßenverkehr“

Die Apothekerin Chistiane Lohmeyer (vorne rechts) hat Fragen aus der Runde während Ihres Vortrages gerne und verständlich beantwortet.

Der OC-Vorsitzende Georg Rolink konnte pünktlich um 19 Uhr alle OC-Mitglieder und drei Gäste begrüßen und herzlich willkommen heißen. Bis zum vereinbarten Eintreffen der Referentin um 19:30 Uhr nutzte der Vorsitzende die Gelegenheit, verschiedene OC-Informationen an die Mitglieder weiterzugeben. Der Austausch über die im September 2018 durchgeführte Mehrtagesreise lieferte ausschließlich eine positive Resonanz (gesonderter Bericht unter „OC-Leben“).

Um 19:30 Uhr begrüßte dann der Vorsitzende die Apothekerin der Raths-Apotheke am Dom in Verden Christiane Lohmeyer als angekündigte Referentin in der OC-Versammlung. Nach kurzer Vorstellung ist sie gleich in das komplexe und wichtige Thema für alle Verkehrsteilnehmer eingestiegen.

Die Referentin erläuterte, dass es kein Gesetz gibt, welches ausdrücklich Medikamente im Straßenverkehr verbietet. Allerdings handelt gemäß § 24a Straßenverkehrsgesetz (StVG) ordnungswidrig, wer berauschende Mittel zu sich nimmt und anschließend ein Fahrzeug führt. Wenn die Fahrtauglichkeit durch Medikamente so sehr behindert wird, dass Fahrfehler und körperliche Ausfallerscheinungen auftreten, kann sogar die Strafbarkeit einer Trunkenheitsfahrt nach § 316 Strafgesetzbuch (StGB) in Frage kommen. Hier ist als Sanktion neben der Geld- auch eine Freiheitsstrafe möglich, was die Brisanz der Medikamente im Straßenverkehr unterstreicht.

Nicht nur verschreibungspflichtige Medikamente, sondern auch freiverkäufliche Arzneimittel können zum Risikofaktor beim Fahren werden. Einen besonders riskanten Einfluss haben zentralwirksame Medikamente (Schlafmittel, Beruhigungsmittel und Schmerzmittel). Aber auch andere Arzneimittel wie z. B. gegen Allergien und Bluthochdruck, Herzmittel, Medikamente gegen Magen-Darm-Erkrankungen, Erkältungsmittel oder Psychopharmaka können Wirkstoffe enthalten, die die Fahrtüchtigkeit negativ beeinflussen.

Die Apothekerin Frau Lohmeyer erläuterte, dass es auch Fahrverbote gibt. Beispielhaft seien genannt:

- in den ersten 24 Stunden nach einer Narkose (auch bei ambulanten Operationen)

- nach Augenuntersuchungen, bei denen der Arzt die Pupille mit Tropfen weit gestellt hat

- bei Einnahme von starken Schmerzmedikamenten (Morphin-Abkömmlinge etc.)

Sprechen Sie in jedem Fall Ihren Arzt oder Apotheker auf das Thema Verkehrstüchtigkeit an. Erwähnen Sie auch die rezeptfreien Medikamente, die Sie zusätzlich zur verordneten Therapie einnehmen. Auch rezeptfreie Arzneien können die Verkehrstüchtigkeit einschränken.

Die Referentin rät auch, nicht selbstständig Medikamente abzusetzen, um die Fahrtüchtigkeit zu erhöhen. So reduzieren starke Schmerzen die Konzentrationsfähigkeit enorm, während bei entsprechender Dosierung der Schmerzmittel das Autofahren durchaus möglich sein kann.

Das Thema war so informativ und interessant, dass Frau Lohmeyer zum Schluss der OC-Versammlung noch viele Fragen zu beantworten hatte.

Durch kräftigen Applaus der OC-Mitglieder und Gäste wurde das Dankeschön des Vorsitzenden an die Referentin bekräftigt.

 

Text und Bild: GEORG ROLINK

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