Flipflops am Steuer sind gefährlich

Mit Flipflops am Steuer können Autofahrer oft schlechter bremsen. Foto: ARCD

So warm es auch sein mag: Flipflops sind beim Autofahren keine gute Wahl. Zwar gibt es keine genauen Vorschriften, aber unpassendes Schuhwerk kann unter anderem den Bremsweg verlängern und Unfälle verursachen.

Auch wenn es keine entsprechenden Regeln gibt, rät der ARCD zu festem Schuhwerk beim Autofahren. Für gewerbliche Fahrten gelten ohnehin die Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherung, die beispielsweise Clogs und Sandaletten ohne Fersenriemen verbietet. Darauf sollten auch private Autofahrer verzichten. Kommt es zu einem Unfall, kann es sein, dass das Schuhwerk überprüft wird. Und wer die Pedale nicht richtig betätigen kann, gefährdet sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Ein Gericht könnte das als Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht werten und eine Teilschuld feststellen. Es drohen strafrechtliche Folgen und die Versicherung könnte die Leistung ganz oder teilweise verweigern.

Aber ist unpassendes Schuhwerk wirklich so riskant? Dazu gibt es Zahlen aus den USA: Der US-Bundesbehörde für Straßen- und Verkehrssicherheit zufolge können Flipflops, High Heels, aber auch schwere Stiefel zu Unfällen beitragen. Solche „Pedalfehler“ verursachen in den USA 16.000 Unfälle im Jahr. Die Leuphana-Universität in Lüneburg demonstrierte diese Gefahr 2016 anhand von 5.400 Bremsmanövern. Jede zweite Versuchsperson trat mit Flipflops an den Füßen mindestens einmal neben das Pedal, fast jede dritte rutschte vom Pedal ab. Das geschah aber bei keinem Fahrer, der feste Schuhe trug. Außerdem verlängerte sich der Bremsweg mit Flipflops bei 100 Kilometern pro Stunde um durchschnittlich 2,5 Meter.

 

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