Im November werden die Straßen glatt

In Gedanken noch bei der letzten Grillparty im Garten, schaut die Realität auf unseren Straßen im November bald deutlich kälter und glatter aus. Der ARCD gibt Tipps, wie Autofahrer trotzdem sicher durch den Winter kommen. Foto: stock.adobe.com/Igor Link

Nach der monatelangen Wärme sind viele Autofahrer noch gar nicht richtig auf den Winter eingestellt. Doch Vorsicht: morgens ist bereits mit Glätte und bald auch mit Schnee zu rechnen. Wir erklären, wie Autofahrer trotzdem sicher durchkommen.

Warme Temperaturen haben uns in diesem Jahr bis tief in den Oktober begleitet. Da kommen den Autofahrern die kalten Novembertage umso frostiger vor. Mit Recht, denn morgens ist bereits mit Glätte zu rechnen. Und in den kommenden Wochen auch mit Schnee und Eis. Damit Autofahrer diese Situationen sicher meistern, gibt der ARCD Fahrtipps für den Winter.

Zwei wichtige Grundsätze müssen Autofahrer auf glatter Fahrbahn durch Eis oder Schnee unbedingt beachten: einen größeren Sicherheitsabstand einhalten und langsamer fahren. „Der Sicherheitsabstand zum Vorausfahrenden sollte ungefähr doppelt bis dreimal so groß wie auf trockener Straße und die Geschwindigkeit den Witterungsverhältnissen angepasst sein“, rät ARCD-Pressesprecher Thomas Schreiner.

Das Anfahren: zuvor bei Bedarf Schnee räumen

Das Anfahren klappt auf rutschiger Fahrbahn am besten im zweiten Gang. Schon beim Parken sollte man daran denken, Schnee und Matsch aus den Radkästen zu entfernen, denn die festgefrorenen Brocken können einen am Losfahren hindern. Ist über Nacht viel Schnee gefallen, räumt man mit dem Schneeschieber einen Weg frei und bahnt sich eine Spur, indem man vor- und zurückfährt. 

Das Fahren: vorausschauend und gleichmäßig

Insgesamt kommt es bei winterlichen Straßenverhältnissen darauf an, möglichst vorausschauend zu fahren und dadurch Gefahrensituationen rechtzeitig zu erkennen. An Kreuzungen, in Waldstücken, auf Brücken und Kuppen muss verstärkt mit Glätte gerechnet werden. Außerdem sollten Verkehrsteilnehmer besonders sachte und gefühlvoll beschleunigen, lenken und bremsen. Ruckartige Fahrmanöver sind vor allem auch in Kurven zu vermeiden. Diese müssen weitaus langsamer angefahren werden, als bei trockenen Witterungsbedingungen. Sofern keine Schneeketten montiert sind, sollte das ESP eingeschaltet bleiben. Verliert das Fahrzeug an Grip, geht man vom Gas oder bremst vorsichtig. 

Das Überholen: nur in Ausnahmefällen

Besondere Vorsicht ist auch beim Überholen angebracht, denn gerade beim Spurwechsel kann das Fahrzeug leicht ausbrechen. Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz überholt man besser nicht, denn gerade vor ihnen kann gefährliche Schnee- oder Eisglätte herrschen.

Das Bremsen: mit besonderer Vorsicht

Winterreifen mit einer Mindestprofiltiefe von vier Millimetern sind bei schwierigen Straßenverhältnissen das A und O – zumal in Deutschland eine situative Winterreifenpflicht herrscht. Für spurstabiles Bremsen sorgt das ABS. Unvorhersehbare Situationen bergen die größten Gefahren. Deshalb sollte man schon ab vier Grad Celsius auf Glätte gefasst sein und vorsichtig bremsen. Auf glattem Untergrund am Hang kann es schnell brenzlig werden. Es ist deshalb wichtig, die Steigung mit viel Gefühl möglichst in einem Zug zu bewältigen. Hat man sich festgefahren, fährt man ein paar Meter zurück und versucht es erneut auf einer anderen Spur. Bei der Fahrt in die Berge sollte man für den Notfall immer Schneeketten dabeihaben, die an die angetriebenen Räder angelegt werden. 

„Auch wenn Sie mit diesen Fahrtipps gut durch verschneite Tage und Nächte kommen sollten – wenn es zu stark schneit oder die Straßen extrem glatt sind, sollten Sie das Auto besser stehen lassen“, sagt Schreiner. Denn Sicherheit geht vor!

Notruf
Ihre ARCD Notfall Rufnummer:

Aus dem Inland:

0 98 41 / 4 09 49

Aus dem Ausland:

+49 98 41 / 4 09 49

24 Stunden erreichbar.

Für Sie erreichbar

Für alle Fragen rund um die ARCD Mitgliedschaft steht Ihnen unser Service-Team in der ARCD Clubzentrale (Montag bis Freitag von 08.00 bis 19.00 Uhr und an Samstagen von 09.00 bis 14.00 Uhr) gerne zur Verfügung.

0 98 41 / 4 09 500

Fax: 0 98 41 / 4 09 264
E-Mail: info@arcd.de