Erste Genehmigung für Hardwarenachrüstung erteilt

Volvo-Modelle wie der XC70 mit 2,0- oder 2,4-Liter-Dieselmotoren können ab sofort mit einem Hardware-Nachrüstsystem von Dr. Pley ausgestattet werden, um auch künftig in Fahrverbotszonen für Euro5-Diesel einfahren zu dürfen. Foto: Volvo

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die erste Genehmigung für eine Hardwarenachrüstung zur Abgasnachbehandlung älterer Diesel-Pkw mit Euro5-Abgasnorm erteilt.

So hat der Bamberger Automotive-Entwickler Dr. Pley ein Nachrüstsystem für die Volvo-Modelle XC60, XC70, S60 und V60 vorgestellt, die mit 2,0- beziehungsweise 2,4-Liter-Dieselmotoren ausgerüstet sind. Herstellerangaben zufolge sollen die Stickoxidemissionen der nachgerüsteten Fahrzeuge auf unter 270 mg NOx pro Kilometer sinken, was die Einfahrt in Fahrverbotszonen möglich macht. Produktion und Vertrieb der Nachrüstsysteme erfolgen über den Automobilzulieferer Bosal.

Anders als VW und Daimler wird sich Volvo aber finanziell nicht an der Hardwarenachrüstung beteiligen, sodass der Endverbraucher die Kosten für den Tausch des SCR-Katalysators selbst übernehmen muss.

Mercedes und BMW könnten folgen

Die erste Genehmigung soll indes nicht die letzte bleiben. Auf seiner Website erklärt Dr. Pley, dass in Kürze auch die ABE-Zulassung für den Mercedes-Benz-Motor OM 651 erwartet wird. Dazu gehören die Modelle der C-Klasse C 220 cdi und C 250 cdi, E-Klasse E 220 cdi und E 250 cdi sowie das SUV-Modell GLK 220 cdi und V-Klasse V 220 cdi. Auch für das BMW-SUV X3 2.0 d, die Dreier 318 d, 320 d, 325 d sowie die Fünfer 518 d, 520 d und 525 d mit N47D20-Motor sollen bald Nachrüstsysteme erhältlich sein.

Andere Zulieferer, wie beispielsweise HJS oder Oberland-Mangold, bieten zurzeit keine Hardwarenachrüstung für Pkw an, zu umfangreich und haftungsintensiv empfinden diese Unternehmen den Vorgabenkatalog des Bundesverkehrsministeriums. So müssen die mittelständischen Unternehmen etwa eine Garantie von fünf Jahren oder 100.000 Kilometer auf ihre Produkte geben. Ob es für zahlreiche vom Dieselskandal betroffene Volkswagen-Modelle eine Nachrüstung geben wird, ist zurzeit unklar.

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