"Fahrerloser" Kleinbus pendelt auf öffentlichen Straßen

Nicht ganz fahrerlos, aber automatisiert verbindet ein Kleinbus im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin den Bahnhof mit dem Ortskern. Foto: DEKRA

Im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin verbindet seit Ende Juli ein "fahrerloser" Kleinbus den Bahnhof der knapp 6.000 Einwohner zählenden Gemeinde Wusterhausen/Dosse mit der Ortsmitte und einem Verbrauchermarkt. Gefördert wird das Forschungsprojekt vom Bundesverkehrsministerium.

Das Fahrzeug der zweiten Generation des Typs EasyMile EZ10 des französischen Herstellers Ligier hat sechs Sitzplätze und kann elektrisch bis zu 15 km/h schnell fahren. Um die Einzelbetriebserlaubnis zu erhalten, überprüften DEKRA-Experten vorab neben Bremsen, Lenkung, lichttechnischen Einrichtungen und Höchstgeschwindigkeit auch die Sensorik des Fahrzeugs für den automatisierten Betrieb sowie die Anforderungen an die manuelle Steuerung. Denn ganz fahrerlos ist der Kleinbus dann doch nicht unterwegs. „Während des Betriebs ist immer ein Sicherheitsfahrer mit an Bord, die Steuerung auf der vorab einprogrammierten Strecke läuft aber in der Regel automatisiert“, erklärt Steffen Hladik, Leiter der Abteilung Gesamtfahrzeug im DEKRA Technology Center (DTC) in Klettwitz. Übrigens gibt es weder Lenkrad noch Fahrersitz. Der Sicherheitsfahrer steht mit einem Joystick mitten im Bus, während die Fahrgäste um ihn herum sitzen. Im französischen Nizza dagegen verzichtet Ligier schon auf die Fahrer, doch so weit sind wir in Deutschland noch nicht.

Im ersten Praxistest kam der Kleinbus bei der Bevölkerung gut an, immerhin erhoffen sich insbesondere die älteren Einwohner durch den Bus mehr persönliche Mobilität. Sollte er unfallfrei durch den Stadtverkehr kommen, könnte die Höchstgeschwindigkeit von den eher beschaulichen 15 km/h sogar auf 25 Stundenkilometer angehoben werden. An dem Projekt sind neben der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) auch die Regionale Entwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg sowie die Technischen Universitäten Berlin und Dresden beteiligt.

 

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