Beifahrer unterschätzen Sekundenschlaf

Bei Anzeichen von Müdigkeit während der Fahrt heißt es, sicherheitshalber eine Pause einzulegen oder jemand anderes an Steuer zu lassen. Foto: stock.adobe.com/©pix4U

Dass Müdigkeit am Steuer gefährlich ist, scheint sich noch immer nicht ausreichend herumgesprochen zu haben. Eine aktuelle YouGov-Umfrage zeigt, dass das Risiko durch Sekundenschlaf während der Fahrt unterschätzt wird – auch von Beifahrern.

Bei der repräsentativen Umfrage im Rahmen der Kampagne des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) mit dem Titel „Vorsicht Sekundenschlaf!“ wurden mehr als 1.740 Führerscheinbesitzerinnen und -besitzer über 18 Jahre befragt. Dabei ergab sich: Wer auf dem Beifahrerplatz sitzt, nimmt häufig die Müdigkeit der Person hinter dem Steuer nicht ernst genug. Lediglich 56 Prozent fragen demnach den Fahrer aktiv, ob eine Pause eingelegt werden soll. 54 Prozent bieten dem Fahrenden einen Fahrerwechsel an, aber nur 23 Prozent bestehen auf einen Fahrerwechsel. Fast jede vierte befragte Person (24 Prozent) versucht den Fahrer im Gespräch von seiner Müdigkeit abzulenken (Mehrfachnennungen waren möglich).

Bei Müdigkeit hilft nur eine Pause

Auch ausgeruhte Menschen werden auf monotonen Strecken, wie etwa der Autobahnfahrt in den Urlaub, oder einfach nach langer Zeit hinter dem Steuer müde. Wer erste Anzeichen einer aufkommenden Müdigkeit spürt, sollte daher umgehend eine Pause machen. DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner sagt dazu: „Die Pause empfiehlt sich mit Bewegung an der frischen Luft.“ Um die Erholungswirkung noch zu steigern, solle sie am besten mit einem zehn- bis zwanzigminütigen Kurzschlaf kombiniert werden. Alternativ könne die Fahrtunterbrechung aber auch für einen Fahrerwechsel genutzt werden. Der tückische Sekundenschlaf mit der Gefahr des plötzlichen Einnickens dürfe keinesfalls unterschätzt werden, warnt Christian Kellner: „Müdigkeit kann man nicht austricksen oder kompensieren. Deshalb regelmäßig Pause machen oder mit dem Fahren abwechseln.“

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