In Belgien den Feuerlöscher nicht vergessen

Wer mit dem Auto durch Belgien fährt, darf bei den wichtigen mitzunehmenden Utensilien den Feuerlöscher nicht vergessen. Foto: stock.adobe.com/©Nikolai Sorokin

Wer mit dem eigenen Auto in Belgien unterwegs ist, muss einen passenden Feuerlöscher mitnehmen. Die Mitführpflicht besteht laut belgischer Straßenverkehrsordnung schon seit Jahren. Nach Informationen des ARCD wird diese Regelung seit dem Jahr 2018 verstärkt auf ausländische Verkehrsteilnehmer angewendet, die mit Strafen rechnen müssen.

Bei Kontrollen auf der Straße – insbesondere bei so genannten technischen Unterwegskontrollen – können Beamte das Fehlen eines Feuerlöschers im Kraftfahrzeug beanstanden. Bei Pkw kostet dieser Verstoß 58 Euro Strafe, bei Nutzfahrzeugen 350 Euro. Ausgenommen von der Mitführpflicht sind Mopeds und Motorräder.

Bei Fahrzeugen mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3.500 Kilogramm muss in Belgien ein Feuerlöscher mit einem Kilogramm Füllmenge vorhanden sein. Bei einer zulässigen Gesamtmasse zwischen 3.500 und 7.500 Kilogramm ist ein Zwei-Kilogramm-Feuerlöscher erforderlich. Oberhalb einer zulässigen Gesamtmasse des Fahrzeugs von 7.500 Kilogramm muss der Feuerlöscher drei Kilogramm fassen.

Zusätzlicher Feuerlöscher bei schweren Gespannen

Wird ein Anhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 2.500 Kilogramm gezogen, muss ein weiterer Feuerlöscher mitgeführt werden. Für dessen Inhalt gelten dieselben Normen wie oben beschrieben.

Außerdem müssen alle Feuerlöscher mit ABC-Löschpulver befüllt sein und einer anerkannten europäischen Norm entsprechen.

Keine Panik bei Motorbrand

Alleine in Deutschland kommt der Feuerlöscher bei Schäden an Pkw rund 15.000 Mal im Jahr zum Einsatz, wie der Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e. V. (bvbf) berichtet. Gründe dafür können etwa bei einer Gebirgsfahrt heiß gelaufene Bremsen oder ein in praller Sonne im Stau überhitzter Motor sein, der Feuer fängt.

Wenn im Motorraum ein Feuer entsteht, besteht jedoch kein Grund zur Panik, wie bvbf-Geschäftsführer Carsten Wege bestätigt: „Bis das Feuer auf den Innenraum übergreifen kann, vergehen Minuten.“ Daher gelte in einem solchen Fall: „Ruhe bewahren, den Wagen rechts heranfahren, Warnblinker an und Motor aus. Dann auf den Verkehr achten, aussteigen, Feuerlöscher bereithalten und vorsichtig die Motorhaube anheben. Aber immer nur mit Handschuhen oder einem Lappen – denn das Blech ist glühend heiß! Außerdem die Haube nur einen Spalt breit öffnen, damit das Feuer nicht weiter angefacht wird.“

Anschließend sollte man den Feuerlöscher durch die Öffnung auf den Brandherd richten und mit kurzen, gezielten Stößen löschen. Bei Bränden außerhalb des Motorraums ist ein Meter Sicherheitsabstand zu halten und auf die Windrichtung zu achten. So kann ein Fahrzeugbrand fast immer erfolgreich bekämpft und größerer Schaden abgewendet werden.

In Deutschland besteht keine Feuerlöscher-Pflicht für private Pkw, eine Mitnahme erfolgt freiwillig. Um möglichst schnell reagieren zu können, sind Feuerlöscher am besten griffbereit unter dem Fahrersitz montiert oder leicht zugänglich und sicher fixiert im Kofferraum untergebracht.

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