50 Jahre Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr

Vor 50 Jahren, am 8. November 1968, stellte das Wiener Übereinkommen erstmals international standardisierte Regeln für den Straßenverkehr auf. Foto: stock.adobe.com/vege

Auf den Straßen tummeln sich viele Verkehrsteilnehmer. Verbindliche Regeln sind daher wichtig, damit alle sicher ankommen können und das Verhalten des jeweils anderen berechenbar bleibt. Das war nicht immer so. Vor 50 Jahren aber, am 8. November 1968, sorgte das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr für die internationale Standardisierung von Verkehrsregeln.

Etwa einen Monat lang wurde gearbeitet und beraten. Dann war es fertig, das Wiener Übereinkommen über den Straßenverkehr oder auch kürzer: die Wiener Straßenverkehrskonvention. Als internationaler Vertrag sollte dieses durch die Konferenz der Vereinten Nationen (UN) am 8. November 1968 beschlossene Übereinkommen den Straßenverkehr sicherer machen, indem erstmals Verkehrsregeln länderübergreifend standardisiert wurden. Ebenfalls auf dieser Konferenz beschlossen wurde das Wiener Übereinkommen über Straßenverkehrszeichen, das zu einer internationalen Vereinheitlichung der Verkehrszeichen im Straßenverkehr führte. Standardisierte Piktogramme, Lichtsignalanlagen und Fahrbahnmarkierungen erleichtern seit dem Inkrafttreten im Juni 1978 das Verständnis von Schildern und Regeln.

Anpassung notwendig

Im Grunde organisiert die vor 50 Jahren beschlossene Wiener Straßenverkehrskonvention bis heute das Zusammenleben im Straßenverkehr. Dieser hat sich allerdings in den vergangenen Jahrzehnten, vor allem in den jüngeren Jahren, durch technologische Weiterentwicklungen beträchtlich gewandelt. Erwähnt sei an dieser Stelle alleine die zunehmende Automatisierung von Fahrzeugen im Zuge der Weiterentwicklung von Fahrerassistenzsystemen.

Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis die Verkehrsregeln den Entwicklungen des autonomen Fahrens angepasst werden mussten. Im Jahr 2014 schließlich ergänzten die Vereinten Nationen die Wiener Konvention und ermöglichten damit durch mehr Rechtssicherheit einen ersten Schritt in Richtung alleine fahrender Fahrzeuge.

Bis dahin schrieb das Wiener Übereinkommen unter anderem vor, dass jedes in Bewegung befindliche Fahrzeug einen Fahrer haben und dieser das Fahrzeug auch beherrschen muss. Seit der Überarbeitung durch die UN sind nun Systeme, mit denen ein Pkw hochautomatisiert fährt, dann zulässig, wenn sie vom Fahrer jederzeit übersteuert bzw. gestoppt oder abgeschaltet werden können.

Im April 2016 schließlich beschloss in Deutschland das Bundeskabinett den vom Verkehrsministerium vorgelegten Gesetzentwurf zur Umsetzung des geänderten Wiener Übereinkommens. Damit zog Deutschland auf nationaler Ebene nach.

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