Frühjahrskur für das Auto

Mit dem Zehn-Punkte-Plan des ARCD wird das Auto im Nu wieder fit für die Fahrt in den Frühling. Grafik: ARCD

Auch wenn sich der Winter mancherorts mit Sturm, Hagelschauern und kühlen Temperaturen noch einmal kurz zurückgemeldet hat, bereiten uns längere Sonnenscheinphasen bereits auf das Frühjahr vor. Dann ist es wieder Zeit, dem eigenen Auto eine kleine Frischekur zu gönnen. In zehn Schritten erstrahlt das Fahrzeug wieder in neuem Glanz.

Sauberer Innenraum

Zunächst heißt es: Überflüssiges wie Eiskratzer, Besen oder möglicherweise sogar Schneeketten ausräumen, denn unnötiges Gepäck kostet zusätzlichen Sprit. Beschlagen die Scheiben während der ersten warmen Tage, ist das ein Zeichen für Feuchtigkeit im Auto. Oft hilft es, die Teppiche zu trocknen, indem sie außerhalb des Fahrzeugs auslegt werden. Gleichzeitig auf dem Boden des Pkw ausgebreitetes Zeitungspapier saugt die Nässe auf. Werden Fenster und Schiebedach geöffnet, lüftet das Fahrzeug gut durch. Der Innenraum wird am besten mit dem Staubsauger gereinigt. Fast alle Oberflächen wie Armaturenbretter und Türverkleidungen werden mit feuchten Mikrofasertüchern wieder sauber, Sitze mit einem Polsterreiniger.

Glänzender Lack

Anschließend ist es Zeit, das Fahrzeug zu waschen – und zwar gründlich. Salz, Split und hartnäckiger Dreck müssen vollständig entfernt werden. Die Vorreinigung mit einem Hochdruckreiniger verhindert, dass grober Schmutz in der Waschanlage wie Schmirgelpapier wirkt und viele kleine Kratzer hinterlässt. In dieser Zeit lohnt sich auch ein – zugegebenermaßen oft teures – Waschprogramm mit Vor- und Unterbodenwäsche. So lassen sich die Salzreste des Winters zuverlässig entfernen und Rostbildung wird vorgebeugt. Ist das Auto sauber, folgt eine genaue Sichtkontrolle. Lackschäden müssen möglichst schnell ausgebessert werden, damit keine Folgeschäden am Blech entstehen – entweder mit einem Lack-Reparatur-Kit in Eigenregie oder bei größeren Schäden oder Rostbefall durch die Fachwerkstatt. Auch ein prüfender Blick auf den Auspuff ist sinnvoll, ob er starken Rost angesetzt hat und womöglich Löcher aufweist. Die Scharniere von Türen und Hauben werden mit ein paar Tropfen Öl oder Fett geschmiert, damit sie nicht quietschen und länger halten.

Neuer Durchblick

Für einen guten Durchblick werden bei Bedarf die Scheibenwischer erneuert, denn gerade ihnen hat der Winter oft ordentlich zugesetzt. Manchmal hilft es auch, die Wischerblätter mit einem weichen Tuch zu reinigen, wenn sie auf der Scheibe einen Schmierfilm hinterlassen. Das Wischwasser wird zudem, wenn der Frost sich endgültig verzogen hat, gegen Sommerscheibenreiniger ausgetauscht. Nach einer gründlichen Säuberung werden die Scheiben rundum und die Gläser der Leuchten auf Steinschläge untersucht, gegebenenfalls repariert oder, wenn nötig, ausgewechselt. Ein oft wenig beachtetes, aber umso wichtigeres Element im Pkw ist der Innenraumfilter. Damit Pollen draußen bleiben und die Belüftung des Autos verbessert wird, sollten sie im Frühjahr gewechselt werden. Auch für die Reinigung und Desinfektion der Klimaanlage ist jetzt die richtige Zeit. Das ist allerdings Sache der Fachwerkstatt.

Passende Reifen

Von O bis O – also von Oktober bis Ostern –, lautet die Faustregel. Und so ist es im April wieder an der Zeit, an das Aufziehen von Sommerreifen zu denken. Doch Vorsicht: Die Faustregel darf nicht blind befolgt werden, schließlich kann Ostern mal früh im März, mal spät im April liegen. Darüber hinaus kann die Lage des Wohnorts eine Rolle spielen. Der Wechsel von Winter- auf Sommerreifen sollte in jedem Fall nicht zu früh erfolgen, da es erfahrungsgemäß auch im April noch sehr kalt werden und schneien kann. Der passende Wechselzeitpunkt ist gekommen, wenn die Temperaturen nicht mehr unter sieben Grad Celsius sinken. Vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern, der ARCD empfiehlt bei Sommerreifen jedoch drei Millimeter. So schwimmen die Pneus bei Nässe nicht so schnell auf. Sie sollten außerdem nicht älter als sechs Jahre sein, da die Gummimischung mit dem Alter immer mehr verhärtet. Auch ein Sichttest lohnt sich vor der Montage. Bei dann noch korrekt eingestelltem Luftdruck – der richtige Wert steht übrigens in der Tankklappe, der Fahrertür oder in der Gebrauchsanweisung –, ist das Auto perfekt vorbereitet für die Fahrt in Richtung Frühling.

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